Friesen

Personelle Situation zwingt erneut zu Improvisation

Friesen/Kasendorf — Das Pokalspiel am vergangenen Mittwoch sollte für die Landesliga-Fußballer des SV Friesen eigentlich vor allem auch dazu dienen, Selbstvertrauen für die kommend...
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Friesen/Kasendorf — Das Pokalspiel am vergangenen Mittwoch sollte für die Landesliga-Fußballer des SV Friesen eigentlich vor allem auch dazu dienen, Selbstvertrauen für die kommenden Punktspiele zu tanken. "Diese Chance haben wir leider verpasst, weil sich einige meiner Spieler nicht quälen wollten, sondern ein Schonprogramm abgespult haben", ärgert sich Trainer Andreas Lang nach der Niederlage beim Bezirksligisten FC Oberhaid, die im Elfmeterschießen zu Stande kam.
Dass er einmal mehr nicht zufrieden war, liegt auf der Hand. Auch diesmal gelang kein Stürmertor, was aber weniger an den Angreifern selbst, sondern mehr an der mangelhaften Kreativität und dem fehlenden Zug zum Tor liegt. Diese "Baustelle" wird den Trainer noch eine Zeit lang begleiten.
Dass die Mannschaft Fußball spielen kann und dass es im Team stimmt, hat sie nicht zuletzt beim 2:2 gegen den ASV Pegnitz bewiesen. Lang: "Das war schon richtig gut, wie wir nach dem frühen 0:2 zurückgekommen sind. Auch auf unserem Auftritt in Buch können wir aufbauen", sagt er.
Die aktuelle personelle Situation bereitet ihm dagegen erneut Kopfzerbrechen. Mehrere Spieler sind in Urlaub, und Torwart Marvin Kiesewetter hat sich in Oberhaid die Schulter ausgekugelt und droht länger auszufallen. "Wir müssen daher wieder einmal improvisieren", sagt der Trainer.
Beim Neuling SSV Kasendorf liegt ein Wechsel auf der Hand. Da wird nach Lage der Dinge Routinier Siggi Kirschbauer sein Saisondebüt in der Landesliga geben. Dass auf ihn Verlass ist, hat er in den vergangenen Jahren immer wieder einmal bewiesen.
Es wird aber nicht nur auf den 43-Jährigen ankommen (wenn er denn spielen muss). "Die Kasendorfer leben noch immer von ihrer Aufstiegseuphorie. Das wird ein harter Kampf, den wir annehmen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen", weiß Andreas Lang. Anstoß ist am morgigen Sonntag um 15 Uhr.
Der Aufsteiger aus dem Kreis Kulmbach hat ebenso wie die Friesener drei seiner sechs Spiele verloren, die anderen drei allerdings gewonnen und belegt mit neun Punkten Platz 9. Co-Trainer beim SSV ist übrigens Jochen Kauper, der in Friesen kein Unbekannter ist, denn er hat bis vor einigen Jahren selbst beim SV gespielt.
SV Friesen: Kiesewetter (?) / Kirschbauer - Woitschitzke, Roger, Meyer, Zwosta, Fugmann, Fröba, Gleich, Rebhan, Sudol, Scholz, Köcher, Ph. Kestel, D. Kraus, Ladur, Jakobi.
Zum Leserbrief in unserer gestrigen Ausgabe berichtigt der SV Friesen übrigens, "dass der Nikolaus aus der damaligen Zeit beim SV Friesen nichts mit der aktuellen Situation beim TSF Theisenort zu tun hat".

Heimspiel für FC Redwitz

Neuling FC Redwitz trifft ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr auf den Tabellenzweiten ASV Veitsbronn-Siegelsdorf und will dann seine weiße Weste im eigenen Stadion wahren. Die Gäste sind aber noch ungeschlagen. Zeitgleich ist der VfL Frohnlach II beim Schlusslicht Dergahspor Nürnberg zu Gast. han

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