Altenkunstadt
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Mobilfunk-Vertrag für Sendemast

Er wird auf dem Külmitz stehen und soll die Versorgung von 4000 Einwohnern sicherstellen.
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Bei der Unterzeichnung des Vertrages (von links): Alexander Pfaff, Robert Hümmer, Markus Jodl (Telekom), Karin Ehrhardt und Margarete Stoll. Foto: Andreas Welz
Bei der Unterzeichnung des Vertrages (von links): Alexander Pfaff, Robert Hümmer, Markus Jodl (Telekom), Karin Ehrhardt und Margarete Stoll. Foto: Andreas Welz
Eitel Freude herrschte am Mittwoch im Altenkunstadter Rathaus: Ein Anmietungsvertrag über die Errichtung eines Mobilfunk-Sendemastes wurde von Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) und Margarete Stoll von der Deutschen Funkturm unterschrieben. Der neue Mast wird auf dem Höhenzug des Gemeindeberges Külmitz gebaut. Die Flächenversorgung von rund 4000 Einwohnern wird bei Inbetriebnahme gesichert sein.
Eine Bürgerinitiative hatte vergeblich versucht, den Mast zu verhindern. Der Gemeinderat hatte sich aber im Mai dieses Jahres zur Enttäuschung der BI mit überwältigender Mehrheit für den mit der Telekom ausgehandelten Standort an der Kante des Berges, der sich 379 Meter von der Wohnbebauung in der Schlesierstraße befindet, entschieden.


50 Meter hoher Mast

Karin Ehrhardt, Kommunalbeauftrage der Telekom, betonte, dass jetzt eine gemeinsame Lösung gefunden sei. Durch den 50 Meter hohen Mast würden in Zukunft auch die Bereiche von Altenkunstadt mit LTE (Long Term Evolution) versorgt, die bisher keinen Zugriff auf den modernsten Mobilfunkstandard hatten. Darüber hinaus werde der Standort weitere Ortsteile wie Pfaffendorf, Burkheim und Baiersdorf versorgen.
"Der Vertrag wurde im Rahmen eines kommunalen Dialogs gefunden. Eine Vielzahl von Standortvarianten und -kombinationen wurden funktechnisch geprüft und hinsichtlich ihrer zu erwartenden Immissionen geprüft", erläuterte Karin Ehrhardt. Mit der Beschlussfassung des Gemeinderats über den Standort am Külmitzberg sei der Kompromiss zwischen einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung und einem vorsorgeorientierten Ansatz mit großer Entfernung zur Wohnbebauung gelungen, betonte Hümmer. "Das Dialogverfahren mit der Deutschen Telekom unter Beteiligung des Umweltinstituts München war ein großer Erfolg für unser Altenkunstadt." Das unterstrich auch Karin Ehrhardt: "Der Zugang zu einer modernen Mobilfunkversorgung ist ein digitaler Standortvorteil, der in den nächsten Jahren rasant an Bedeutung gewinnen wird". Der neue Standort sei notwendig, weil der Standort in Woffendorf aufgrund der hohen Nutzung durch Telefonate und Datenverkehr an seine Kapazitätsgrenzen stoße, erläuterte Ehrhardt. Aufgrund seiner Lage zum Ort und seiner Höhe werde der zukünftige Standort die bisherige Versorgung in der Fläche weiterhin sicherstellen, gleichzeitig erübrige sich bis auf weiteres der zusätzlich geplante Standort im Ortskern von Altenkunstadt.


Tonnenschweren Turmsegmente

Den Auftrag für die Erstellung des Mastes erhielt die Deutsche Funkturm. Die Gesellschaft ist ein Teil der Telekom-Gruppe. Margarete Stoll vom Vertragsmanagement machte deutlich, dass jetzt in die Planung eingestiegen werde. Ein Bauantrag werde gestellt, der von der Gemeinde und dem Landratsamt genehmigt werden müsse. Die bestehenden Waldwege seien für den Transport der tonnenschweren Turmsegmente geeignet, nur das letzte Stück bis zum Standort müsse ausgebaut oder mit Matten befestigt werden. Darüber hinaus werde ein Erdkabel für die Stromversorgung verlegt.
Der steigende Bedarf an mobiler Datenübertragung wird durch den Siegeszug von Tablets und Smartphones getrieben. Gut 14 Stunden pro Woche sind die Bundesbürger heute mobil im Internet unterwegs.

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