Oberleiterbach

Oberleiterbach wird mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet

Das Bayernwerk hat zum dritten Mal den mit Unterstützung der Regierung von Oberfranken ins Leben gerufenen Bürgerenergiepreis vergeben. Der Preis ist mit in...
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Das Bayernwerk hat zum dritten Mal den mit Unterstützung der Regierung von Oberfranken ins Leben gerufenen Bürgerenergiepreis vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. 3000 davon gingen an die Energiegenossenschaft Oberleiterbach beziehungsweise an das "Bioenergiedorf" Oberleiterbach in der Marktgemeinde Zapfendorf. Reiner Zapf-Willmer ist einer der drei Genossenschaftsvorstände, wir sprachen mit ihm.

Herzlichen Glückwunsch zu der Auszeichnung! Was bedeutet diese für Sie und Ihre Mitstreiter und damit für Oberleiterbach?
Reiner Zapf-Willmer: Wir empfinden das alle als Anerkennung für die in den letzten drei Jahren geleistete Arbeit, die uns letztlich das Siegel Bioenergiedorf gebracht hat. Die Arbeit, die mit dem Projekt Dorfernenerung begonnen hat und aus der heraus die Idee mit der Energiegenossenschaft entstanden ist und die in den letzten drei Jahren zusammen mit dem Bau des Nahwärmenetzes umgesetzt wurde. Unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit der 37 Genossenschaftsmitglieder also. Über das Ganze könnte man gut ein Buch schreiben. Bedeutend für uns ist jedenfalls die Anerkennung von Expertenseite für ein Werk, das wohl seinesgleichen sucht.

Was haben Sie nun mit dem Preisgeld vor?
Dazu gibt es im Moment wohl mehrere Ideen. Eine geht in die Richtung Elektromobilität. Der Landkreis Bamberg hat hier ja eine Vorreiterrolle. Wir sind zum Beispiel im Gespräch, ob mit der Gemeinde Zapfendorf E-Car-Sharing in Frage käme. Da ist freilich noch nichts in trockenen Tüchern. Ansonsten gibt es auch verschiedene weitere Ideen. Wir werden sicherlich eine sinnvolle Verwendung finden. Wir haben übrigens immer noch kein Schild, das am Ortseingang auf das Bioenergiedorf aufmerksam macht.

Mit dem Siegel Bioenergiedorf werden Sie es wohl nicht bewenden lassen. Wie sehen die nächsten Ziele im 270-Einwohner-Dorf aus?
Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass wir in Sachen Energie hervorragend aufgestellt sind. 55 Prozent der Haushalte werden mit Nahwärme versorgt, in diesem Jahr haben zwei neue Häuser angeschlossen, im Frühjahr kommt ein weiteres hinzu. Und wir haben weitere Kapazitäten. So gilt es, dies an Bauwillige zu kommunizieren. Durch den Anschluss sparen sie sich allein zwei Räume - für die Heizung und für die Öllagerung etwa. Ansonsten produzieren wir zehn Mal mehr Energie, als wir verbrauchen. Deswegen haben wir schließlich auch das Siegel erhalten. Es tut sich was in Oberleiterbach, und jetzt sind wir auch noch mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet worden, unser bisheriger Beitrag zur Energiewende.

Die Fragen stellte Anette Schreiber

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