Bamberg

Oberhaid gelingt Überraschung

Fussball-Bezirksliga Oberfranken West   Der Treffer von Pascal Seidelmann bescherte dem FCO einen 1:0-Sieg beim Spitzenreiter in Coburg.
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SV Dörfleins - SV Memmelsdorf II. Den Dörfleinser Philipp Ramer (r.) verfolgt das Memmelsdorfer Talent Wladislaw Nikiforow.
SV Dörfleins - SV Memmelsdorf II. Den Dörfleinser Philipp Ramer (r.) verfolgt das Memmelsdorfer Talent Wladislaw Nikiforow.
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Bamberg — Durch den Coburger Ausrutscher rückte der TSV Ebensfeld mit dem knappen 2:1-Erfolg gegen Meeder bis auf drei Punkte an den Spitzenreiter heran. Erfolgreich war auch der SV Merkendorf, der in einer hitzigen Partie gegen Ebern 2:0 gewann. Wie ein Absteiger präsentierte sich der SV Dörfleins bei der 1:3-Heimniederlage gegen die Memmelsdorfer Talente. Den Aufwärtstrend fortsetzen konnte Schlusslicht Rattelsdorf mit dem 2:1-Sieg in Hirschaid.

SV Dörfleins -
SV Memmelsdorf II 1:3
In einer schwachen Partie siegten die jungen Memmelsdorfer verdient. Dörfleins wirkte aufgrund der letzten Ergebnisse verunsichert und spielte wie ein potenzieller Absteiger. Die Gäste spielten aus einer sicheren Defensive und hatten nach 20 Minuten bereits zwei riesen Chancen, um in Führung zu gehen. Die Heimelf kam nur selten in den Strafraum der Gäste und wurde zudem noch vom jungen SR-Assistenten bei zwei Entscheidungen klar benachteiligt. So blieb es bis zur Pause beim enttäuschenden 0:0. In der 49. Min. gingen die Gäste nach einem verunglückten Abschlag von Torhüter M. Franzen in Führung. Dörfleins konnte sich in der Folge keine einzige Chance erspielen. Erst ein clever ausgeführter Freistoß von C. Linster führte in der 62. Min. zum 1:1. Dörfleins konnte aber nicht nachlegen und wirkte lust- und ideenlos.In der 81.Min. brachte der eingewechselte M. Pfänder die Gäste nach einem Spaziergang duch die Dörfleinser Abwehr mit 2:1 in Führung. Die Entscheidung fiel in der 89. Min.: C. Sowinski schloss einen Konter zum 3:1-Endstand ab.

TSV Hirschaid -
SpVgg Rattelsdorf 1:2
In einer umkämpften und teils hitzigen Partie verlor der TSV Hirschaid im letzten Heimspiel dieses Jahres wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einer kalten Dusche begann dieses Spiel für die Hirschaider, als in der 3. Min. eine Freistoßflanke von Grünert zu Welzer kam, der aus kurzer Entfernung zum 0:1 einschießen konnte. Das Geschehen spielte sich danach überwiegend in der Spielfeldhälfte der Gäste ab. In der 16. Min. scheiterten Hoffmann und Herzog mit ihren Schüssen aus 16 m aufs Rattelsdorfer Tor. Auf der anderen Seite köpfte Derra eine Flanke von Stade knapp neben das Tor. Einen 30-Meter-Schrägschuss von Mruk wehrte Rattelsdorfs Keeper Imhof gerade noch zur Ecke ab. Kurz danach ging ein von Zenglein scharf und flach getretener Freistoß ins Tor, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Ab der 38. Min. mussten die Rattelsdorfer nach einem Platzverweis für Schauer wegen Foulspiels dieses Derby in Unterzahl bestreiten. Sekunden vor dem Pausenpfiff parierte TW Imhof einen technisch gekonnten Drehschuss von Rösler. Nach der Pause versuchten die TSVler, Druck aufs Gästetor auszuüben, doch viele Angriffsversuche scheiterten am ungenauen Passspiel. In der 60. Min. scheiterte Bartilla (60.) noch am Außenpfosten, doch elf Minuten später schob er zum 1:1 ein, nachdem der weit aus dem Tor geeilte Imhof den Ball verfehlt hatte. In der Schlussphase wurde die Begegnung hitzig geführt. Imhof musste in der 80. Min. gegen Bartilla durch beherztes Herauslaufen klären, im Gegenzug blockte die TSV-Abwehr einen gefährlichen Schuss von Grünert ab. Bei einem Gästekonter kam eine Flanke von Stade kurz vor das TSV-Gehäuse, Kensche (83.) köpfte zum 2:1 für die Gästeelf ein. In der 90. Min. musste mit Grünert der zweite Rattelsdorfer wegen eines Foulspiels mit einer Roten Karte das Spielfeld verlassen.

