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Bad Staffelstein

"No" zur Nord-Ost-Spange

Schwerpunkt bei der Fraktionssitzung der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz (SBUN) war wieder einmal die Nord-Ost-Spange, die den Horsdorfer K...
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Schwerpunkt bei der Fraktionssitzung der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz (SBUN) war wieder einmal die Nord-Ost-Spange, die den Horsdorfer Kreisel mit dem Rommel-Kreisel verbinden soll. Werner Freitag erläuterte, dass der Stadtrat die Planungskosten dafür in den aktuellen Haushalt aufgenommen habe und in der Finanzplanung für die nächsten zwei Jahre Baukosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro vorgesehen seien.
In einer Stadtratssitzung stellte Professor Kurzak ein Gutachten vor, mit dem die Notwendigkeit dieser neuen Straßenverbindung nachgewiesen werden soll. "Alternativen wurden dazu allerdings nicht untersucht", wie Freitag kritisch anmerkte. Neben der Ist-Situation wurde auch untersucht, wie sich die Spange auf die Verkehrsströme auswirken wird. Das Erstaunliche sei, dass selbst mit dieser Straße etwa 80 Prozent des heutigen Verkehrs (rund 7300 Fahrzeuge) täglich im Bereich des Marktplatzes verbleiben würden. Von einer spürbaren Entlastung könne damit nicht die Rede sein.
Die SBUN-Stadträte zweifeln an, dass mit dieser teuren Straße, die neben Flächenverbrauch neuen Lärm in das benachbarte Neubaugebiet bringe, tatsächlich die gewünschte Entlastung der Lichtenfelser Straße erreicht werden könne. Auch einige Nachbarn zeigten sich enttäuscht von der geplanten NO-Spange, die diesseits der neuen Lärmschutzwand das Wohngebiet belaste. Damit hätten sie nicht gerechnet.
Zunächst müsse aber klar sein, wie die Lichtenfelser Straße in Zukunft genutzt und gestaltet werden soll. Erst danach könne festgelegt werden, wie dieses Ziel erreicht werden kann, folgerte Werner Freitag. Die SBUN hätte außerdem Vorschläge entwickelt, wie auch ohne neue Straße die jetzige Staatsstraße aus der Altstadt verlegt werden könnte. Der äußere Frankenring und die Autobahn spielten hierbei die entscheidende Rolle. Dass der Lückenschluss auch über die A 73 möglich sei, zeige der Verlauf der Staatsstraße 2204 vom Lautergrund nach Unnersdorf. Danach könne mit der Umgestaltung der Lichtenfelser Straße und des Marktplatzbereiches begonnen werden. Vorher könnte aber schon die Umgestaltung und Aufwertung der Horsdorfer Straße zur Verkehrsberuhigung beitragen. Da sie eine städtische Straße ist, könnte dies sofort umgesetzt werden. Wegen der Enge fordern die Stadträte außerdem als Sofortmaßnahme Tempo 30 zwischen "Grüner Baum" und Theramed. red

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