Grub am Forst

Miniatur-Reise durch Amerika

Das Thema USA haben sich die Mitglieder der Gartenbahnfreunde Sonnefeld/Grub vorgenommen, wenn sie am ersten Januarwochenende zu ihrer Ausstellung im Grüber Schützenhaus einladen.
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Bernd Korn, Kopf der Gartenbahnfreunde, bastelt an seiner Heimanlage.  Foto: Klaus Oelzner
Bernd Korn, Kopf der Gartenbahnfreunde, bastelt an seiner Heimanlage. Foto: Klaus Oelzner
Es gehören schon eine gute Portion Geduld, Enthusiasmus und Liebe zum Detail dazu, um eine Modellbahnanlage aufzubauen und möglichst vorbildgetreu zu gestalten. Das sind Eigenschaften, die den Mitgliedern der Gruppe Gartenbahnfreunde Sonnefeld/Grub eigen sind, allerdings in der Gewissheit: Eine Modellbahn darf nie fertig werden.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten widmen sie sich ihrem gemeinsamen Hobby, investieren so manchen Euro in den Vereins-Anlagenbau und rollendes Material. Immer wieder besuchen sie im Rahmen ihrer Gruppenausflüge Modellbahn-Ausstellungen in der ganzen Republik, um sich Anregungen zu holen.
Was daraus geworden ist, präsentieren sie am ersten Januar-Wochenende 2016 während der Gartenbahn-Fahrtage im Schützenhaus Grub: am Samstag, 2. Januar, ab 12 Uhr und am Sonntag, 3. Januar, ab 10 Uhr. Geöffnet ist an beiden Tagen jeweils bis 17 Uhr. Schirmherr ist Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG).
Anders als bei Wohnzimmeranlagen in der üblichen 16-Millimeter Spurweite HO liegen die Schienen bei der Spurweite G (wie Gartenbahn) ganze 45 Millimeter auseinander. Das stellt an die Eisenbahnfans besondere Anforderungen, wenn es um die maßstabgetreue Einbindung der Gleisanlagen in das Landschaftsumfeld geht oder Wohnsiedlungen und Industrieanlagen per Schiene zu erschließen sind. Im Fachhandel erhältliche Schienen, Lokomotiven, Wagen und Gebäude sind so stabil gefertigt, dass sie ohne Weiteres im Hausgarten verlegt werden könnten.


Schluchten und Reservate

Für die Fahrtage zum Jahreswechsel haben sich die rund 20 Aktiven um Bernd Korn (Grub am Forst) das Thema USA ausgewählt. Dann rollen originalgetreue Züge durch improvisierte Weiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Gewagte Brückenkonstruktionen gehören ebenso dazu wie typisch amerikanische Siedlungen oder Zugverkehr durch Reservate heimischer Indianerstämme. Als besondere Attraktion gilt die Trestle-Brücke, die sich als filigrane Holzbalkenkonstruktion von Felsvorsprung zu Felsvorsprung schwingt und den Zuggarnituren ihren Fahrweg über die selbst noch im Modell gefährlich wirkende Schlucht hinweg ermöglicht. Wie im Original überqueren Climax- und Shay-Lokomotiven mit ihren schweren Holztransportzügen und angepasstem Sound das Hindernis.
Extra lange Lokomotiven vom Typ F7 Units dokumentieren mit ihren Streamlinerwagen die Dieseltraktion. Züge dieser Gattung verbinden - im Original oft hintereinander mit mehreren Triebfahrzeugen bestückt - auf mehrtägigen Routen quer durch die Vereinigten Staaten heute noch die Atlantikküste im Osten mit der Pazifikregion im Westen. Mit ihrer angehängten schweren Fracht überwinden sie Tausende Meilen Schienenstrang durch schier endlose Wälder, gewaltige Bergformationen, trostlose Prärieabschnitte und heiße Wüsten im Südwesten.
Die Gartenbahnfreunde haben auf rund 140 Quadratmetern Ausschnitte dieser ebenso fantastischen wie abwechslungsreichen Landschaftsabschnitte dargestellt. "Mit langen Zügen, Dampffahnen und typischem Loksound werden unsere Besucher verwöhnt", wirbt Stefan Großmann (Sonnefeld) für den Neujahrsbesuch in Grub am Forst. Übrigens: Hunger und Durst muss niemand leiden. Dafür sorgt das Betreuungsteam im "Speisewagen", der an beiden Tagen geöffnet ist.


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