Neudrossenfeld

Mit Wut im Bauch gegen Haibach

Fussball-Bayernliga nord  Beim TSV Neudrossenfeld hadert man immer noch mit der Schiedsrichterleistung von Ansbach.
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Der Neudrossenfeler Perparim Gashi entwischt seinen Ansbacher Gegenspielern Christoph Hasselmeier und Bastian Herzner.  Foto: Dirk Meier
Der Neudrossenfeler Perparim Gashi entwischt seinen Ansbacher Gegenspielern Christoph Hasselmeier und Bastian Herzner. Foto: Dirk Meier
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von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Neudrossenfeld — Der TSV Neudrossenfeld hat morgen um 15 Uhr Alemannia Haibach zu Gast. Die Unterfranken haben noch fünf Punkte Vorsprung auf die Relegationszone. Doch der droht zu schmelzen, denn die Neudrossenfelder streben mit aller Macht endlich wieder ein Erfolgserlebnis an.

Hugel ist noch verärgert

Trainer Detlef Hugel ist vom Spiel in Ansbach noch immer verärgert über die Schiedsrichterleistung. "Er hat uns zwei klare Tore genommen!", schimpft Hugel. Beim Stande von 1:1 gelang dem eingewechselten Daniel Meyer nach seiner langen Verletzungspause das 2:1, das aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung annulliert wurde. Damit aber noch nicht genug. Der junge Unparteiische aus der Landeshauptstadt entschied beim 2:2-Ausgleichstreffer der Gäste zunächst auf Tor, doch als die Ansbacher reklamierten, nahm er den Treffer wieder zurück. Kein Wunder, dass TSV-Coach Detlef Hugel wütend war: "Ich bin kein Trainer, der eine Niederlage mit Fehlentscheidungen des Schiedsrichters entschuldigt, aber nach den Vorfällen in Ansbach fällt es mir schwer, meinen Grundsatz aufrechtzuerhalten." Gleich zu Beginn habe der Schiedsrichter die Neudrossenfelder benachteiligt, ahndete er doch einen klaren Rückpass zum Ansbacher Torwart nicht.
Die wütenden Proteste brachten TSV-Coach Detlef Hugel in der Schlussviertelstunde die Verbannung auf die Tribüne ein. Außerdem wäre ein Verfahren mit einer Geldstrafe zu erwarten gewesen, doch das wurde von der Verbandsspielleitung eingestellt. Ausschlaggebend dafür war sicherlich auch der Bericht des Spielbeobachters. TSV-Trainer Detlef Hugel: "Ich hatte den Schiedsrichter nicht beleidigt, sondern ihn nur gefragt, ob er weiß, was er pfeift. Er war einfach eine einzige Katastrophe."
Detlef Hugel bescheinigt seiner Mannschaft, in der ersten Hälfte eine gute Leistung geboten zu haben: "Da waren wir klar die bessere Mannschaft. Ansbach wurde erst nach der Pause stärker. Wenn der Schiedsrichter das 2:1 gelten lässt, dann gewinnen wir auch das Spiel."
Gegen Haibach erwartet Hugel eine Trotzreaktion. Vor allem müsse man den Torschützen vom Dienst Christian Breunig neutralisieren. Von den bisher 36 Toren der Haibacher hat er allein 20 erzielt.
Hugel: "Es kommen jetzt endlich auch die verletzten Spieler zurück und sie brauchen für die anstehende Relegationsrunde Spielpraxis. Wie wichtig unser Torgarant Daniel Meyer ist, das hat man schon nach seiner Einwechslung in Ansbach gesehen. Er hat das 2:1 gemacht und das 2:2 vorbereitet. Beide Treffer wurden aber nicht gegeben."
TSV Neudrossenfeld am Samstag um 15 Uhr gegen Alemannia Haibach (Aufgebot): Grüner, Weihs, Dießenbacher, Daschner, Gashi, Hahn, Henriques, Hofmann, König, Lattermann, Moore, Taubenreuther, Tonka, Weikmann, Zapf, Meyer, Pajonk, Jahrsdörfer, Widmaier; Treffpunkt 13.30 Uhr TSV-Sportheim. - Es fehlen: Brand, Rau (beide verletzt), Hofmann (privat verhindert).

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