Münchaurach

Nach dem Auftritt zurück an den Grill

Münchaurach — Zahlreich kamen die Besucher bei Bilderbuchwetter zum Sommerfest des Männergesangvereins "Fidelia" Münchaurach. Der Hof der Grundschule diente auch in diesem Jahr wie...
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Waldemar Welker dirigiert die Fidelia  ...
Waldemar Welker dirigiert die Fidelia ...
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Münchaurach — Zahlreich kamen die Besucher bei Bilderbuchwetter zum Sommerfest des Männergesangvereins "Fidelia" Münchaurach. Der Hof der Grundschule diente auch in diesem Jahr wieder als Festplatz. "Uns ist wichtig, mit dem Sommerfest auch einen Beitrag zum aktiven Dorfleben zu leisten", erklärte Vorsitzender Andreas Dobler.
"Ohne unser Sommerfest", erläuterte Dobler, "könnten wir den Chorbetrieb nicht aufrecht erhalten." Die Einnahmen des Festes sind fest eingeplant, um die Aktivitäten des Gesangsvereins zu finanzieren. Aber nicht nur die Gaumen wurden erfreut, sondern auch die Herzen. Denn sechs Chöre verwöhnten die Gäste mit schwungvollen Liedern über Liebe, Frühling und Sommer sowie Seefahrt und Lebenslust.
Den Nachmittag eröffnete der gastgebende Chor unter der Leitung von Waldemar Welker mit "Bajazzo" und "The Lion sleeps tonight" sowie "Kalinka" selbst, denn nach ihrem vielbeklatschten Auftritt standen die Sänger gleich wieder am Grill und am Ausschank.
Zum ersten Mal in Münchaurach war der Männergesangverein "Frohsinn" 1902 Kölbingen aus Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz, geleitet von Andreas Risse. Die gut gelaunten Sänger aus dem Westerwald legten gleich mit dem "Wir sind die alten Säcke" los. Mit der humorvollen Erzählung, bei der sich die Sänger selbst auf die Schippe nahmen, eroberten sie im Nu die Herzen der begeisterten Besucher. Obwohl Kölbingen keine Küstenstadt ist, gaben sie mit "Heijoho, Santiano" und "Kaperfahrt" zwei Seemannslieder zum Besten. Nach dem umjubelten Auftritt kamen die Gäste nicht daran vorbei, am Nachmittag nach dem offiziellen Ende des Chorkonzertes mit weiteren Liedern für Unterhaltung zu sorgen.
Cornelia Schmid mit dem Herzogenaurach Volkschor setzte mit "Lied an die Freude", "Des Sommers letzte Rose" und "Unsre kleine Nachtmusik" auf gefühlvolle Töne und servierte mit "Die launige Forelle" ein schwungvolles musikalisches Fischgericht.

Singende Polizisten

In diesem Jahr wieder dabei war der Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei aus Nürnberg. Zwischenzeitlich schlüpfte Chorleiter Waldemar Welker in die Uniform eines Kapitäns der Wasserschutzpolizei, denn der Münchauracher Chorleiter ist auch "Käpt'n" der Nürnberger Sänger. Mit "Heut' geht es an Bord" begann der stimmgewaltige Auftritt, gefolgt von "Good Night Ladies" und "Rum aus Jamaika" sowie dem "Gorch Fock Lied", bei dem die Solostimmen nicht nur zu Beifallsstürmen führten, sondern auch die Rufe nach einer Zugabe laut wurden.
Mit "Seid gegrüßt" begrüßten die Falkendorfer Sänger unter der Leitung von Valentina Walter die Konzertbesucher, und dass Sänger und Musiker ein frohes Volk sind, bewies der MGV Falkendorf mit "Ein Musikus nahm wohlgemut" nach einem Satz von Herbert Wallas. "Die scheena brauna Hopfenbrüh" ließen nicht nur die Besucher schmunzeln, sondern insbesondere den Gästen aus dem Westerwald gefiel der Dialekt-Gesang, schließlich ist damit das Bier gemeint.
Mit dem Gesangverein Sängerlust aus Zentbechhofen kündigte Moderator Bock das Ende des Konzertes an. Der Chor wird geleitet von Vitus Kramer, bekannt von seinen Fränkischen Singabenden, und deswegen hieß das erste Lied auch gleich "Sing mit uns" und fand seine Fortsetzung mit "Froher Sang beim Becherklang". Dass zum Singen auch Liebe gehört, bewiesen die Gäste aus Zentbechhofen dann noch mit " Liebe" von Franz Josef Siegel. Natürlich warben die Chöre nach dem offiziellen Teil beim gemütlichen Ausklang auch um neue Sängerinnen und Sänger, schließlich haben die meisten Chöre Nachwuchsprobleme.
Richard Sänger

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