Haßfurt

Menschen in unserer Mitte

Neujahrsgrüsse  Landrat Wilhelm Schneider sieht in der Betreuung der Asylbewerber eine Aufgabe. Und es gibt noch viele weitere wichtige.
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In diesem Schuljahr 2014/2015 kann die Grundschule in Ebern den Kindern von Asylbewerbern und Flüchtlingen sowie anderen Migranten neben der Regelbeschulung Sprachunterricht bieten. Der Deutschunterricht findet mit den Lehrkräften Silke Schweikert (Zweite von rechts) und Birgit Bühler in Kleingruppen statt. Foto: Johanna Eckert
In diesem Schuljahr 2014/2015 kann die Grundschule in Ebern den Kindern von Asylbewerbern und Flüchtlingen sowie anderen Migranten neben der Regelbeschulung Sprachunterricht bieten. Der Deutschunterricht findet mit den Lehrkräften Silke Schweikert (Zweite von rechts) und Birgit Bühler in Kleingruppen statt. Foto: Johanna Eckert
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Kreis Haßberge — Zum neuen Jahr wendet sich Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider an die Bürger. Seine ganz persönliche Bilanz: "Für mich persönlich war das Jahr 2014 mit der Wahl zum Landrat des Landkreises Haßberge ein sehr spannendes Jahr mit vielen und guten menschlichen Begegnungen, neuen Erfahrungen und besonderen Herausforderungen. Meine neue Aufgabe bereitet mir sehr viel Freude." Engagierte Menschen und Familien, Heimatverbundheit und bürgerschaftliches Engagement, dafür sei er sehr dankbar, schreibt Schneider.
Diese aktiven Bürger "machen unseren Landkreis attraktiver und heller. Ein gutes Beispiel sind die vielen kirchlichen, verbandlichen und ehrenamtlichen Initiativen, die sich um die Betreuung und Integration unserer Asylbewerber und Flüchtlinge kümmern. Die Unterbringung von Asylbewerbern ist eine große Herausforderung für das Landratsamt und unsere Kreisverwaltung. Unsere Aufgabe ist es mitzuhelfen, dass die Menschen in unserer Mitte ankommen, dass nicht nur über sie, sondern vor allem mit ihnen gesprochen wird. "
Für das Landratsamt seien, beschreibt der Landrat, Alltagsbetreuerinnen tätig, die sich mit vielen Asylbewerbern in einer ihrer Sprache unterhalten könnten und die helfen, in Deutschland erste Brücken zu schlagen.
Wichtiger Ansatzpunkt im Kreis sei es, Asylbewerber dezentral in kleineren Unterkünften unterzubringen. Das Hineinwachsen in die örtlichen Strukturen falle so leichter. "Erste Beispiele belegen, dass dieser Weg richtig ist. Uns ist es ganz wichtig, dass sich die Asylbewerber bei uns im Landkreis willkommen fühlen und sich hier gut einleben können. Wir wollen den Flüchtlingen helfen und sollten den Zustrom dieser Menschen, die ihre Heimat kriegsbedingt oder wegen Verfolgung aus politischen, religiösen und anderen Gründen verlassen haben, nicht als Last, sondern als Chance begreifen."
Als Herausforderungen sieht Schneider den Ausbau der Breitbandversorgung, die Weiterentwicklung des ÖPNV, die Energiewende, den Bau des Tierheims, die Sanierung der Schulen und die Sicherung der Krankenhäuser.
Schneider appelliert: "Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen für unser gemeinsames Ziel: Unsere Heimat so zu gestalten, dass sie für junge Familien, aber auch für unsere Senioren, ein attraktiver Lebensraum ist und dass wir für unsere Betriebe und Unternehmen ein wichtiger Standort bleiben."

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