Forchheim

Mit Hiltpoltstein den Klimaschutzzielen ein Stück näher

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Bei der Eröffnung der Klimawoche waren Glauber (FW), Schubert, Badum, Bauer und Ulm (v. l.) mit dabei.  Foto: privat
Bei der Eröffnung der Klimawoche waren Glauber (FW), Schubert, Badum, Bauer und Ulm (v. l.) mit dabei. Foto: privat

Forchheim — Damit die in einer Biogasanlage erzeugte Energie noch effizienter genutzt werden kann, wurde am Sonntag, 13. Juli, die ORC-Anlage an der Biogasanlage Bioenergie Hiltpoltstein GmbH und Co. KG besichtigt. Die Anlage ist eine Vorrichtung zur Produktion von Strom aus Abgaswärme.
Die Biogasanlage ist eine Tochter der mit einem Firmensitz in Forchheim ansässigen Naturstrom AG, einem Ökostromanbieter der ersten Stunde. Landrat Hermann Ulm (CSU) begrüßte die Besucher, gefolgt von Lisa Badum (Die Grünen), die im Namen der Naturstrom AG den Landwirten und Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) für die gute Zusammenarbeit in der Region dankte.
Die Reden waren gleichzeitig der Auftakt zur Bayerischen Klimawoche. Ulm betonte die Wichtigkeit der Klimaschutzziele des Landkreises. Anlagen wie die Bioenergie Hiltpoltstein verringern den CO2 -Ausstoß des Landkreises bei der Energieerzeugung und tragen so zur Erreichung der Ziele bei.

Wie funktioniert die Anlage?

Bürgermeisterin Gisela Bauer hob hervor, dass die Abwärme der Biogasanlage in der Kommune zur Wärmeversorgung genutzt werde. Umweltingenieur Christian Schubert von der Naturstrom AG erläuterte die Funktionsweise der Anlage.
Angeregt wurde die Besichtigung vom Landratsamt Forchheim und der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Die ORC-Anlage wurde im November 2013 in Betrieb genommen und produziert jährlich circa 160 000 Kilowattstunden Strom.
Sie funktioniert folgendermaßen: Eine organische Flüssigkeit wird über den Verdampfungspunkt erhitzt, es entsteht hoher Druck, der anschließend technisch entspannt wird.
Dabei wird Expansionsenergie in mechanische Arbeit umgesetzt, die einen Generator zur Stromproduktion antreibt. Danach wird die Flüssigkeit über einen Tischkühler abgekühlt. Der geschlossene Kreislauf kann wieder von vorne beginnen.
In Hiltpoltstein versorgt ein Nahwärmenetz öffentliche Gebäude wie Schule und Kindergarten, ein Gewerbegebiet, aber auch Wohnhäuser mit Wärme. Vor der Installation der ORC-Anlage war jedoch noch Wärmeenergie übrig. Erst jetzt könne die Energie optimal genutzt und die Anlageneffizienz gesteigert werden. red

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