Coburg

Noch viel Handel in der Innenstadt

Coburg — Der Theaterplatz und die Ketschenvorstadt, das sind Standorte in Coburg, die bereits jetzt schon positiv herausstechen. Problemzone ist zum Beispiel noch die Judengasse. A...
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Coburg — Der Theaterplatz und die Ketschenvorstadt, das sind Standorte in Coburg, die bereits jetzt schon positiv herausstechen. Problemzone ist zum Beispiel noch die Judengasse. An Coburgs Schlossplatz oder auch in der Steinwegvorstadt hingegen sieht das Büro Ackers Partner Städtebau noch besonders großes Potenzial.
So lauten die ersten Ergebnisse von Professor Walter Ackers' Büro für Städtebau, das Coburgs Innenstadt analysierte. Und dieses Ergebnis wurde den Coburgern am Mittwoch bei einem öffentlichen Informationsabend im Steinweg präsentiert. Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) und Coburgs 2.Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) stellten zusammen mit Ackers' Büro für Städtebau und Michael Seidel von der Cima Beratung und Management München erste Ergebnisse und Überlegungen zu Coburgs Integriertem Stadtentwicklungskonzept, kurz Isek, vor.
Michael Seidel zeigte dann noch ein Entwicklungskonzept für den Einzelhandel auf. In diesem ging es unter anderem um die Standorte der Geschäfte und Verkaufsflächen in Coburg. "Nahezu 50 Prozent der gesamten Verkaufsfläche befindet sich in der Innenstadt. Das ist überdurchschnittlich viel, andere Städte freuen sich da über 20 Prozent", erklärt Seidel. Und auch die Mehrheit aller Geschäfte in Coburg befänden sich in der Innenstadt, so der Projektleiter aus München.
Desweiteren vergleicht Seidel das gesamt Umsatzpotenzial mit dem Ist-Umsatz. Dabei stellt sich heraus, dass Coburgs Kaufkraft noch gar nicht komplett ausgeschöpft wird. "Wir haben hier eine Lücke von 67,9 Millionen Euro", erklärt Seidel. Martchancen sieht er vor allem für Schuh- und Sportartikelgeschäften. Auch Geschäfte für Spielwaren, Büroartikel und Schreibwaren könnten seiner Ansicht nach in Coburg Fuß fassen.
Was Seidel als großen Pluspunkt in Coburg ansieht, ist, dass viele Geschäfte Coburgs in privaten Händen liegen. "Diese Uniformität, die heutzutage in vielen großen Städten vorliegt, die gibt es in Coburg gar nicht."
Ganz im Gegenteil, Coburg besitze etwas ganz Einzigartiges. Und zwar die enge Verbindung des Hofgartens zu Coburgs historischer, gemütlichen Innenstadt. Auch das ist Ergebnis der Untersuchungen von Prof. Walter Ackers.
Und genau diese Innenstadt soll durch Isek gestärkt werden. "Wir müssen Allianzen für die Innenstadt schmieden", sagt Coburgs Oberbürgermeister. "Die Innenstadt ist das Herz der Stadt. Und das muss gut durchblutet werden." mo







































Seit nunmehr sieben Jahren gibt es in Coburg das Integrierte Stadtentwicklungskoonzept, kurz Isek. Damals beauftragte die Stadt Coburg das Büro Ackers Partner Städtebau von Prof. Walter Ackers und die cima Beratung und Management GmbH München zur Erstellung eines solchen Konzeptes. Dieses wurde daraufhin am 11.12.2008 vom Stadtrat abgesegnet und beschlossen. Übergeordnetes Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ist es, die überregionale Bedeutung der Stadt Coburg zu stärken sowie deren Innenstadt weiter zu entwickeln.
Infolgedessen fand gestern Abend ein öffentlicher Informationsabend im Steinweg statt. Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Coburgs 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber stellten zusammen mit Büro Ackers Partner Städtebau und Michael Seidel von der cima Beratung und Management GmbH München erste Überlegungen zum neuen Einzelhandelskonzept vor. Außerdem wurde allen interessierten Coburgern Ergebnisse der bereits durchgeführten Bestandsaufnahme präsentiert. In diese werden beispielsweise das Fuß- und Radnetzwerk, die Innenstadt oder auch die Atmosphäre Coburgs als Indikatoren aufgenommen. Daraus werden durch Prof. Ackers Büro Grafiken erstellt, um Coburgs Hotspots, aber auch Plätze mit Handlungsbedarf optisch darstellen zu können. Diese Grafiken zeigen: Standorte in Coburg, die bereits jetzt positiv herausstechen sind der Theaterplatz oder die Ketschenvorstadt. Problemzone ist zum Beispiel noch die Judengasse. An Coburgs Schlossplatz oder auch in der Steinwegvorstadt hingegen sieht das Büro für Städtebau noch besonders großes Potenzial.
Michael Seidel von der cima Beratung und Management GmbH München hingegen präsentierte den Anwesenden ein Entwicklungskonzept für den Einzelhandel. Inhalt dieses Konzeptes war unter anderem Standorte der Betriebe und Verkaufsflächen in Coburg aufzuzeigen. "Nahezu 50 Prozent der gesamten Verkaufsfläche Coburgs befindet sich in der Innenstadt. Das ist überdurchschnittlich viel, andere Städte freuen sich da über 20 Prozent", erklärt Seidel. Und auch die meisten Betriebe befänden sich in der Innenstadt, so der Projektleiter aus München.
Des weiteren vergleicht Seidel das gesamte Umsatzpotenzial mit dem Ist-Umsatz. Dabei stellte sich heraus, dass Coburgs Potenzial noch gar nicht komplett ausgeschöpft wird. "Wir haben hier ein Defizit von 67,9 Millionen Euro", erklärt Seidel. Möglichkeiten, wie die Stadt diese Lücke schließen könnte, präsentiert Seidel gleich im nächsten Atemzug. Potenzial sieht er vor allem in Schuh- und Sportartikelgeschäften. Auch Geschäfte für Spielwaren, Büroartikel und Schreibwaren könnten in Coburg Fuß fassen.
Was Seidel als großen Pluspunkt in Coburg ansieht ist, dass viele Geschäfte Coburgs in privaten Händen liegen. "Diese Uniformität die heutzutage in vielen großen Städten vorliegt, die gibt es in Coburg gar nicht."
Jetzt muss Coburg die Ärmel hochkrempeln, denn um in Tessmers Worten zu bleiben: "Die Innenstadt ist das Herz der Stadt. Und das muss gut durchblutet werden." mo

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