Ebern

Neue Gruppe hilft bei Depressionen

Ebern — In Ebern ist die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die an Depressionen und Angststörungen leiden, geplant. Dies teilt die Leiterin der Kontakt- und Information...
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Ebern — In Ebern ist die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die an Depressionen und Angststörungen leiden, geplant. Dies teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KOS), Monika Strätz-Stopfer, am Landratsamt Haßberge mit. Das erste Treffen findet am Dienstag, 10. Februar, um 19 Uhr in der VHS Ebern statt.
Wer Interesse an der Teilnahme in dieser Selbsthilfegruppe hat, kann sich bei der KOS unter der Telefonnummer 09521/27313 melden. "Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt", versichert die Kontaktstelle.

Viele Betroffene

Immer mehr Menschen leiden an einer Depression. Allein in Deutschland sind zirka 6,5 Millionen Menschen betroffen. Eine Depression geht in ihrem Ausmaß weit über ein normales Stimmungstief hinaus: Sie ist von anhaltend tiefer Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Energielosigkeit geprägt. Hinzu kommen schwermütige Gedanken und Grübeleien. Das Empfinden für Freude geht verloren, ebenso das Interesse für die Umgebung, nahe stehende Menschen und Hobbys.
Dieser Zustand kann so belastend werden, dass er das Denken und Handeln blockiert: zum Beispiel das Treffen von Entscheidungen oder die Fähigkeit, ganz normale Dinge des Alltags zu bewältigen. Die Folge sind Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle, Mutlosigkeit und Ausweglosigkeit. Eine quälende Lage, die dazu führt, dass sich zusätzliche, ausgeprägte Ängste breit machen. Die gesamte Situation kann für einen Betroffenen mit der Zeit sogar so unerträglich werden, dass er nicht mehr leben will.

Die Ziele der neuen Gruppe

Hier kann eine Selbsthilfegruppe wertvolle Hilfe und Unterstützung bieten. Ziel der Gruppe soll sein, sich Tipps im Umgang mit dieser Erkrankung zu geben, sich gegenseitig zu unterstützen, neues Selbstbewusstsein aufzubauen, Wege aus möglicher Isolation zu finden und sich über die neuesten Behandlungsmethoden sowie über psychosomatische Kliniken auszutauschen. red

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