Altenkunstadt

Modellprojekt: im Alter nicht einsam leben

Altenkunstadt — "Wir möchten ein Wohnmodell verwirklichen, das Menschen in allen Lebensphasen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung gewährleistet", beschreibt Quartiersmanageri...
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Hell und gemütlich: Am Tag der offenen Tür konnte auch eine der barrierefreien Wohnungen besichtigt werden. Inge Goebel (r.) beantwortete dazu Fragen der Besucher.  Fotos: Bernd Kleinert
Hell und gemütlich: Am Tag der offenen Tür konnte auch eine der barrierefreien Wohnungen besichtigt werden. Inge Goebel (r.) beantwortete dazu Fragen der Besucher. Fotos: Bernd Kleinert
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Altenkunstadt — "Wir möchten ein Wohnmodell verwirklichen, das Menschen in allen Lebensphasen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung gewährleistet", beschreibt Quartiersmanagerin, Diplom-Sozialpädagogin Angela Lohmüller, die Ziele des Modellprojekts "In der Heimat wohnen". Den "Tag der offenen Tür" am Samstag im neuen Wohn- und Stützpunktgebäude in der Altenkunstadter Theodor-Heuss-Straße nutzten erfreulich viele Bürger, um sich über die Einrichtungen und Angebote der Caritas-Initiative zu informieren.
Dass es an Aktivitäten nicht mangelt, lässt ein Blick auf den wöchentlichen Veranstaltungskalender deutlich werden. "Wir halten regelmäßig Zusammenkünfte für die Mieter der Service-Wohnungen", erläutert Lohmüller. Die Bereitschaft der Bewohner, in Eigeninitiative für die Gemeinschaft etwas auf die Beine zu stellen, sei groß. Als Beispiel nannte sie die Lauf- und Spielegruppen, die sehr gut angenommen werden. Dankbar ist die Quartiersmanagerin für das Projektteam, das ihr zur Seite steht. Ohne die zehn Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich einbringen, könnte manches Angebot nicht realisiert werden. "Bei uns ist jeder willkommen, der sich planerisch an der Seniorenarbeit beteiligen möchte."
Unterstützung ist für das Caritas-Modellprojekt generell das A und O. "In der Friedrich-Baur-GmbH und in der Gemeinde Altenkunstadt haben wir zwei super Partner, und auch die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Seniorenzentrum Sankt Kunigund klappt hervorragend", lobt Lohmüller. Der Rundgang mit der Quartiersmanagerin führt in den mit einer Küchenzeile ausgestatteten Gemeinschaftsraum. Hier finden nicht nur gemeinsame Aktivitäten wie etwa Spielenachmittage statt: "Jeder Mieter kann den Raum für private Veranstaltungen kostenlos reservieren lassen."
Umfangreich sind die Angebote im Stützpunkt, der nicht nur vom Modellprojekt "In der Heimat wohnen" mit Leben gefüllt wird. Von der "Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz" der Sozialstation Burgkunstadt, die montags, dienstags und donnerstags hier zusammenkommt, berichtet die Gerontopsychiatrische Fachkraft Caroline Doppel. Pflegedienstleiter Manuel Geiger beantwortet Fragen zum Bereich "Pflege und hauswirtschaftliche Hilfe". Auch die Abteilung "Offene Behindertenarbeit" des Heilpädagogischen Zentrums Lichtenfels ist im Stützpunkt präsent. "Wir laden an jedem ersten Montag im Monat zu einem volkstümlichen Abend ein", erzählen die Mitarbeiterinnen Franziska Schmidt und Laura Erben, die mit ihrem Team für den "Tag der offenen Tür" ein Quiz vorbereitet haben. Darüber hinaus bieten die drei sozialen Einrichtungen einmal pro Woche im Stützpunktbüro Sprechtage für die Bevölkerung an.
Über die barrierefreien Mietwohnungen im Neubau informierte an diesem Tag Immobilienfachwirtin Helga Schmitt. Einen Einblick in die Arbeit der Projektgruppe "In der Heimat wohnen" vermittelte die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann (SPD). Mitarbeiter des Projektteams servierten im Gemeinschaftsraum leckeren Eintopf. Anschließend wurde der neue Senioren-Bewegungspark eröffnet, den die Gemeinde nebenan angelegt hat. bkl
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