Redwitz

Parkfläche ersetzt Schützenwirt

Neugestaltung  In Redwitz wurde das ehemalige Areal einer Gastwirtschaft zu einer Park- und Grünfläche umgestaltet. Am Samstag wurde der Platz eingeweiht.
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Der Regierungspräsident Wilhelm Wenning freute sich über die gelungene Neugestaltung des Schützenwirtareals. Foto: Klaus Gagel
Der Regierungspräsident Wilhelm Wenning freute sich über die gelungene Neugestaltung des Schützenwirtareals. Foto: Klaus Gagel
von unserem Mitarbeiter Klaus Gagel

Redwitz — Es könnte beispielgebend für viele Kommunen sein. Die Gemeinde Redwitz an der Rodach ist auf dem besten Weg, mit der Neugestaltung ihres Ortskerns ein wahres Schmuckkästchen zu schaffen. Mit finanzieller Unterstützung aus der Städtebauförderung des Freistaats wurde das Areal der ehemaligen Gastwirtschaft "Schützenwirt" zu einer attraktiven Park- und Grünfläche umgestaltet. Am Samstag fand die offizielle Einweihung statt.
Zu dieser war eigens der Regierungspräsident Wilhelm Wenning gekommen. Schon auf der Fahrt zum neugestalteten Areal dürfte dem Regierungspräsidenten die einladende Hauptstraße mit ihren blühenden Bäumen, zahlreichen Parkflächen und bunten Blumenarrangements aufgefallen sein.

Ort der Begegnung

Dieser erste Eindruck wurde noch verstärkt durch das neugestaltete Areal, das sich seitlich an die Hauptstraße angliedert. Da, wo früher das Schützenfest stattfand und in den zurückliegenden Jahren die baufällige Gaststätte Schützenwirt in einen Dornröschenschlaf verfallen war, ist nun ein Ort der Begegnung entstanden. Dies wurde bei der offiziellen Einweihung von vielen Bürgern kräftig gefeiert.
"Die Revitalisierung des Schützenwirtareals ist ein großer Erfolg", beglückwünschte der Regierungspräsident Bürgermeister Christian Mrosek sowie die anwesenden Gemeinderäte und Bürger.
Viel hat sich im angesprochenen Bereich getan. Zunächst blieb das alte Schützenwirtgebäude stehen, um eine Riesen-Lücke im Bereich des Marktplatzes zu vermeiden. Denn schließlich, so die Regierung, handelt es sich um ein ortsbildprägendes historisches Gebäude. Erfreulich ist auch, dass das Restgebäude von Otto Schardt gekauft wurde und nun zu einem Wohnhaus umgestaltet wird.

Nebengebäude abgerissen

Abgerissen wurden jedoch die Nebengebäude. Der rückwärtige Teil des Schützenwirtgrund stückes wurde von Schuppen und Resten der früheren Schießanlage und dem nicht mehr erhaltenswerten Saalanbau befreit. Hier entstand eine angemessene Zahl an öffentlichen Stellplätzen unterbrochen von den Elementen einer kleinen öffentlichen Grünanlage. Sehr gut gelungen ist auch die barrierefreie Anbindung der Alten Schule an die Ortsmitte. Das ist wichtig, denn dort leben die 13 Bewohnerinnen und Bewohner von Regens-Wagner Redwitz.
Die Gesamtkosten der Maßnahme mit über 300 000 Euro konnten von der Städtebauförderung letztlich mit 163 000 Euro unterstützt werden. Doch das alles ist nur ein erster Schritt im Rahmen einer umfangreichen Gesamtmaßnahme.
"Die Gemeinde Redwitz wird auch die nächsten Schritte in Angriff nehmen", so Bürgermeister Christian Mrosek. Dazu gehört die Neugestaltung des Marktplatzes und die Revitalisierung des "Gutmann-Gebäudes". Es soll zu einem Bürgerhaus mit Bürgersaal umgebaut und damit zu einem Treffpunkt und Versammlungsort für die verschiedenen Vereine werden.
"Das klingt im hohen Maße vielversprechend", so der Regierungspräsident. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, dass eine derartig umfangreiche Planung unter aktiver Beteiligung der Bürger erstellt wird. "Es ist wichtig, dass die gesamte Gemeinde hinter einer solchen Maßnahme steht." Mit Blick auf die zukünftigen Kosten war zu vernehmen: "Sie dürfen wiederkommen, wir werden das auch weiterhin unterstützen."
Die kirchliche Weihe nahmen der evangelische Pfarrer Till Roth und der Pastoralreferent Haff gemeinsam vor. Auch die Vertreter der türkisch-islamischen Gemeinde Redwitz waren gekommen.

Große Stauden gepflanzt

Der Architekt Paul Böhmer von JOMA Landschaftsarchitektur Bamberg erläuterte das Gestaltungskonzept: "Wir haben das Thema ,Garten' aufgegriffen, um das Ganze bewusst von den üblichen Parkplätzen abzugrenzen." Deshalb wurden fünf große Staudenpflanzungen eingebaut, die das ganze Jahr über blühen sollen.
Überragt werden die Flächen von gefüllt-blühenden Vogelkirschbäumen, die den parkenden Autos auch Schatten spenden. Eine breite Zufahrtsstraße führt zu den Parkflächen, während ein gepflasterter Gehweg die "Alte Schule" barrierefrei an den Marktplatz anbindet.
Die Bedeutung dieses barrierefreien Zugangs betonte Rosemarie Wolf als Verantwortliche für das Haus von Regens-Wagner in Redwitz. "Heute ist die Auftaktveranstaltung für ein barrierefreies Redwitz", erinnerte sie und lud in diesem Zusammenhang die Anwesenden auch zu einem Besuch in der "Alten Schule" ein (siehe untenstehender Artikel).
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