Steinwiesen

"Neuer" Kirchenvorplatz wurde unter den Schutz und Segen Gottes gestellt

Mit einer feierlichen Segnung wurden die behindertengerechte Erschließung des Pfarrsaals und der Pfarrkanzlei, sprich des Aufzugs und der barrierefreien Toi...
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Mit einer feierlichen Segnung wurden die behindertengerechte Erschließung des Pfarrsaals und der Pfarrkanzlei, sprich des Aufzugs und der barrierefreien Toilette, sowie der Brandschutzmaßnahmen und des neu gestalteten Kirchenvorplatzes unter den Schutz und Segen Gottes gestellt.
Am Tag der Kirchweih der Pfarr- und Wallfahrtskirche "Mariae Geburt", 120 Jahre nach dem Umbau des Gotteshauses mit dem Anbau der Seitenschiffe, wurde nun ein letzter Bauabschnitt gesegnet. Pfarrer Richard Reis dankte allen Pfarrangehörigen, die so gut finanziell mitgeholfen haben. Sein besonderer Dank galt auch dem Architektenbüro Schöttner und dem Marktgemeinderat. Reis konnte berichten, dass seit dem Anfang der Bauarbeiten an Kirche und Kindergarten mit dem Anbau der Kinderkrippe über drei Millionen Euro verbaut wurden. Nun sei es fertig, das Ensemble mitten in Steinwiesen.
Bürgermeister Gerhard Wunder bezeichnete es einmal als "Schatzkästchen von Steinwiesen". Und tatsächlich ist das gesamte Ensemble mit Kirche, Rathausplatz, Rathaus, Kirchenvorplatz und Heimatmuseum sowie der kompletten brandschutzmäßigen Ertüchtigung des Pfarrheims ein Gesamtbild geworden, das einem Schatzkästchen sehr nahe kommt.
"Aber es war irgendwie ein Kreuzweg. Bereits vor vier Jahren haben die Planungen für einen Außenaufzug begonnen, doch trotz einem k. o. von seiten des Denkmalschutzes kam der Plan nicht zum Tragen - es passte manchem einfach nicht", führte Pfarrer Richard Reis aus. Also wurde wieder umgeworfen, diskutiert, angepasst, neu geplant usw. Nach der Kirchensanierung und der Teuerung des Kirchturms war der Aufzug aus Geldmangel in weite Ferne gerückt und an eine Sanierung des Kirchplatzes wie geplant nicht mehr zu denken. Und wieder wurde geplant, verworfen, neu geplant usw.
Die Option der städtebaulichen Förderung kam wieder ins Spiel, aber es mussten leider viele Ideen geändert und Abstriche hingenommen werden, um in den Genuss zu kommen. Endlich konnte es im Mai 2016 losgehen und die Arbeiten zogen sich ein ganzes Jahr hin. Die Firmen, die wirklich ein Angebot abgaben, waren total überlastet und so zögerte sich nicht nur der Umbau hinaus. "Aber für eines bin ich sehr dankbar. Die Arbeiten waren immer gut begleitet vom Segen des Herrn, unfallfrei und unter seinem Schutz", schickte Pfarrer Reis ein Vergelt's Gott nach oben.
Unter den Klängen des Musikvereins Steinwiesen und der Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn und der Teilnahme der Vereine mit ihren Fahnen und der Bevölkerung segnete Pfarrer Reis nun das Gebäude und die Außenanlagen mit Weihwasser.
An diesem feierlichen Tag wurde bereits nach der Kirchenparade der örtlichen Vereine und der politischen und kirchlichen Gremien ein Hochamt zum Kirchweihfest gefeiert. Der Musikverein Steinwiesen und die Chorgemeinschaft Steinwiesen/Nurn umrahmten den Gottesdienst. Mit dem "De teum" klangen die Stimmen und Instrumente gewaltig durch das 541-jährige Gotteshaus zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.
Bürgermeister Gerhard Wunder bezeichnete die Segnung des Kirchenvorplatzes als einen sehr schönen Abschluss der langen Bauarbeiten. "Es war uns den finanziellen Aufwand wert, um das Ensemble Kirche, Rathaus und Heimatmuseum mit den Plätzen so schön zu gestalten. Es ist eine Aufwertung des gesamten Ortsbildes und ein Musterbeispiel der Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche", betonte Wunder. Den Kostenanteil der Gemeinde bezifferte er auf 83 000 Euro.Für die Kirche stehen noch etwa 250 000 Euro Kosten an. sd
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