Fechheim

Mit Gottvertrauen auch durch stürmische Zeiten

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Nicht alltäglich: Im Rahmen des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde wurde der kleine Linus getauft. Von links: Gabi Kaiser, Andreas Sauer, Yvonne Hofmann, Linus Knoch, Niklas Trimborn, Thomas und Katharina Knoch sowie Elias Knoch. Foto: Edwin Meißinger
Nicht alltäglich: Im Rahmen des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde wurde der kleine Linus getauft. Von links: Gabi Kaiser, Andreas Sauer, Yvonne Hofmann, Linus Knoch, Niklas Trimborn, Thomas und Katharina Knoch sowie Elias Knoch. Foto: Edwin Meißinger
Fechheim — Eine feierfreudige Gemeinde, eine Kirchenscheune, einen gelungener Gottesdienst, eine Hüpfburg, strahlender Sonnenschein und Gottes Segen - wer all dies hat, der feiert auch ein gelungenes Gemeindefest. Dieses hat die evangelische Kirchengemeinde gestern gefeiert.
Einen Höhepunkt hat der Gottesdienst mit der Taufe eines neuen "Bordmitgliedes" erlebt. Der Ausdruck des "Bordmitglied" hatte seine Berechtigung, denn der Familiengottesdienst stand unter dem Motto "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt". Das jüngste Mitglied der Gemeinde heißt Linus Knoch und ist gerade mal zwei Monate jung. Begleitet wurde er während der Taufhandlung von seinen Eltern Katharina und Thomas Knoch und dem großen Bruder Elias. Als Taufpaten standen ihm Yvonne Hofmann und Niklas Trimborn zur Seite. Die Taufhandlung führte Pfarrer Andreas Sauer durch. Mit Linus Knoch zählt die Kirchengemeinde Fechheim nun 1261 Mitglieder.
Zudem wurde an die Gottesdienstbesucher eine "Bordkarte" verteilt. Auf dieser konnten die Besucher ihren Namen angeben und bei den vielfältigen Gemeindeaufgaben ankreuzen, worin man sich ausprobieren und einüben wolle. Diese Karte konnte dann am Tombolastand abgegeben werden. Mit den Einnahmen der Tombola des "Fema-Kreises" wird wieder die Partnergemeinde in Matamba (Tansania) unterstützt. Direkt am Tombolastand war ein kleiner geschmückter Weihnachtsbaum aufgebaut. Eine Mitarbeiterin stellte heraus, dass nur noch 166 Tage bis Weihnachten wären und man dringend Mitarbeiter für die Gestaltung der Weihnachtsgottesdienste suche.
Lektorin Anneliese Mann teilte mit, dass Pfarrer Loris erkrankt sei. Sie ermutigte die Kirchengemeinde zu einer 24-Stunden-Gebetskette für Pfarrer Loris. Von daher werde die Gemeinde am kommenden Wochenende von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr für ihren Pfarrer Loris beten.
Nach dem Gottesdienst stärkte sich die Gemeinde am Mittagessen oder ließ sich Kaffee und Kuchen schmecken. Eine große Schiffhüpfburg stand für die kleineren Matrosen bereit, jung und alt Besucher bewunderten oder erwarben gar verschiedene kreative Kunstwerke. Viele Besuchern lauschten den instrumentalen Klängen der Musikband oder befanden sich im regen Gespräch miteinander.
Pfarrer Andreas Sauer ging auf die Zukunft der Kirchengemeinde ein. Lektorin Anneliese Mann hatte im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dem inzwischen etwa 1200 Jahre alten Kirchenschiff momentan der Wind "sehr stark entgegen bläst". Wie es mit der Gemeinde weitergehe, sei noch nicht klar. Nachdem Teile des Deckenputzes der Michaelskirche heruntergefallen sind, wurde sie im September 2013 auf unbestimmte Zeit gesperrt. Mann wies allerdings auch darauf hin, dass Jesus Christus der Gemeinde zur Seite gestanden habe, so habe die Gemeinde ihre Gottesdienste auch in Fürth am Berg feiern können.
Pfarrer Sauer betonte zum Ende Gottesdienstes: "Damit das klar ist. Die Landeskirche wird die Kirchengemeinde Fechheim nicht hängen lassen!" Weiter führte er aus, dass im Laufe des Herbstes und des kommenden Winterhalbjahres ein "wasserdichter" Finanzierungsplan erstellt werden würde. Erneut bekräftigte er "Die Kirche wird instand gesetzt, das steht außer Frage!" em

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