Hallerndorf

Nahwärmenetz nimmt Gestalt an

In den nächsten Wochen beginnt der Bau des Nahwärmenetzes, spätestens ab Spätherbst soll die Wärme in die ersten Häuser geliefert werden, die sich am Nahwär...
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In den nächsten Wochen beginnt der Bau des Nahwärmenetzes, spätestens ab Spätherbst soll die Wärme in die ersten Häuser geliefert werden, die sich am Nahwärmenetz beteiligen. Damit alles plangemäß ablaufen kann, beschlossen die Mitglieder des Hallerndorfer Gemeinderates eine Änderung des Flächennutzungsplan für die Flächen, die künftig als Sondergebiet Nahwärmeversorgung als Standort für Solarthermie und Heizkraftwerk dienen sollen. Damit die Öffentlichkeit frühzeitig an den Plänen beteiligt wird, wird der entsprechende Vorentwurf der Naturstrom AG öffentlich für einen Monat im Rathaus ausgelegt.
Die Gemeindevertreter erteilten ihre Zustimmung zu den Bauanträgen für den Neubau der Heizzentrale und für eine Freiflächen-Solarthermieanlage und den Nutzungsvertrag. Dieser sieht die unentgeltliche Nutzung der öffentlichen Flächen in den entsprechenden Straßen vor, die für die Verlegung der Nahwärmeleitungen benötigt werden. Für eine korrekte Abwicklung und Beaufsichtigung sämtlicher Arbeiten schlug Torsten Gunselmann die Beauftragung eines Ingenieurbüros vor: "Dann fühle ich mich bei der Abrechnung wohler", ergänzte er.
Für die reibungslose Abwicklung der Verwaltungsarbeit nutzt die Gemeinde Hallerndorf verschiedene Anwendungen der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung Bayern (AKDB). Für dieses Outsourcing fällt künftig ein Preis von 8,40 Euro pro Einwohner an, bei 4101 Einwohnern sind das bis 2020 jährlich 34 448,40 Euro.
Die Gemeinde Hallerndorf wird künftig ihren Stromliefervertrag gemeinsam mit anderen Kommunen über eine Bündelausschreibung generieren. Die Kubus Kommunalberatung und Service GmbH übernimmt in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag diese Ausschreibung. Die Gemeindevertreter beauftragten einstimmig die Verwaltung, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen, so dass für Hallerndorf der Bayerische Gemeindetag künftig die ausschreibende Stelle sein wird und entschieden sich für den Bezug von 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote.


"Das ist ja Wahnsinn"

Das Architekturbüro Langenbuch wurde einstimmig von den Gemeindevertretern mit der Abwicklung des Kindergartenanbaus in Pautzfeld beauftragt. Werner Fischer (WG Hallerndorf) erkundigte sich, ob für einen Anbau von acht Quadratmetern wirklich ein Architekturbüro notwendig sei: "Das ist ja Wahnsinn, was das kostet!". Bürgermeister Gunselmann stimmte ihm zwar zu, gab aber zu bedenken, dass die Gemeinde jemanden brauche, der den Bau fachlich begleiten könne.

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