Pettstadt
Gemeinderat 

Pettstadt in Baulaune

Trotz zahlreicher vorhandener noch unbebauter Grundstücke und Baulücken soll ein weiteres kleines Neubaugebiet in der Gemeinde entstehen.
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Bürgermeister Jochen Hack
Bürgermeister Jochen Hack
Die von MdL Heinrich Rudrof (CSU) übermittelte Nachricht einer Zuteilung von 120 000 Euro Städtebauförderung nahm Bürgermeister Jochen Hack (FWG) zum Anlass, "erste Schritte" zur Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek) zu gehen. Möglichst bald soll für das Quartiers- und Flächenmanagement eine Stelle ausgeschrieben und qualifiziert besetzt werden. Darüber hinaus wird sich eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Bauausschusses und Verwaltungskräften mit der Frage beschäftigen, wie die anhaltend hohe Nachfrage nach Baugrundstücken in Pettstadt gedeckt werden kann.
Die Gemeinde könne derzeit kein Baugrundstück zur Verfügung stellen, bedauerte der Bürgermeister vor dem Gremium. Die rund 30 Baurechte im Neubaugebiet am Zwieseler Weg seien schon restlos vergeben. Da sprieße bereits ein Haus nach dem anderen aus dem Boden. Die Gemeinde werde daher sorgsam darauf achten, dass die Drei-Jahres-Frist zur Bebauung eingehalten wird; eine Fristverlängerung werde es nicht geben, kündigte Jochen Hack an.
Trotz der rund 100 übrigen, noch unbebauten Grundstücke und Baulücken in den älteren Baugebieten wolle die Gemeinde nun versuchen, ein weiteres kleines Neubaugebiet genehmigt zu bekommen. Bei einer Fläche unter 10 000 Quadratmeter könne bis Ende 2019 von einem beschleunigten Genehmigungsverfahren Gebrauch gemacht werden, sagte Hack. Und diese Möglichkeit will man nun sondieren.


Schilderlose Gemeinde

Außerdem möchte Pettstadts Bürgermeister die Planung für den Umgriff der Fähre in Angriff nehmen, wo mittelfristig mehr Aufenthaltscharakter entstehen soll. Ein weiteres Nahziel ist die "schilderlose Gemeinde": Pettstadt könnte komplett verkehrsberuhigt werden, weil der überörtliche Verkehr auf der Kreisstraße außen vorbeigeleitet wird.
Über diese drei Maßnahmen - Flächenmanagement, Fähre und innerörtliche Verkehrsplanung - will Bürgermeister Jochen Hack mit der Regierung von Oberfranken in Verhandlungen treten. Der Gemeinderat erteilte dazu in der Sitzung einstimmig sein Plazet.
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