Bad Kissingen

Noch keine Aussage über die Anzahl der Pfarreien

Der Diözesanpastoralrat hat nach ausführlicher Diskussion bei zwei mehrstündigen Sitzungen sein Votum zur Pastoral der Zukunft abgegeben. Das Gremium legt s...
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Der Diözesanpastoralrat hat nach ausführlicher Diskussion bei zwei mehrstündigen Sitzungen sein Votum zur Pastoral der Zukunft abgegeben. Das Gremium legt sich dabei nicht auf eine Richtzahl bei den künftigen pastoralen Räumen fest. "Eine Aussage über die Anzahl der zukünftigen pastoralen Räume kann sich während des Prozesses entwickeln", heißt es in dem Votum. Weiter wünscht sich das Gremium mit Blick auf die Tragweite der anstehenden Entwicklungen eine Diözesansynode.
Das Votum dient Bischof Dr. Friedhelm Hofmann als Orientierungshilfe für sein Wort zur Pastoral der Zukunft, das er 2017 veröffentlichen wird. Weitere Voten haben bereits der Allgemeine Geistliche Rat der Diözese, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg, die Dekanekonferenz sowie der Priesterrat abgegeben.
Deutlich machen die Mitglieder des Diözesanpastoralrats, dass die künftigen pastoralen Räume größer würden. Die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften müssten die Zusammenarbeit in nächster Zeit intensivieren. Die Verantwortlichen vor Ort in Pfarrei, Pfarreiengemeinschaft und Dekanat können laut Votum bei der Gestaltung der zukünftigen Pastoral Unterstützung und kontinuierliche Begleitung einfordern. Den Wunsch einer Diözesansynode begründet das Gremium damit, dass bei einer Synode alle Teile des Volkes Gottes in ihrem unterschiedlichen Anteil an der Sendung der Kirche wahr- und ernstgenommen würden. Die bis dahin installierten synodalen Prozesse würden in eine Diözesansynode münden.


Bitte um Modellversuche

Einstimmig bitten die Mitglieder des Diözesanpastoralrats den Bischof, Modellversuche in unterschiedlicher Art und Weise zur Leitung und Verantwortung in Gemeinden durch Haupt- und Ehrenamtliche im Rahmen des Kirchenrechts ausdrücklich zu erlauben und zu erbitten. Die Mitverantwortung aller Getaufter und Gefirmter für die Gemeinden - einzeln oder im Team - solle ihren Niederschlag unter anderem in neuen Formen der Leitung und Verantwortung in den Gemeinden finden. Gläubige aus den Gemeinden sollten unter Wahrung der besonderen Verantwortung des Pfarrers die örtlichen Gemeinden soweit als möglich leiten. Formen solcher Leitung und Verantwortung müssten erprobt werden. Bereits am 23. Februar 2016 hatte der Allgemeine Geistliche Rat bei seiner Klausursitzung ein Votum zur Pastoral der Zukunft im Bistum Würzburg abgegeben und dies am 8. Oktober 2016 aktualisiert. Grundgedanke dieses Votums ist es, die bisherigen Pfarreien, Kuratien und Filialen künftig als Gemeinden innerhalb neuer Pfarreien zusammenzufassen und an größeren "Pastoralen Räumen" zu orientieren.


Etwa 40 Pfarreien

Der Zuschnitt der neuen Pfarreien und der jeweilige Sitz der Verwaltung würden vom Bischof nach Konsultation der zuständigen Gremien festgelegt, hieß es in dem Votum weiter. Dabei ergebe sich, wenn nach Zentren in der Diözese geschaut werde, die Zahl von zirka 40 Pfarreien. Für jede dieser Pfarreien werde eine Gesamtkirchenstiftung errichtet und eine Gesamtkirchenverwaltung gewählt. Die Kirchenstiftungen und Kirchenverwaltungen in den Gemeinden blieben erhalten.
Am 2. Juli sprach sich der Diözesanrat der Katholiken bei seiner außerordentlichen Vollversammlung gegen ein einheitliches Modell für die Pastoral der Zukunft im Bistum Würzburg aus. Dieses Votum sieht vor, sich nicht einseitig auf eines der derzeit diskutierten Strukturmodelle festzulegen. Zudem sprach sich der Diözesanrat bei seiner Herbstvollversammlung am 15. Oktober für eine Diözesansynode zum Thema aus. Die Dekanekonferenz gab bei ihrer Herbstversammlung ihr Votum ab, der Priesterrat am 13. Oktober. Alle Voten dienen Bischof Hofmann als Orientierungshilfe für seine Vorgabe zur Pastoral der Zukunft. pow

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