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Bayreuth
Basketball 

Narrenfreiheit für Bonner Angriff

Das US-Trio der Telekom Baskets - Gamble, Thompson und Mayo - erzielt gegen Medi Bayreuth zusammen 74 Punkte.
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Der Bayreuther Kyan Anderson (l.) im Duell mit dem überragenden Bonner Josh Mayo Foto: Mularczyk
Der Bayreuther Kyan Anderson (l.) im Duell mit dem überragenden Bonner Josh Mayo Foto: Mularczyk
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat beim traditionellen Karnevalsspiel der Telekom Baskets Bonn nach einer mitreißenden Offensivschlacht mit 94:101 (54:46) die sechste Saisonniederlage kassiert und somit in Addition mit dem 83:78-Hinspielsieg auch den direkten Vergleich mit den Rheinländern verloren.
Vor 6000 maskierten Zuschauern in dem seit Wochen ausverkauften Bonner Telekom-Dome legte US-Centerspieler Julius Gamble die Grundlage, dann übernahm Topscorer Ryan Thompson, und schließlich machte Josh Mayo den Sack für die Bonner zu. Das ist die Kurzfassung der sechsten Bayreuther Saisonniederlage.
Dabei hatte die Partie vielversprechend für die Schützlinge von Headcoach Raoul Korner begonnen, der auf Robin Amaize (Mittelfußverletzung) und kurzfristig auch auf David Gonzalvez, der Vater geworden ist, verzichten musste. Medi Bayreuth war konzentriert in die Partie gestartet und hatte sich nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel (25:25, 10.) im zweiten Spielabschnitt zweistellig absetzen können (34:44, 17.), bevor beim 46:54 (20.) die Seiten gewechselt wurden.
Medi Bayreuth zeigte bis zu diesem Zeitpunkt das bessere Mannschaftsspiel, nutzte immer wieder konsequent zweite Wurfchancen, bekam aber Julius Gamble nicht in den Griff.
Weder Assem Marei noch Andreas Seiferth konnten den kantigen Bonner US-Center wirksam vom Brett fernhalten und gestatteten ihm in der ersten Hälfte 19 seiner 29 Punkte.


Thompson dreht auf

Nach dem Seitenwechsel drehte Ryan Thompson (22 Punkte) bei den Rheinländern auf. Der Flügelspieler suchte nun immer wieder erfolgreich das Eins-gegen-eins, nutzte seine körperlichen Vorteile gegenüber Lewis und Linhart und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Hausherren bis zur letzten Viertelpause die Führung (76:71, 30.) zurückerobern konnten.
Als die Bonner nach einem Dreier des nun immer stärker aufspielenden Josh Mayo zu Beginn des letzten Viertels auf 85:73 (33.) davongezogen waren, schien bereits eine Vorentscheidung gefallen. Doch Medi Bayreuth stemmte sich der drohenden Niederlage entgegen und konnte nach einem energischen Zwischenspurt in der 39. Minute durch einen Dreier von Trey Lewis mit 94:92 in Führung gehen. Gamble konterte postwendend (94:94), bevor Lewis einen weiteren Versuch von jenseits der 6,75-Meter-Linie an die Ringkante setzte. Besser machte es Mayo, der 15 Sekunden vor dem Spielende mit seinem fünften Dreier auf 97:94 erhöhte.


Fehler von Linhart

Dann war es ausgerechnet Bayreuths umsichtiger US-Routinier Nate Linhart, der den folgenden Einwurf in die Hände von Yorman Polas Bartolo spielte, der nur mit einem unsportlichen Foul am Korberfolg gehindert werden konnte. Polas traf einen seiner beiden Freiwürfe (98:94, 40.), bevor der letztjährige Bayreuther Kenneth Horton in der Schlusssekunde mit einem Dreier aus rund neun Metern auch noch den direkten Vergleich in die ehemalige Bundeshauptstadt holte.
"Unsere Defensivleistung war heute schwach. Julian Gamble konnte machen, was er wollte. Wir sind offensiv gut gestartet, hatten dann aber eine längere Phase, in der wir nicht punkten konnten. Josh Mayo hat uns letztlich erlegt", fasste Korner nach der Partie sichtlich angefressen zusammen. Beste Bayreuther waren Marei, Linhart und Lewis.


Telekom Baskets Bonn -
Medi Bayreuth 101:94 (46:54)
Telekom Baskets Bonn: Gamble (29), Mayo (25/5), Thompson (22/1), Horton (15/3), Bartolo (7/0), Koch (3/1), Möller, Silins, DiLeo, Sanders, Richter, Blass
Medi Bayreuth: Marei (22), Lewis (18/4), Linhart (18/2), Anderson (10), Seiferth (10), Brooks (6/0), Doreth (5/1), Wachalski (5/1), Trieb, Adler
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