Kronach

Name Faust-Festspiele ist Vergangenheit

Vorstellung  Im Tourismusausschuss präsentierte Designer Rolf Hering die neue Wort-Bild-Marke zu den Festspielen, die nun "Rosenberg-Festspiele" heißen, wie der Ausschuss beschlossen hat.
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von unserem Mitarbeiter 
Karl-Heinz Hofmann

Kronach — Nun steht es fest: Die ehemaligen Faust-Festspiele heißen künftig Rosenberg-Festspiele. Das hat der Tourismus-, Stadtmarketing- und Sozialausschuss am Montag in seiner Sitzung beschlossen.
Der Name hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Deshalb hat sich der Ausschuss damit beschäftigt, obwohl sich der Stadtrat bereits für den neuen Namen ausgesprochen hatte. Allerdings waren danach unter anderem aus der Bevölkerung auch kritische Stimmen bezüglich des neuen Namens gekommen, hatten sich die Faust-Festspiele doch über Kronach hinaus einen Namen gemacht, wie auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) stets betonte. Der Kronacher Designer Rolf Hering erörterte den Ausschussmitgliedern den zukünftigen Markenauftritt der Festspiele. So wird der bisherige Markenauftritt der "Faust-Festspiele" in seiner inhaltlichen und visuellen Kommunikation unter dem neuen Festspielnamen "Rosenberg Festspiele" verändert, gleichzeitig geschieht dies aber im Rückgriff auf Elemente des bereits bestehenden Markensystems der Stadt Kronach.
Die neue Bild- und Wortmarke sei klar, prägnant und verständlich sowie aus dem bestehenden Markensystem der Stadt Kronach entwickelt. Konkret heißt das für die Marke "Rosenberg-Festspiele" Folgendes: Die Marke löst sich vom engen Faust-Bezug und zielt auf ein Kulturereignis mit breiterem und flexiblerem Angebot. Ziel der neuen Wort-Bild-Marke ist es, das beliebte und bewährte Sommerereignis auf dem Rosenberg zu erhalten, zu fördern und zu stärken, und zudem die Marke "Rosenberg" neben der Marke "Cranach" zu etablieren.


Überrascht und angetan

Auch über einen griffigen Slogan wurde nachgedacht. Zusätzlich sollen ein Fünfeck-Grundriss der Festung und eine fünfeckige Darstellung der Rose im Stadtwappen von Kronach für Plakate und Flyer und andere Werbemittel einen Hingucker und eine einprägsame Identifikation in der Werbung erwirken und so als markantes Leitmotiv dienen. "Wir haben nicht viel verändert, aber richtig", hob Hering hervor. Die Vorschläge des Werbeexperten fanden die Zustimmung auch im Unterstützerkreis, für den Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) im Ausschuss für die neue Namensgebung plädierte. Nicht nur Bürgermeister Beiergrößlein konnte sich für diese Vorschläge begeistern, positiv überrascht und regelrecht angetan zeigte sich auch Jonas Geissler (CSU-Stadtrats-Fraktionsvorsitzender). Sei er anfangs doch mit einem Namenswechsel nicht einverstanden gewesen, sah er diese Marke "Rosenberg-Festspiele" nun als sehr gut an. "Das gefällt mir, ich bin wirklich begeistert und finde das verliebenswert", äußerte Geissler. Zwar werde man wohl anfangs mit Besuchereinbußen rechnen müssen, "aber auf Dauer werden wir den Anstieg wieder schaffen".
Winfried Lebok (CSU) hatte zunächst bei der Namensgebung auch den Frankenwald im Hintergedanken. Doch das vorgetragene Konzept fand er "hervorragend gelungen". Heinz Hausmann (CSU) stellte ein großes Interesse der Bevölkerung an der Namensgebung fest. Die Diskussion im Vorfeld habe dies gezeigt und das sei positiv zu bewerten. Die Entscheidung für "Rosenberg-Festspiele" hält er für den richtigen Weg. Jens Schick (FW) fand die Präsentation "ganz klasse". Martina Zwosta (FL) war ebenfalls überzeugt vom Namen und der Wort-Bild-Marke sowie dem Slogan "...ganz oben, Theater auf der Festung". Hans Simon (SPD) meinte, es werde eine Zeit dauern, bis der neue Name und das Leitmotiv eingeprägt sind.
Marina Schmitt (SPD) konnte sich mit dem Begriff "Rosenberg Festspiele" nicht anfreunden. "Nur wenige Leute wissen überhaupt, dass die Festung Rosenberg heißt", war für sie der Grund. "Wir haben wohl den zweiten Schritt vor dem ersten getan", kritisierte sie.
Mit 8:1 Stimmen (Gegenstimme Schmitt) wurden schließlich der neue Name ebenso wie die Wort-Bild-Marke und das Leitmotiv angenommen.
Kerstin Löw, die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs, zeigte sich erfreut über den Beschluss, könne man doch jetzt weiter planen und handeln, denn die Zeit dränge allmählich. Ziel ist es, mit dem Vorverkauf am 30. November zu beginnen.

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