Bad Staffelstein

Multikulti bei den Franziskusschwestern

von unserem Mitarbeiter Andreas Welz Vierzehnheiligen — Multikulti pur erlebten die Teilnehmer am Fest der Nationen in Vierzehnheiligen. Die Franziskusschwestern hatte am Sonntag z...
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Ukrainische Kinder und Mitglieder des Weltfreiwilligendienstes probieren Gerichte aus zehn verschiedenen Ländern (von rechts): Mohamed Sebay aus Sierra Leone, Tigis Gurmu aus Äthiopien, Saiichantsetseg Togtoch aus der Mongolei.  Foto: Andreas Welz
Ukrainische Kinder und Mitglieder des Weltfreiwilligendienstes probieren Gerichte aus zehn verschiedenen Ländern (von rechts): Mohamed Sebay aus Sierra Leone, Tigis Gurmu aus Äthiopien, Saiichantsetseg Togtoch aus der Mongolei. Foto: Andreas Welz
von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Vierzehnheiligen — Multikulti pur erlebten die Teilnehmer am Fest der Nationen in Vierzehnheiligen. Die Franziskusschwestern hatte am Sonntag zu einer kulinarischen und kulturellen Reise durch zehn Nationen in das Mutterhaus eingeladen.
Ab 7 Uhr brutzelten und kochten Asiaten, Europäer, Afrikaner oder Südamerikaner einträchtig nebeneinander ihre Landesgerichte. Um 12 Uhr wurden dann alle Köstlichkeiten auf dem langen Buffet im großen Speisesaal aufgebaut. Schwester Claudia Hink hatte die Idee des internationalen Austausches, sind doch allein drei Familien mit zehn Personen im Mutterhaus untergebracht. Auch die Schwestern kamen aus allen Himmelsrichtungen: Ordensschwestern aus Südkorea, Franziskusschwestern aus Indien oder Peru. Mit dabei waren auch Mitglieder des Weltfreiwilligendienstes, die in Deutschland ihr soziales Jahr absolvieren. Aus der Mongolei, Äthiopien, und der Ukraine kamen sie, aus Senegal und Sierra Leone. Generaloberin Schwester Regina Pröls war begeistert. Es sei einmalig, wie fröhlich und harmonisch Menschen anderer Nationalitäten und Religionen unter einem Dach miteinander umgehen könnten. "Mit dem Fest der Nationen wollen wir auch das Bewusstsein für die jeweilige Kultur wecken", sagte die Generaloberin.
Und Kultur gab es dann auch am laufenden Band. Deutschland machte den Anfang und wie sollte anders sein, am Nikolaustag kam der Heilige mit Krummstab und Tiara vorbei. Während die Kinder seinen Bischofsstab festhalten durften, las David Hink aus dem goldenen Buch vor. Und da war nur Gutes zu hören. Die Flüchtlingskinder aus der Ukraine sangen ein frommes Lied in der Landessprache, auf der Gitarre begleitete Vater Saachar. Der kleine Haning aus Äthiopien sprach ein Gebet in seiner Muttersprache.


Buschtrommeln erklangen

Aus Senegal ertönte nach einem Marienlied die kräftige Buschtrommel und die Franziskus schwestern Ingrid und Simone aus Südkorea sangen ein paar Strophen eines geistlichen Liedes. Saiichantsetseg Togtoch aus der Mongolei begeisterte mit einem Song aus ihrem Heimatland. Schwester Claudia stellte schließlich die einzelnen Länder vor und verglich am Bruttosozialprodukt die ärmsten mit den reichsten Ländern.
Marie-Helen aus dem Senegal absolviert derzeit ein freiwilliges soziales Jahr in der katholischen Jugend- und Begegnungsstätte Burg Feuerstein. Seit vier Monaten wird sie in der Pädagogik oder in der Küche eingesetzt. Die 25-Jährige spricht bereits gut deutsch. "Ich fühle mich dort sehr wohl und lerne jeden Tag etwas dazu", sagte sie. Alexandra Keller, Referentin für den Weltfreiwilligendienst, erläuterte die Hintergründe dieser weltumspannenden sozialen Einrichtung. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Diözesanverband Bamberg entsendet seit 2008 junge Menschen in verschiedene soziale Projekte in Länder des Globalen Südens auf drei Kontinenten. Möglich wird dies auch durch die Finanzierung über das Förderprogramm "Weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Weltfreiwilligendienst wird als Möglichkeit verstanden, jungen Menschen die Erfahrung eines direkten interkulturellen Austausches in sogenannten Entwicklungsländern machen zu lassen.

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