Coburg

Mit den "Kronjuwelen" auf Zeitreise gehen durch die Geschichte Coburgs

Unter dem Titel "Coburgs Kronjuwelen" laden Sylvia Oelwein und Peggy Hoffmann zu einer weiteren theatralen Zeitreise durch die Geschichte Coburgs ein. "Cobu...
Artikel drucken Artikel einbetten
Unter dem Titel "Coburgs Kronjuwelen" laden Sylvia Oelwein und Peggy Hoffmann zu einer weiteren theatralen Zeitreise durch die Geschichte Coburgs ein. "Coburgs Kronjuwelen" sind freilich dabei keine schmuckvollen Kleinodien aus edlem Metall und wertvollen Steinen. Die Kronjuwelen sind, oder besser gesagt waren, Menschen aus Fleisch und Blut, die Coburg im Laufe der Jahrhunderte quasi zum Strahlen gebracht haben.
Oelwein und Hoffmann schlupfen dabei abwechselnd in die Rolle einer fiktiven "Wäscherin Suse" aus alten Zeiten. Sie lassen die Lebensstationen berühmter Menschen lebendig werden, die in Coburg einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Sie klatschen und tratschen und lästern über die dreckige und piekfeine Wäsche der vergangenen Jahrhunderte.


Dichter und Mönch

Zu erleben sind zum Beispiel die Geschichte eines dichtenden Sprachgenies, das sich in fast allen orientalischen Sprachen zu Hause fühlte (Friedrich Rückert), oder eines kämpferischen Mönches, der die Welt mit ein paar Hammerschlägen in Wittenberg verändern sollte (Martin Luther). Die Zeitreise endet erst einmal bei den Coburger Prinzen des 19. Jahrhunderts, die dann ins britische Königshaus einheirateten. Prinz Leopold von Sachsen-Coburg heiratete 1816 die britische Kronprinzessin Charlotte aus dem Hause Hannover, die dann jedoch im Jahr 1817 im Kindbett verstarb. Leopold wurde dann 1831 König der Belgier. Sein Neffe Albert heiratete 1840 die britische Königin Victoria.
Die theatrale Zeitreise durch Coburgs Geschichte zeigt als Ein-Frauen-Stück sechs Szenen. Die Bühne steht im ehemaligen Gesindehaus der Stadtschenke in der Kleinen Johannisgasse 8, das ist heute der "Gasthof Münchner Hofbräu". Dort wartet am Samstag, 1. Juli, um 13 Uhr und dann noch einmal um 17 Uhr die "Waschfrau Suse" mit einem Haufen dreckiger Wäsche, einem Waschzuber, einer "Wöschrümpel" (Waschbrett) und einem Pleuel. Als Dienstmagd verdingt sie sich in den Haushalten von hohen Herrschaften und Bürgern. Dort erlebt sie viele unglaubliche und kuriose Geschichten. Schlechte Laune kennt sie nicht.
Vielmehr tanzt und singt sie sogar bei der Arbeit. So werden historische Details mit gelebten Leben aus der jeweiligen Zeit miteinander verwoben.
Die Zuschauer erleben eine Mischung aus Tradition und Moderne, witzig, überraschend und lebendig.
Die Eintrittskarten, 9,50 Euro für Erwachsene und 6,50 Euro für Kinder und Jugendliche, bekommt man vor der Vorstellung an der Tageskasse im "Gasthof Münchner Hofbräu" oder im Vorverkauf bei der Tourist-Information in der Herrngasse 4. "Coburgs Kronjuwelen" kann man dann noch einmal, eine Woche später, am Samstag, 8. Juli, ebenfalls um 13 und 17 Uhr erleben. mako

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren