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Obertrubach
Gemeinderat 

Obertrubach zapft Fördertopf an

Für das Kommunalinvestitionsprogramm hat die Gemeinde Sanierungsmaßnahmen an ihren Gebäuden in Höhe von 290 000 Euro angemeldet. So sollen das Rathaus und die Grundschule Bärnfels energetisch fit gemacht werden.
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Obertrubach — Ein Highlight der jüngsten Gemeinderatssitzung bedeutete das vom Bund aufgelegte Kommunalinvestitionsprogramm, das den Kommunen oft unerwartetes Geld in die Kassen spült. 3,5 Millionen Euro stehen im Landkreis Forchheim zur Verteilung an. Obertrubach bewarb sich nach einer Dienstbesprechung am 14. Januar kurzfristig und kann bei 260 000 förderfähigen Kosten 90 Prozent Zuschuss erwarten.
Aufgrund des Abgabetermins am 15. Februar bei der Regierung in Bayreuth hatte die Gemeindeverwaltung eine erforderliche Beratungsfirma für die nötigen Gutachten eingeschaltet. Gefördert werden Maßnahmen der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen sowie Maßnahmen des Barriereabbaus und des Städtebaus. Hier ist die Aktivierung innerörtlicher Leerstände gemeint.


Heizung soll saniert werden

Obertrubach meldete Maßnahmen an wie die Heizungssanierung des Rathauses sowie Teilaußendämmung bei Rathaus und benachbartem Mehrzweckhaus. Die Grundschule in Bärnfels erfährt Änderungen wie energetische Sanierung mit Austausch der Glasbausteinfenster im Gymnastikraum und Austausch der Beleuchtungsmittel zugunsten sparsamer LED-Leuchten. Dazu erfolgt die teilweise Dämmung der Außenwände sowie Umdeckung und Isolierung des Daches auf dem Eingangsbereich. Der Bewerbungsprüfung durch die Regierung von Oberfranken ging eine Vorprüfung durch das Landratsamt Forchheim voraus. Bei den erwarteten Kosten von 290 000 Euro wurden die förderfähigen Kosten mit 260 000 Euro beziffert.
Bürgermeister Markus Grüner begrüßte es nachdrücklich und dankte dem Landratsamt, namentlich Landrat Hermann Ulm, dass nicht nur hoch verschuldete Gemeinden bedacht werden, sondern auch Kommunen wie Obertrubach, die ihre Hausaufgaben gemacht hätten und einen soliden Haushalt vorzuweisen haben.
Diverse Bauaktivitäten standen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Debatte. Keine Einwände hat der Rat unter dem Titel Bau- und Grundstücksangelegenheiten mit der fünften Änderung des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes "Kirschgarten" des Marktes Hiltpoltstein. Einstimmig befürwortet hat das Gremium außerdem den Antrag zu Errichtung eines Einfamilienhauses in Geschwand auf Fl. Nr. 4/1 und die formlose Voranfrage der Bebauung eines Grundstückes auf Fl. Nr. 887 in Untertrubach.
Der Breitbandausbau ist zwar in vollem Gange. Der Fertigstellungstermin wird sich aber aus heutiger Sicht von März auf Juni 2016 verschieben, wie Bürgermeister Grüner mitteilte.


Zaun soll Rehe abhalten

Am Friedhof von Obertrubach soll nun endgültig ein Zaun zum Wald hin installiert werden. Man hatte ein Reh in Verdacht, das sich Nahrung dort sucht. Wie Gemeinderat und Kreisjagdfachberater Erich Fiedler anhand der Spuren bestätigte, ist hier eine größere Rehfamilie unterwegs. Das soll kein Dauerzustand sein.
Die Grundschule in Bärnfels wurde evaluiert. Mit der Präsentation der Ergebnisse ist Ende April 2016 zu rechnen. Die Zahl der Verbandsschüler des Schulverbandes Gößweinstein betrug am 1. Oktober 2015 40 Personen. Von den nicht gedeckten Bedarfskosten des Verwaltungshaushaltes von 232 277 Euro hat die Gemeinde Obertrubach 75 637 Euro zu übernehmen.
Verabschiedet wurden im Rat auch die Bedarfsmeldungen der vier Feuerwehren der Gemeinde Obertrubach in Höhe von 7067 Euro. Dabei fallen auf die FFW Obertrubach 795 Euro, auf Geschwand 2295 Euro, auf Wolfsberg 1207 Euro und auf Bärnfels 2770 Euro.


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