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Bamberg

Neun Bamberger Jugendteams lernen in Wien "internationale Härte"

Die wohl größte Basketball-Veranstaltung für Jugendmannschaften findet alljährlich in Wien statt. In diesem Jahr gingen bei der 27. Auflage des Osterturnier...
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Sabrina Weinkauf
Sabrina Weinkauf
Die wohl größte Basketball-Veranstaltung für Jugendmannschaften findet alljährlich in Wien statt. In diesem Jahr gingen bei der 27. Auflage des Osterturniers in der österreichischen Hauptstadt 485 Mannschaften aus 23 Ländern und drei Kontinenten auf Korbjagd. Darunter waren auch neun aus dem Raum Bamberg, die mit zwei Reisebussen die Fahrt an die Donau antraten. Die internationalen Begegnungen unter der Leitung von Schiedsrichtern aus aller Herren Länder waren für alle Teilnehmer wieder eine Bereicherung nicht nur ihres basketballerischen Lebenslaufes.


Halbfinale für U16-Mädchen

Am erfolgreichsten schnitten die U16-Mädchen der DJK Brose Bamberg ab, die in ihrer Konkurrenz bis ins Halbfinale vorstießen, und das ohne ihre Nationalspielerinnen Julia Förner, Magdalena Landwehr und Kim Siebert. Dem nur zu siebt angetretenen Team von Trainer Konstantin Hammerl fehlte nach Siegen über SE Paks aus Ungarn (50:49 n.V.) sowie dem BBC Denderleeuw aus Belgien (54:50) im Semifinale gegen das oberösterreichische Auswahlteam aus Linz nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (26:26) nicht viel zum großen Wurf (46:62). "Der größte Lerneffekt für uns alle war sicherlich die internationale Härte. Jede war bereit, auch bei dem ein oder anderen ausbleibenden Pfiff den Kopf nicht in den Sand zu stecken und weiter konzentriert zu spielen", sagte Sabrina Weinkauf und blickte voraus: "Von diesem Spirit und Auftreten können wir im Hinblick auf das Ende April stattfindende Top4 der WNBL alle nur profitieren", nimmt Weinkauf für sich und ihre Mannschaftskameradinnen viele lehrreiche sportliche Erkenntnisse aus der Karwoche mit. Daneben erreichte die Hammerl-Truppe beim Dreipunkte-Wurfwettbewerb ebenfalls das Semifinale.
Die U18-Mädels der DJK trat aufgrund alterstechnischer Beschränkungen außer Konkurrenz an und hatten somit trotz der Vorrundensiege am abschließenden Ausscheidungs-Karfreitag spielfrei.
Die U13-Mädchen der DJK Bamberg um Trainer Jimmy Hummel schieden durch Verletzungen dezimiert nach einem Kantersieg über Union Döbling (Österreich) und Niederlagen gegen die Ungarinnen aus Szechenyi (26:44) und TuS Lichterfelde (17:27) in der Vorrunde aus.
Die U16-Jungs der DJK Bamberg verloren ihre drei Vorrundenspiele gegen die Letten aus Talsu (27:50), die Giants aus Düsseldorf (29:31) und den späteren Halbfinalisten VKL Vikings (22:57). In der anschließenden "Low-Gruppe" am vierten und fünften Turniertag feierten die DJKler aber in ihren beiden Spielen noch Siege.


Bischberger Jungs unglücklich

In der gleichen Altersklasse schieden die Bischberg Baskets von Trainer Marco Schott sehr unglücklich aus. Trotz zweier Siege über den ASC Theresianum Mainz II (52:50) und die Italiener von Barcolana Trieste (62:34) reichte es bei einer Niederlage gegen die Azzurri von Am La Torre ASD (35:44) im Dreier-Vergleich nicht für die nächste Runde. In der Platzierungsrunde feierten die Bischberger noch einen 56:49-Sieg über Rasta Vechta II und kassierten noch zwei Klatschen gegen Bologna und Budapest.
In der U18 waren mit dem TSV Breitengüßbach und dem Post-SV Bamberg ebenfalls zwei Jungen-Teams am Start. Die Güßbacher starteten in einer stark besetzten Gruppe mit Gegnern aus Lettland, Belgien, Gießen und Wien. Gegen Gießen verloren die TSVler aufgrund eines verschlafenen Starts mit drei Punkten. Gegen das Top-Team aus Riga machten die Oberfranken bei einem 20-Punkte-Vorsprung zur Pause schon früh alles klar. Nach dem Sieg über die Belgier von WMG Basket ging es tags darauf gegen die Basket Flames aus Wien ums Weiterkommen. Trotz eines Zehn-Punkte-Vorsprungs zur Pause verlor der TSV noch mit 38:43 und schied aus.
Das U18-Team des Post-SV Bamberg um die Trainer Yannik Wudi und Lisa Vatter zahlte gegen die hochkarätigen Gegner aus Köln, Luxemburg, Kanada und Belgien Lehrgeld. Gegen körperlich und technisch stärkeren Gegner taten sich die Jungs schwer, ins Spiel zu finden. Aufgrund von einigen Fehlern und mangelnder Konzentration lief man im Verlauf der Spiele einem immer höher werdenden Rückstand hinterher. Daher verloren die Bamberger den Vergleich mit den anderen vier Teams deutlich. Dennoch war das Turnier für die Postler basketballerisch wie menschlich eine tolle Erfahrung an.
Die U20 der DJK Bamberg gewann lediglich eines ihrer vier Vorrundenspiele. Gegen Nördlingen gab es einen 65:46-Sieg. Gegen Basket 2000 Wien, den Turnierzweiten TK Hannover und die Berlin Tigers setzte es jeweils Niederlagen, die das frühe Aus bedeuteten.
Das jüngste Jungenteam (U13/U14) schickte der TTL Bamberg ins Rennen. In der U13 kämpften die durch Krankheit verbliebenen "glorreichen Sieben" gegen überlegene Gegner von TK Hannover (30:55) und Honved Budapest (28:47) vergeblich, standen aber gegen die Italiener von Pallacanestro Arcello beim 30:33 vor einer Überraschung. Die U13er unterstützten ihre älteren Teamkollegen in der U14-Runde noch tatkräftig auf dem Spielfeld. Die Truppe um das Trainergespann Udo Schilling/Petra Bierlein gewann ihr Auftaktmatch gegen die Österreicher von Union Döbling mit 65:34, kassierte dann aber noch Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt sowie zwei belgische Teams und spielte in der Platzierungsrunde weiter. Hier feierten die TTL-Jungs nach Siegen über ein belgisches Team und über Cottbus bei einer Niederlage gegen Italiener noch den Gruppensieg. Nach insgesamt zehn Spielen an vier Tagen zog das von Luis Ratschker mitbetreute TTL-Team eine zufriedenstellende Bilanz. us

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