Frauenaurach

Museumsteam legt Arbeit nieder

Der Revisionsausschuss des Erlanger Stadtrats hat einer Verkaufsempfehlung für das Frauenauracher Amtshausschüpfla zugestimmt und damit die dort tätigen Ehrenamtlichen auf die Barrikaden gebracht.
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Alle Arbeiten des Arbeitskreises Frauenaurach im Heimat- und Geschichtsverein Erlangen ruhen vorläufig. Das Museum im Amtshausschüpfla ist bis auf Weiteres geschlossen. Das teilt Museumsleiterin Jutta Triantafyllidis mit. Von der vorläufigen Arbeitsniederlegung sei auch die Mitarbeit im Verein für die 750-Jahr-Feier betroffen, die Adventsausstellung falle ebenfalls aus. Die derzeitige Sitaution könnte auch das Ende für das Museum in Frauenaurach bedeuten, führt Triantafyllidis aus.
Als Grund gibt sie in einer Presseerklärung an, dass das Revisionsamt der Stadt Erlangen Ermittlungen über den Zustand der städtischen Liegenschaften im Bereich Hoch- und Tiefbau durchgeführt und entsprechende Empfehlungen für Verwaltung und Politik gemacht habe. Darin würden 27 Objekte für den Verkauf empfohlen, an erster Stelle steht das "Heimatmuseum Frauenaurach", Brauhofgasse 2B, und an 22. Stelle die "Abstellhalle" Rottmannsgäßchen, Rottmannsgäßchen 2. Dazu werde bemerkt: "Diese Gebäude werden vom Heimatverein Frauenaurach für Ausstellungen genutzt: Es wäre zu prüfen, ob hierfür nicht andere Räumlichkeiten, zum Beispiel das Stadtmuseum, auch geeignet wären und so die selten genutzten Gebäude nicht mehr benötigt werden." Dieses Prüfungsergebnis sei am 26. Oktober dem Revisionsausschuss zur Abstimmung vorgelegt worden, der der Empfehlung mit 6:0 Stimmen bei einer Enthaltung zustimmte.
Zunächst einmal merkt Jutta Traintafyllidis im Namen des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen an, dass es keinen Heimatverein Frauenaurach und kein Heimatmuseum Frauenaurach gibt. Der Träger des Museums sei der Heimat- und Geschichtsverein Erlangen. Es werde ehrenamtlich vom Arbeitskreis Frauenaurach im Heimat- und Geschichtsverein Erlangen geführt. Es handele sich um das Museum im Amtshausschüpfla, ein kulturhistorisches Museum, kein Heimatmuseum.
Für den Arbeitskreis Frauenaurach erklärt die Museumsleiterin: "Wir sind bitter enttäuscht, wie die Stadt unser bisheriges Engagement beachtet und würdigt. So wie hier über die beiden Gebäude geurteilt wird, hat niemand eine Ahnung von unserer Kulturarbeit."
Das Museum bestehe seit fast 35 Jahren. Zurzeit seien es sieben ehrenamtliche Mitarbeiter, die regelmäßig ihre Freizeit zur Verfügung stellen. Bei Übernahme des Gebäudes sei es vollkommen heruntergekommen gewesen. Der größte Teil der Arbeiten sei in ehrenamtlicher Eigenleistung durch den Arbeitskreis erfolgt.
Das Museum war an 25 Tagen im Jahr regulär geöffnet. Die jährlichen Besucherzahlen lagen zwischen 1000 und 2000. red

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