Laden...
Scheuerfeld
Leichtathletik 

Nachwuchs lässt hoffen

In Sonneberg zeigte der TSV Scheuerfeld und TSV Bad Rodach sein Können. Karl Dorschner in der M65 immer noch schnell.
Artikel drucken Artikel einbetten
Starke Leistungen zeigte das Team des TSV Scheuerfeld, hintere Reihe (von links): Trainer Roberto König, Nils Schäfer, Lars Köhler, Clara Wölfel, Michelle Schmalz; vorne: Fabian Fronda, Leon Köhler, Florian Schäfer, Anna Herold und Alma Janson.
Starke Leistungen zeigte das Team des TSV Scheuerfeld, hintere Reihe (von links): Trainer Roberto König, Nils Schäfer, Lars Köhler, Clara Wölfel, Michelle Schmalz; vorne: Fabian Fronda, Leon Köhler, Florian Schäfer, Anna Herold und Alma Janson.
+2 Bilder
Einen festen Platz im Terminkalender der heimischen Athleten hat das gut organisierte Sportfest im vor ein paar Jahren neu gestalteten Sonneberger Stadion.
So traten neun junge Sportler des TSV Scheuerfeld bei der 12. Auflage dieses Sportevents gegen die südthüringer Konkurrenz an und wurden bei gutem "Leichtathletikwetter" mit 18 Medaillen und 16 Bestleistungen sowie drei Normleistungen für die bayerischen Meisterschaften belohnt.
Die beiden elfjährigen Alma Janson und Florian Schäfer setzten sich in der gemeinsam gewerteten Altersklasse U12 sehr gut in Szene setzen. Alma Janson holte drei Silbermedaillen (Hoch-, Weitsprung, 50 m) hinter einer älteren Teilnehmerin. Durch eine Steigerung von 3,50 m im Ballweitwurf auf 36,50 ließ sie selbst der älteren Konkurrenz keine Chance und stand auf dem Podest ganz oben. Florian Schäfer landete bei den Jungen in den drei Disziplinen (Weit, Sprint, Ball) jeweils unter den Top-Acht, wobei er jeweils Jahrgangsbester war. Über 800 m lief er in einem beherzten Rennen mit persönlicher Bestleistung (2:54,95) zur Silbermedaille.
In der gleichen Altersklasse freute sich Fabian Fronda über einen kompletten Medaillensatz. Mit einem dritten Platz im Weitsprung, einem zweiten Platz im Sprint (7,92) und der Goldmedaille im Hochsprung trat er die Heimreise an.
Auch Anna Herold und Leon Köhler mussten sich in der Altersklasse U 14 ebenfalls mit den Älteren messen. Anna Herold durfte sich im Weitsprung über ihre erste Goldmedaille und einer persönlichen Bestleistung freuen. Diese ersprintete sie sich auch über 75 Meter, was ebenso wie beim Ballwurf Platz sechs bedeutete. Leon Köhler platzierte sich drei Mal im Mittelfeld (75 m, Weit, Ball) und kam mit 1,15 im Hochsprung auf Platz sieben.
In der Altersklasse U 16 zeigte Clara Wölfel über die 100 Meter in 13,49 Sekunden ein starkes Rennen und holte sich mit dieser Leistung die Goldmedaille und die Norm für die bayerischen Meisterschaften.
Ebenso erzielte Clara Wölfel diese Norm im Speerwurf durch eine Punktlandung auf 27 Meter, was ebenfalls den obersten Podestplatz und eine neue persönliche Bestleistung bedeutete. Die Dreikilo-Kugel stieß Clara auf 8,41 zur Bronzemedaille.
Michelle Schmalz reichten in der Weitsprungkonkurrenz 4,99 zum Sieg. Den 100-m-Lauf beendete sie gehandikapt durch eine Oberschenkelverletzung als Dritte.
Nils Schäfer musste bei der männlichen Jugend U16 im Weitsprung und über die 100 m der älteren Konkurrenz den Vortritt lassen. Im 800-m-Lauf verbesserte er seine Zeit auf 2:41,21 Minuten, die für ihn zum Bronzerang reichte.
Dem Ruf des "ewigen Zweiten" wurde Lars Köhler auch bei diesem Wettkampf gerecht, denn er musste sich dreimal einem Athleten des Ausrichters beugen. Trotzdem war die Sonneberger Laufbahn für ihn ein erfolgreiches Terrain, denn er erzielte sowohl über 200, als auch über 100 Meter persönliche Bestleistungen. Mit 12,20 Sekunden löste auch Lars Köhler seine Fahrkarte zu den bayerischen Meisterschaften ins unterfränkische Hösbach.
Auch die jungen Athleten des TSV Bad Rodach nutzten die Gelegenheit, um für die Sommersaison Wettkampfpraxis zu sammeln. Die herausragendste Leistung der Rodacher Sportlerinnen zeigte Frieda Kupfer über die 800 Meter. In einem beherzten Lauf erzielte sie mit 2:53,86 Minuten eine Superzeit (in Deutschland Rang vier) in der W9. Zudem wurde sie im Weitsprung Dritte mit 3,74. Ihre Schwester Hannah gewann in der Jugend U18 zwei Goldmedaillen, im 100-Meter-Lauf in 13,23 (persönliche Bestleistung) und über 200 Meter bei Gegenwind in 27,64. Im Weitsprung belegte sie mit feinen 4,85 den zweiten Platz.
In der M8 bewies Finn Löffler seine läuferische Stärke. Er erkämpfte sich den 2. Platz im 50-Meter-Sprint in 8,84 und gewann die 800 Meter klar in starken 2:57,60. Bruder Jonah erreichte drei Mal einen Podiumsplatz mit jeweils persönlichen Bestleistungen. Über 75 Meter wurde er Zweiter in der guten Zeit von 10,13. Ebenfalls den zweiten Platz belegte er beim Hochsprung mit ansprechenden 1,48. Beim Weitsprung durfte er sich über die Goldmedaille für 4,71 freuen.
Weitere Platzierungen - W9 - 50 m: 4. Frieda Kupfer 8,49. - W11 - 50 m: 4. Emilie Vetter 8,33. - W11 - Weitsprung: 4. Emilie Vetter 3,70; 5. Johanna Löffler 3,59; 12. Lene Müller 3,29. - W11 - Schlagball: 6. Emilie Vetter 27,50; 7. Vanessa Heckel 24,0. - W11 - 800 m: 4. Luca Bernhardt 3:01,12; 5. Johanna Löffler 3:05,88. - M8 - Weitsprung: 3. Finn Löffler 3,20. - M8 - Ballwurf: 4. Simon Höfer 39,0. - M8 - 800 m: 5. Simon Höfer 2:55,31.
Vom TV 1848 Coburg absolvierte Karl Dorschner, als ältester Teilnehmer, konkurrenzlos bei herrlichem Sonnenschein, aber teilweise böigem Gegenwind die beiden Sprintstrecken. Der vielfache deutsche und bayerische Seniorenmeister lief sowohl über 100 (12,95 sek), als auch über 200 Meter trotz Gegenwind auf der Zielgeraden mit 26,52 Sekunden an die Spitze der aktuellen deutschen Bestenliste. Diese beiden Zeiten wurden in Deutschland schon seit Jahren nicht mehr gelaufen und sind absolute internationale Spitzenklasse in der M65. ps/hb

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren