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Baiersdorf

Musik der Gospel Voices erklang in Irland

Baiersdorf — Während in der Heimat die Temperatur auf über 40 Grad anstieg, erfrischten sich die Gospel Voices aus Baiersdorf bei ihrer Konzertreise nach Castlebar bei kühlem irisc...
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Kamen mit ihrem Stimmen auf der grünen Insel gut an: die Baiersdorfer Gospel Voices.  Foto: privat
Kamen mit ihrem Stimmen auf der grünen Insel gut an: die Baiersdorfer Gospel Voices. Foto: privat
Baiersdorf — Während in der Heimat die Temperatur auf über 40 Grad anstieg, erfrischten sich die Gospel Voices aus Baiersdorf bei ihrer Konzertreise nach Castlebar bei kühlem irischen Wetter. Die Reise war geprägt durch drei große Auftritte und und viele unvergessliche Eindrücke.
Vor begeistertem Publikum fand die Konzertpremiere in Foxford in der Church of Ireland statt. Foxford ist ein kleines Städtchen am Flüsschen Moy gut 20 Kilometer außerhalb von Castlebar, das durch seine alte und immer noch existierende Wollspinnerei bekannt ist. Nach einer Tour durch die Fertigung bereiteten sich die Gospel Voices auf das abendliche Konzert vor. Pfarrerin Andrea Wills konnte aufgrund einer Erkrankung leider nicht anwesend sein, dafür stand ihr Mann Charles zur Verfügung. Nach dem Konzert lud Gemeindemitglied und Förderer Barry Redmond die Baiersdorfer in sein um 1680 erbautes und mit Antiquitäten ausgestattetes Herrenhaus zu einem abendlichen Imbiss. Dieser entpuppte sich allerdings als eine großartige Tafel mit warmen Speisen, Salaten und Desserts.
Die nächsten Tage waren geprägt durch Freizeitaktivitäten, wie z.B. Strandausflüge entlang des Wild Atlantik Way (ein mutiger Sänger wagte sogar den Sprung in den kalten Atlantik), Shopping, einer Tour durch Castlebar und natürlich den obligatorischen Pubbesuchen mit Guinness und Musik. Die Sportlichen unter den SängerInnen bestiegen den heiligen Berg Irlands, den Croagh Patrick.
Ein kulturelles Highlight erlebte man, als eine Gruppe Nachwuchsschüler von 12 bis 16 Jahren zu Ehren der Gruppe traditionelle irische Musik aufspielte. Über zwanzig Fiddler, Banjo- und Flötenspieler gaben einen Eindruck alter irischer Weisen, Reels und Jigs. Eine junge Tänzerin vollführte dazu ihre Schritte in einem atemberaubenden Tempo - der Nachwuchs für Riverdance scheint gesichert. Bei einer spontanen Sing- und Tanzeinlage standen alle auf den Beinen und der Abend wurde fröhlich beschlossen.
Tags darauf hatten die Gospel Voices dann "Heimspiel": gemeinsam mit dem Castlebar Gospel Choir, der trotz Urlaubs- bzw. Ferienzeit in Irland mit etwa gleich großer Mannschaft erschienen war, wurde ein Konzert gestaltet. Den Emotionen der am Ende gesungenen zwei gemeinsamen Lieder "Can you feel the love tonight" und "Peace shall be with you" konnten sich weder die Zuhörer noch die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne entziehen.
Ganz im Zeichen von Sligo stand der nächste Tag. In der dortigen katholischen Kathedrale hatten die Gospel Voices ihren dritten Auftritt. Der Kreis der interessierten Besucher war zwar überschaubar, der Funke der Gospelmusik erreichte jedoch alle. Einige Mitsänger unter den Zuschauern stellten sich dann als Chormitglieder des Sligo Gospel Choirs vor. So wurde ein weiterer "irischer" Gospelkontakt geknüpft.
Dann stand noch eine letzte Freizeitherausforderung an: Radeln auf dem neu erschlossenen Western Greenway. In zwei Gruppen aufgeteilt radelten einige die lange Strecke von Achill nach Newport, die anderen von Mulranny nach Newport. Bevor die Baiersdorfer den letzten Abend mit einem Umtrunk im "Cobweb" (Pub), dem Spinnennetz, verbrachten, sangen sie zu Ehren der in den Kriegen gefallenen Iren im Mayo Peace Park in Castlebar. Carmen Dürst

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