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Bamberg

Nur Eigeninitiative hilft

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Bamberg — Mit ihrem Angebot an Läden des täglichen Bedarfs hat die Gartenstadt noch eine "Dorfstruktur". Kirche und Schule sind ebenfalls vorhanden. Es besteht bei den Bürgern aber die Befürchtung, dass mit der Schließung des letzten Supermarkts diese Struktur zusammenbrechen wird, so jedenfalls die Sorge einer Gartenstadterin.
"Wir müssen diese Sache nun selbst in die Hand nehmen", war der Tenor einer Veranstaltung, zu der die GAL eingeladen hatte. Deutlich wurde dabei: In der Gartenstadt gibt es ein großes Bürgerengagement. Eine Gruppe unter Beteiligung des Bürger- und Siedlervereins verfolgt bereits ein Dorfladenkonzept, das in etlichen Dörfern Bayerns schon erfolgreich durchgeführt wird.
Und dieses Konzept müsse von dem eines herkömmlichen Supermarkts abweichen, meinte GAL-Stadtrat Wolfgang Grader. Die Verkaufsfläche des derzeitigen Supermarktes sei für die großen Lebensmittelketten viel zu klein und passe nicht in deren Konzept. "Aus Mitleid kauft keiner ein, das Konzept muss sich wirtschaftlich rechnen und von sich aus attraktiv sein, als Einkaufs- und Kommunikationszentrum, als Mittelpunkt am Gartenstädter Markt", so Grader.
An die GAL wurde der Wunsch herangetragen, das Projekt zu unterstützen und sich für eine wirtschaftliche Förderung einzusetzen. Die anwesenden Bürger wünschten, dass alle an einem Strang ziehen und ein Ergebnis erarbeitet wird, das Modellcharakter auch für andere Stadtteile haben kann. Die beim GAL-Gespräch formulierte Vision geht weiter: Die Weiterentwicklung der Gartenstadt dürfe nicht beim Supermarkt stehen bleiben, sondern müsse in ein Gesamtkonzept zur Steigerung der Lebensqualität münden, um der immer größeren Anzahl an älteren Bürgern, aber auch jungen Familien zu entsprechen. red

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