Bayreuth
Theater 

Messerscharfe Dialoge

Die Studiobühne Bayreuth zeigt ab Samstag noch einmal "Der Gott des Gemetzels" von Yasmin Reza.
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Szene aus "Der Gott des Gemetzels" Foto: Studiobühne
Szene aus "Der Gott des Gemetzels" Foto: Studiobühne
Die erfolgreiche Inszenierung der letzten Spielzeit ist wieder auf dem Spielplan der Studiobühne Bayreuth: "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza. Premiere für die Wiederaufnahme ist am 19. Dezember um 20 Uhr. Es spielen Frank Ambrosius, Birgit Franz, Martin Kelz und Sigrid Kern.
Ein Wohnzimmer wird zum Schlachtfeld der Weltanschauungen. Zwei Kinder prügeln sich, der eine Junge schlägt dem anderen einen Zahn aus. Die Eltern treffen sich, um gemeinsam den Vorfall zu besprechen. Wer hat den Streit angezettelt, wen trifft die Schuld?
Was als Aussprache besorgter Eltern begonnen hat, verlässt schnell den Boden einer politisch korrekt geführten Unterredung. Bei Kaffee und Kuchen nehmen Schuldzuweisungen und Sticheleien ihren Lauf - und bald schon sind alle zivilisatorischen Spielregeln mit archaischer Kraft beiseite geräumt.
Und die Mischung der Elternpaare ist brandgefährlich! Auf der einen Seite der dauertelefonierende Top-Anwalt Alain, der einen Pharmakonzern mit einem gesundheitsschädlichen Medikament vertritt, sowie seine hypernervöse Ehefrau Annette. Auf der anderen Seite die hochambitionierte Schriftstellerin Véronique mit moralischem Überlegenheitsanspruch und ihr Mann Michel, der sich als Gutmensch zeigt, aber soeben den Hamster seiner neunjährigen Tochter ausgesetzt hat. Ein Stück mit messerscharfen Dialogen, durchdachter Rhetorik und grenzenlosem Wortwitz.
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