Adelsdorf

Ortsentwicklungskonzept für Adelsdorf: Wünsche der Bürger einbeziehen

Sabine Memmel Wie soll sich die Gemeinde in den nächsten Jahren entwickeln? Was ist das Besondere an Adelsdorf? Was die Alleinstellungsmerkmale? Um das hera...
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Sabine Memmel

Wie soll sich die Gemeinde in den nächsten Jahren entwickeln? Was ist das Besondere an Adelsdorf? Was die Alleinstellungsmerkmale? Um das herauszufinden, überlegt die Gemeinde, ein Ortsentwicklungskonzept erstellen zu lassen. Nach mehrfachem Wunsch in der letzten Gemeinderatssitzung lud der Haupt- und Finanzausschuss dazu Gunter Schramm vom Planungsbüro "Planwerk" aus Nürnberg ein.
Unter Einbeziehung möglichst vieler lokaler Akteure soll bei einem Ortsentwicklungskonzept die gesamte Gemeinde in Augenschein genommen werden. Nicht nur der Hauptort, auch die Ortsteile und über die kommunalen Grenzen hinaus. "Aus Anregungen und Wünschen entstehen Themenworkshops sowie Maßnahmen und Projekte", erklärt Schramm.
Der Geschäftsführer empfiehlt dabei, breit an die Thematik heranzugehen. Verkehr und Mobilität, Wirtschaft, Barrierefreiheit - das alles sollte hinterfragt werden sowie Defizite und Perspektiven aufgezeigt werden. Mitwirken könne jeder, der möchte: Neben dem Gemeinderat und der Verwaltung auch Vertreter aus der Wirtschaft, dem Tourismus, aus Verbänden, Vereinen und Schulen und natürlich die Bürger selbst. Je größer die Beteiligung, desto besser.
Zudem stelle ein solches Konzept die Möglichkeit dar, verschiedene Förderprogramme in Anspruch nehmen zu können. Das Ortsentwicklungskonzept soll des Weiteren auf den Flächennutzungsplan angewendet werden, der aktuell für die nächsten 15 Jahre überarbeitet wird. "Der Flächennutzungsplan macht gesamtörtliche Aussagen. Das Ortsentwicklungskonzept geht in die Tiefe und macht eine Stärken-Schwächen-Analyse", sagt Schramm.
Für Andreas Maier (CSU) ist das Einbinden der Bevölkerung ganz entscheidend. Gerade was die Ortsteile oder die Ortskernbelebung angeht. Doch wie gehe man sicher, dass alle Ideen gehört werden? "Es sollten Themen bearbeitet werden, die die Leute bewegen. Es darf aber auch kein Prozess sein, der ausufert", sagt Schramm. Wovor er außerdem warnte, Bürger zunächst zu aktivieren und deren Vorschläge dann nur abzulehnen: "Die Bürger müssen schon das Gefühl haben, dass sich ihre Wünsche in Ihren Entscheidungen wiederfinden."
Günter Münch (FW) wollte wissen, wieviel die Gemeinde solch ein Ortsentwicklungskonzept kosten würde. Als grobe Hausnummer bei einer Ortsgröße von Adelsdorf gab Schramm eine Summe von rund 50 000 Euro an. Die einzelnen Fraktionen sollen die Bedeutung dieses Konzeptes jetzt in ihren Gremien vorstellen.
Jörg Bubel (SPD), bis vor kurzem selbst noch Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, meldete sich aus den Zuhörerreihen: "Ich halte das für ein sinnvolles Projekt. Ein Problem wird sein, die Bürger vom Reuthsee zu integrieren."







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