Kirchlauter
Gemeinderat 

Mehr Licht im Saal

Das "Oskar-Kandler-Zentrum" in Kirchlauter soll saniert werden. Bei der Planung kommen auch die Bürger zu Wort.
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Unter dem Punkt "Informationen" verbargen sich die wesentlichen Themen bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Kirchlauter.
In der Ratssitzung am 8. November wird Ingenieur Johannes Hahn die Pläne für den Umbau und die Sanierung des "Oskar-Kandler-Zentrums" in Kirchlauter erläutern. Nach bisherigen Vorstellungen soll das Dach angehoben werden, und die Fenster will man bis zum Boden vergrößern, um mehr Licht in den Saal zu bringen.


Fördermittel in Aussicht

In einer Bürgerversammlung am 15. November wolle er dies vorstellen und dann mit dem Gemeinderat und der Vereinsgemeinschaft besprechen, erklärte der Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD). Bis Februar müsse die Baumaßnahme mit Planung, Kostenrechnung und Gemeinderatsbeschluss vorliegen, damit man noch in das ILE-Programm gelange, das eine Förderung von 60 Prozent verspricht.
Hinsichtlich des vorgesehenen Baus eines Windparks auf dem "Tonberg" bei Kirchlauter hat der beauftragte Rechtsanwalt seine Stellungnahme nun an das Landratsamt übermittelt, erklärte Kandler weiter. Eine Entscheidung für den Windpark wäre demnach fehlerhaft, wenn vorher nicht alle naturschutzrechtlichen Probleme sowie die vorhandene Flora und Fauna ermittelt würden. Der Naturpark genieße einen Schutzstatus, der zugunsten der Windräder einseitig aufgegeben würde. So bestünden Zweifel an der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens. Der Gemeinderat will gegebenenfalls gerichtlich gegen das Windradprojekt vorgehen, wie er in seiner letzten Sitzung beschlossen hat.
Weiter erläuterte Kandler, dass es eine Änderung bei der Grüngutentsorgung gibt. In Salmsdorf ist keine Anlieferung mehr möglich. Im Wertstoffhof Kirchlauter gebe es für Grüngut einen Container. Allerdings sei die Anlieferung dort nur zu den Öffungszeiten möglich. Man hätte aber auch außerhalb dieser Öffnungszeiten gerne eine Möglichkeit angeboten. Auf diese Weise subventioniere man aber, so lauteten Bedenken, über den Friedhof die dortige Grüngutablagerung mit jährlich 1400 Euro, weil dort auch Grünschnitt aus dem Hausbereich abgegeben werde. Ebenso treffe man immer wieder auf Ablagerungen in Gebüschen und Hecken. Für einige Bürger stelle sich das Problem, dass sie keine Transportmöglichkeit zum Wertstoffhof hätten. Deswegen überlege man, zusätzliche Boxen aufzustellen.


Immense Fremdwassermengen

Wegen des Fremdwasserzuflusses in der Kanalisation Kirchlauter ist die Kamerabefahrung abgeschlossen worden, wurde weiter informiert. Man werde nicht daran vorbeikommen, hieß es, größere Schäden möglichst bald abzustellen. Bei den großen Regenfällen im August wurde ein Fremdwasseranteil von 200 Prozent festgestellt. Den gelte es zu senken, sagte Kandler.
Im Zusammenhang mit dem Baugebiet "an der Leite" in Kirchlauter sprach der Bürgermeister von einer guten Nachfrage, so dass es gerechtfertigt wäre, den nächsten Bauabschnitt anzugehen. Ingenieur Perry Alka soll deswegen in der nächsten Sitzung dazu Stellung nehmen und die Planung vorstellen.
Mehrere private Bauvorhaben und eine Option für die Neuregelung der Umsatzbesteuerung von Leistungen der öffentlichen Hand hatten als offizielle Punkte auf der Tagesordnung gestanden. Sie wurden gebilligt. gg

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