Rentweinsdorf

Mit der Kinderschule begann's

Jubiläum  In Rentweinsdorf kann der Diakonieverein auf ein 110-jähriges Wirken für die Kinder und Kranken blicken.
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Früher diente das Haus in der Hauptstraße 5 in Rentweinsdorf der "Kinderschule" und der Krankenpflege. Seit 25 Jahren gehört es dem CVJM Rentweinsdorf-Ebern.  Foto: Horst Schneider
Früher diente das Haus in der Hauptstraße 5 in Rentweinsdorf der "Kinderschule" und der Krankenpflege. Seit 25 Jahren gehört es dem CVJM Rentweinsdorf-Ebern. Foto: Horst Schneider
von unserem Mitarbeiter Horst Schneider

Rentweinsdorf — Der "Diakonieverein Rentweinsdorf" besteht seit 110 Jahren. Darauf verwies der Vorsitzende, Rentweinsdorfs evangelischer Pfarrer Hans Körner, bei einer Mitgliederversammlung des Vereins.
1904 wurde der Verein offiziell gegründet. Allerdings hatte es bereits im Jahr 1897 in Rentweinsdorf einen "Kinderschulverein" gegeben. Diese Kinderschule war durch den "Bertha-Stift" möglich geworden. Freifrau Bertha von Rotenhan war eine große Förderin des Kindergartenwesens und stellte das Haus in der Hauptstraße 5 (jetziges CVJM-Haus) zur Verfügung.
Von 1905 bis 1969 betreuten Neuendettelsauer Diakonissen den Kindergarten und die Krankenpflege. Die letzte Diakonieschwester, Magdalena Zwanzger, ging 1969 aus Altersgründen zurück in das Mutterhaus. Seit diesem Zeitpunkt übernahmen Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen den Betrieb des Kindergartens. Die Krankenpflege ruhte von 1969 bis 1981.
Dem seinerzeitigen Kirchen- und Diakonievereinsvorstand mit Pfarrer Walter Bauernfeind war allerdings sehr viel daran gelegen, auch die Krankenpflege wieder zu aktivieren.
So wurde der bisherige Diakonieverein um die evangelischen Kirchengemeinden Ebern und Jesserndorf erweitert und der Verein heißt seitdem "Evangelischer Diakonieverein Rentweinsdorf-Ebern e.V.". Am 10. Februar 1982 gab man sich die Satzung und stellte eine Krankenschwester an. Organisatorische Gründe erforderten dann eine Zusammenarbeit mit der Caritas-Sozialstation Ebern über das Diakonische Werk Haßberge, die ab dem 1. Oktober 1983 erfolgte.
Im November 1988 erhielt der Kindergarten Rentweinsdorf ein neues Domizil durch den Bau an der Seestraße.

Vom CVJM übernommen

Das historische Gebäude an der Hauptstraße ist jedoch nach wie vor in guter Hand. Es wurde 1990 durch den CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) Rentweinsdorf-Ebern erworben. Bei den Renovierungsarbeiten legte man seinerzeit fleißig Hand an. Das Haus dient überwiegend der Jugendarbeit, steht aber allen offen.
Im November dieses Jahres will man das "25-Jährige" gebührend feiern.
Heute hat der Diakonieverein 250 Mitglieder. Wie die Vorstandsmitglieder und Vorsitzender Pfarrer Körner mitteilten, ist der Verein nach wie vor auf die Unterstützung der fördernden Mitglieder angewiesen, da er alljährlich einen Eigenmittelanteil am Haushalt des Diakonischen Werkes Haßberge leisten muss. Eine Mitgliedschaft oder Unterstützung ist daher sehr wichtig, so Pfarrer Körner in einem Appell an die Bevölkerung. Ansonsten müssten die evangelischen Kirchengemeinden Ebern, Jesserndorf, Rentweinsdorf und Salmsdorf die Anteile tragen, was bei den angespannten Haushalten sehr schwer ist, so der Vorsitzende.
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