Pettstadt

Pettstadter Kläranlage soll für 65 000 Euro ertüchtigt werden

Mit einem Aufwand von rund 65 000 Euro soll in diesem Jahr die 1977 in Betrieb genommene Kläranlage von Pettstadt ertüchtigt werden. Auch wenn die Betriebse...
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Mit einem Aufwand von rund 65 000 Euro soll in diesem Jahr die 1977 in Betrieb genommene Kläranlage von Pettstadt ertüchtigt werden. Auch wenn die Betriebserlaubnis erst 2025 erlöschen wird, hält es Bürgermeister Jochen Hack (FWG) für sinnvoll, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Nachbesserungen machen sich zudem durch verringerte Energiekosten und reduzierte Abwasserabgaben an den Staat bezahlt.
Ingenieur Walter Brandner von der Firma SRP hatte auf Veranlassung der Gemeinde die fast 40 Jahre alte Kläranlage gründlich unter die Lupe genommen. Dabei wurden einige Mängel entdeckt, die besonders im Sommer nach längerer Trockenheit zu einem Ausfall der biologischen Klärung führen können. Das wäre im Übrigen nicht das erste Mal, wie einer Information des Klärwärters Jochen Rebhan zu entnehmen war.


Technik zum Teil veraltet

Die für 2500 Einwohnergleichwerte ausgelegte Anlage ist bei derzeit 2000 Einwohnern der Gemeinde Pettstadt noch nicht an der kritischen Marke. Einiges ist allerdings veraltet. Mit einer neuen Elektro-, Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik wäre ein wesentlicher Fortschritt zu erzielen, gab der Ingenieur zu verstehen. Von Anfang an wurde die Kläranlage im Zulauf mit überdimensionierten Pumpen ausgestattet. Sie wirken mit ihrer Förderleistung von 90 Kubikmeter in der Stunde kontraproduktiv, zumindest bei Trockenwetter. Es entstünden dadurch lange "Beschickungspausen", in denen der biologische Rasen des Klärwerks absterben könne, erklärte der Gutachter. Eine zusätzliche, der Schwachlast angepasste Pumpe soll hier Abhilfe schaffen. Brandner riet außerdem zur Nachrüstung der Tropfkörperpumpen, zu einer separaten Pumpe am Nachklärbecken, zu Magnetventilen an der Schlammumwälzung und zur Optimierung der Lufteinperlung im Sandfang.


Räte geben grünes Licht

Als wichtige Ergänzung schlug der Experte eine Dosieranlage zur Zugabe von Fällmitteln vor, um den Phosphorgehalt des Abwassers zu reduzieren. Der Gemeinderat war mit diesem Konzept einverstanden und erteilte in nichtöffentlicher Sitzung die Aufträge.
Ob sich diese Investition auf die Abwassergebühren auswirken wird, könne derzeit nicht überblickt werden, räumte Bürgermeister Hack ein. Möglichen Einsparungen stünden höhere Kosten bei der Entsorgung des Klärschlamms sowie bei der Energieversorgung gegenüber. Ende des Jahres wird man die Gebührenkalkulation auf den Prüfstand stellen. Pettstadt zählt mit der Reinigungsgebühr von einem Euro pro Kubikmeter verbrauchtem Trinkwasser und einer Grundgebühr von 70 Euro pro Jahr beim Abwasser zu den günstigsten im Landkreis Bamberg.
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