Altenkunstadt

Musikalischer Balsam für die Seele

Deutsche und internationale Lieder, untermalt mit zum Nachdenken anregenden Lesungen, standen im Mittelpunkt des Adventskonzerts der Chorvereinigung im großen Speisesaal des Friedr...
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Mit beliebten Liedern zum Zuhören und Mitsingen begeisterte die Chorvereinigung Altenkunstadt unter Leitung von Larissa Efremova die vielen Besucher des Adventskonzerts im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund.  Foto: Bernd Kleinert
Mit beliebten Liedern zum Zuhören und Mitsingen begeisterte die Chorvereinigung Altenkunstadt unter Leitung von Larissa Efremova die vielen Besucher des Adventskonzerts im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund. Foto: Bernd Kleinert
Deutsche und internationale Lieder, untermalt mit zum Nachdenken anregenden Lesungen, standen im Mittelpunkt des Adventskonzerts der Chorvereinigung im großen Speisesaal des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund. Auch die Instrumental-darbietungen junger Klavierschüler der Musikschule des Schulverbandes Altenkunstadt/Weismain waren ganz nach dem Geschmack der Zuhörer.
Einrichtungsleiterin Michaela Kloppe freute sich, dass die Sänger die Senioren auf das schönste Fest des Jahres einstimmen wollten: "Solch ein musikalisches Geschenk bleibt länger in Erinnerung als ein materielles Präsent." Die Grüße der Mitwirkenden übermittelte der Vorsitzende des Gesangvereins Singgemeinschaft, Georg Pitteroff.


Erinnerungen wurden lebendig

Vertraute Advents- und Weihnachtslieder, die die älteren Menschen von Kindesbeinen an kennen, ließen schöne Erinnerungen lebendig werden. Auch internationale Beiträge, moderne Rhythmen und "musikalischer Balsam für die Seele" gingen sofort ins Ohr. Dirigentin Larissa Efremova leitete nicht nur umsichtig den Chor, sie begleitete auch auf dem Elektro-klavier dessen Gesang. Georg Pitteroff führte humorvoll durch das Programm, das die Sänger mit der vorweihnachtlichen Weise "Wir sagen euch an den lieben Advent" in einer Bearbeitung von Heinrich Rohr eröffneten. Einfühlsam erklangen das aus Polen stammende Abend-lied "Luleise Gottes Sohn" und das portugiesische Stück "Hört den Ruf der heiligen Nacht". Für beide Werke hat der aus dem Schwarzwald stammende Komponist und Musikdirektor Manfred Bühler den Chorsatz ge-schrieben.
Als musikalische Schmankerl entpuppten sich die Lieder "Ein Stern stand am Himmel" und "Im Stall zu Bethlehem". Hörenswert auch der Spiritual "Gottes Liebe" (Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt), das aus Frankreich stammende Stück "Engel bringen frohe Kunde" und "Das Lied der Freude". Der stimmungsvolle Chorsatz "Jubilate" rundete den Liederreigen ab.
Für "instrumentale Farbtupfer" sorgten drei Klavierschülerinnen der Altenkunstadter Musikschule. Die Jugendlichen werden von Larissa Efremova unterrichtet. Selina Nikolaus begeisterte mit dem Stück "Memories". Jette Werner brachte die Weihnachtsweisen "Leise rieselt der Schnee", "We wish you a Merry Christmas" und "Jingle Bells" zu Gehör. Nele Werner gefiel mit dem vertrauten "Schneeflöckchen, Weißröckchen" und dem auf einem walisischen Song basierenden Weihnachtschoral "Deck the Halls".
Dora Andelt von der Chorvereinigung trug die Geschichte "Weihnachten einmal anders" vor. Ort des Geschehens ist eine kleine Stadt, in der an Heiligabend der Strom komplett ausfällt: "Überall wurde es still, geradezu unheimlich, und die Menschen auf der Straße fassten sich an den Händen. Es wurde eine unvergesslich schöne Heilige Nacht. Die Menschen merkten, dass man keinen elektrischen Strom braucht, um den Geburtstag Jesu zu feiern." Nachdenklich stimmte das Gedicht "Wann fängt Weihnachten an?", das der Vorsitzende des Gesangvereins Lyra, Robert Wilm, vortrug. Im Kerzenschein sangen Chormitglieder und Publikum gemeinsam Weihnachtslieder wie "Alle Jahre wieder" und "Süßer die Glocken nie klingen". Mit dem 1816 von Johannes Daniel Falk verfassten "O du fröhliche" zogen Sänger und Instrumentalisten den Schlussstrich unter ein Konzert, das den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
"Let it snow" spielte Larissa Efremova auf dem Klavier als Zugabe. "Das war wunderschön", schwärmte Einrichtungsleiterin Michaela Kloppe, die den Mitwirkenden für die großartigen Darbietungen dankte. Über den herzlichen Beifall der Zuhörer freute sich Vorsitzender Georg Pitteroff. "Applaus ist nun mal das Brot des Künstlers. Schön, dass Sie uns damit gut versorgt haben. Das reicht bis zu unserem nächsten Konzert hier in Ihrem schönen Speisesaal", schmunzelte er. Und der nächste Auftritt wird nach Auskunft des Sänger-Chefs nicht lange auf sich warten lassen. Bereits im Frühjahr 2016 will die Chorvereinigung wiederkommen. Den jungen "Künstlern" von der Musikschule und Erzählerin Dora Andelt überreichte Pitteroff Geschenke. Bernd Kleinert

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