SV Merkendorf - TV Ebern 2:0
Das Spiel nahm sofort Fahrt auf. Bereits in der 4. Min. gab es einen Foulelfmeter für die Mer kendorfer, nachdem Manu Meyer im Strafraum vom Torwart gefoult worden war. Frank Schneider übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch am Gästekeeper. Doch die Schwarz-Gelben zeigten die richtige Reaktion und setzten sofort nach. In der 9. Min. erzielte Manu Meyer nach einer schönen Einzelaktion die Führung für die Mannschaft von Trainer Josef Geyer. Die Gäste hatten sich danach nicht mehr im Griff. Sven Kapell verlor die Nerven: Sein brutales Foul gegen Joe Lorber wurde mit der Roten Karte bestraft. Die anschließende Sachbeschädigung von Kapell zeigte, wie groß der Frust der Gäste war. Danach hatten die Hausherren die Begegnung fest im Griff, vorerst versäumten sie es aber, die Führung auszubauen. Eine verunglückte Flanke von W. Kappel landete an der Latte. Die zweite Halbzeit begannen die Gäste wesentlich aggressiver und bestimmten trotz Unterzahl die Begegnung. Gefährlich wurde es aber erst wieder in der 68. Min., als Ammon mit einem Freistoß an Michael Menze scheiterte. Die Gastgeber fanden einfach nicht mehr in die Partie und "bettelten" um den Ausgleich. Kämpferisch gaben die Merkendorfer alles, aber spielerisch war es eine durchwachsene Leistung. Trotzdem hatte Alex Globisch eine gute Chance zum 2:0, scheiterte jedoch am Torwart der Gäste. Besser machte es dann Tobias Weber in der 76. Min., als er entschlossen den Ball unter die Latte hämmerte. In der 80. Min. erzielten die Gäste ein Tor, doch der Schiedsrichter hatte das Spiel zuvor unterbrochen. In der 85. Min. hatte der eingewechselte Michael Ochs das 3:0 auf dem Fuß, setzte den Ball aber neben das Tor.

TSV Ebensfeld -
TSV Meeder 2:1

Die Ebensfelder versuchten vom Anpfiff weg , das Heft in die Hand zu nehmen. Mit der ersten Gelegenheit des Spiels gelang der Führungstreffer. Nach einer Ecke von Björn Vogel verlängerte Christian Quinger den Ball am kurzen Pfosten mit dem Kopf auf Dominik Kremer, der die Kugel in der 5. Min. zum 1:0 über die Linie drückte. Doch fast postwendend fiel der Ausgleich für den TSV Meeder. Nach einem unnötigen Ballverlust in der eigenen Hälfte kam ein Gästespieler am Sechzehner frei zum Schuss, Heimkeeper Heiko Brückner konnte den flachen Ball nur abklatschen und Pascal Wächter schob den Abpraller zum 1:1 ein. Die Einheimischen kamen durch den Gegentreffer aus dem Takt. Wie aus heiterem Himmel fiel dann trotzdem in der 29. Min. der erneute Führungstreffer für die Ebensfelder. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf waren die Gäste nicht im Bilde, Kevin Popp legte von der Grundlinie auf den am Strafraum freistehenden Dominik Eideloth zurück, und der jagte den Ball per Direktabnahme in das Gästegehäuse. Noch vor dem Pausenpfiff wurde Meeders Pascal Wächter nach wiederholtem Foulspiel von Schiedsrichter Dinger mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. Nach dem Seitenwechsel versuchten die Einheimischen gegen dezimierte Gäste, die Entscheidung herbeizuführen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Benedikt Quinger aus spitzem Winkel an Gästeschlussmann Komm. Der TSV Meeder legte nun eine härtere Gangart an den Tag. Glück hatte Gästespieler Hannes Riedelbauch, dass er für ein rüdes Foul an Kevin Popp nur die Gelbe Karte erhielt. Die große Gelegenheit zur Vorentscheidung hatte Dominik Kremer in der 65. Min., doch ein Gästeverteidiger klärte auf der Linie. Selbst als fünf Minuten vor dem Ende ein weiterer Spieler des TSV Meeder mit Gelb-Rot vom Platz flog, war der Gastgeber nicht in der Lage, weitere Chancen herauszuspielen.

FC Coburg - FC Oberhaid 0:1
In seinem letzten Heimspiel vor der Winterpause musste Spitzenreiter FC Coburg gegen den FC Oberhaid eine überraschende 0:1-Niederlage quittieren. Die Coburger erwiesen sich zum wiederholten Male gegen extrem tief stehende Widersacher als wenig kreativ. "25 Minuten lang waren wir klar besser. Dann haben wir uns in Zweikämpfen aufgerieben, anstatt das Spiel zu machen und den Ball laufen zu lassen. Wir verloren völlig zu Recht", lautete das Fazit von FCC-Interimscoach Markus Fischer. FCO-Torhüter Roman Hochhalter stellte zusammen mit seinen in stoischer Ruhe agierenden Innenverteidigern David Melsa und Michael Fischer die Hausherren in ihrer Entfaltung vor Probleme. Der einzige Treffer der Partie entsprang aus dem Nichts: Nach einer kurzen Ecke zog Pascal Seidelmann (27.) fast von der Torauslinie ab - sein Flatterball schlug hinter dem verdutzten Keeper Jannik Knoch zum 0:1 im langen Eck ein. Der Außenseiter hätte bis zum Seitenwechsel sogar nachlegen können. Wer nach dem Seitenwechsel eine konstruktivere Spielweise der Heimelf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Der unsichere Schiedsrichter Dippold schickte nach einer Schwalbe des Torschützen Seidelmann, der zusammen mit Marcel Kutzelmann für seine Farben für Entlastung sorgte, Leonhard Scheler zu Unrecht mit einer Roten Karte vom Platz. Den überraschenden Dreier des Tabellenzehnten brachte dessen Trainer Alexander Schätz auf einen Nenner: "Coburg besitzt eindeutig das bessere Gesamtpaket. Aber wir haben uns clever zur Wehr gesetzt. Darauf bin ich stolz."
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