Friesen

Mit Dreierkette zurück in die Erfolgsspur

Fussball-Landesliga Nordost  Beim SV Friesen ist nach dem Trainerwechsel vieles neu. Carlo Werner setzt nicht nur auf sein alt bewährtes 3:5:2- System, sondern schenkt im Abstiegskampf vor allem den Routiniers das Vertrauen. Ein Dreier gegen Veitsbronn ist für den Tabellenvorletzten Pflicht.
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Im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel erhoffen sich die beiden "Macher" des SV Friesen einen Sieg von ihrer Mannschaft. Vorstand Norbert Kraus (links) und "Manager" Sepp Geiger sind davon überzeugt, dass Carlo Werner in der prekären Situation genauer der richtige Mann ist. Die Gäste aus Veitsbronn sollten sich also heute warm anziehen, wenn um 14 Uhr im Frankenwaldstadion angepfiffen wird. Foto: Heinrich Weiß
Im ersten Heimspiel nach dem Trainerwechsel erhoffen sich die beiden "Macher" des SV Friesen einen Sieg von ihrer Mannschaft. Vorstand Norbert Kraus (links) und "Manager" Sepp Geiger sind davon überzeugt, dass Carlo Werner in der prekären Situation genauer der richtige Mann ist. Die Gäste aus Veitsbronn sollten sich also heute warm anziehen, wenn um 14 Uhr im Frankenwaldstadion angepfiffen wird. Foto: Heinrich Weiß
Friesen — Das Comeback auf der Trainerbank des SV Friesen endete ohne Punkte für Carlo Werner. In Buch unterlagen die "Grünen-Weißen" mit 0:1. Der erhoffte Zusatz-Kick durch den wenige Tage zuvor vollzogenen Wechsel auf der Kommandobrücke blieb vorerst aus. Heute soll das ganz anders werden!
Gegen den ASV Veitsbronn ist im Frankenwaldstadion für den Tabellenvorletzten ein Dreier Pflicht - schließlich geht es wieder gegen einen Gegner, der auch noch nicht sorgenfrei ist.


Neue Taktik - neues Glück?

Bei der taktischen Marschroute hat sich der neue Chef an der Außenlinie an Altbewährtes erinnert. Mit einer Dreierkette (voraussichtlich Woitschitzke, Sudol und Roger) sowie fünf Mittelfeldspielern und zwei Spitzen will er den Gegner knacken. Ein Spielsystem, das Werner schon seit Jahren bevorzugt und mit dem er die Friesener während seiner ersten Amtszeit fast bis in die Bayernliga führte.
Gelingt der zu Saisonbeginn zum erweiterten Favoritenkreis in der Landesliga Nordost gezählten Friesener allerdings damit wieder kein Sieg, wird es richtig eng. Der im Mai nächsten Jahres zum Klassenerhalt benötigte 13. Tabellenplatz ist nämlich bereits sieben Punkte weg.


Notfalls sogar über die Relegation

Dem neuen Übungsleiter ist es nach eigenen Worten egal, ob die Mission Klassenerhalt direkt oder über Umwege, sprich über die Relegation gelingt - Hauptsache sie gelingt überhaupt. Denn kaum jemand hatte damit gerechnet, dass die mit zahlreichen Routiniers gespickte SVF-Truppe überhaupt so weit in der Tabelle abrutschen könnte.
Wie schnelllebig das Fußballgeschäft auch im Amateurbereich ist, zeigt die Entwicklung des SVF in den letzten Monaten. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da propagierten die Verantwortlichen einen Neuaufbau mit vielen jungen Talenten und setzen diesen mit einem Jungspund als Trainer (Andreas Lang) auch konsequent um. Der Schnitt schien erfolgreich vollzogen, doch dann kamen immer wieder unerwartete Rückschläge, die aktuell mit dem Abrutschen auf einen der beiden direkten Abstiegsplätze gipfelten.


"Jugend forscht" ist vorbei

Mit "Jugend forscht" ist es in Friesen deshalb erst einmal vorbei. Inzwischen stehen wieder jede Menge Routiniers auf dem Platz, die in dieser schwierigen Phase die "Feuerwehr" spielen sollen. Das Durchschnittsalter der Werner-Elf gehörte am letzten Spieltag zu den ältesten in der Liga (knapp 26 Jahre) - genauer gesagt, sie hatte hinter der des FSV Stadeln sogar den zweithöchsten Wert aller 18 Landesligisten (Quelle: anpfiff.info).


Zweitälteste Landesliga-Elf

Einer, der diesen Wert maßgeblich beeinflusste, ist Torwart-"Oldie" Siegfried Kirschbauer, der von Carlo Werner den Vorzug vor Manuel Fröba bekam. Der ehemalige Bundesligaprofi (u.a. bei Fortuna Düsseldorf) setzt im Existenzkampf eben auf Routine. Getreu dem Motto - "Es gibt keine jungen oder alten Spieler, sondern nur gute und schlechte" - fordert Werner die von vielen erwartete Leistungssteigerung: "Die Jungs müssen begreifen, dass sie jetzt mitten im Abstiegskampf stehen. Sie müssen kratzen und beißen".
Eigenschaften, die zuletzt zu kurz kamen. Wenig überraschend, dass deshalb auch der Zuschauerzuspruch bei Heimspielen zuletzt rückläufig war, denn mehrmals verließen die treuen Fans enttäuscht das weite Rund. Spätestens ab jetzt ist aber Punktesammeln und Wiedergutmachung geplant. Der Neubeginn soll mit einem Sieg gegen Veitsbronn eingeleitet werden - Carlo Werner und seine "alten Hasen" sind bereit. oph
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