Lichtenfels

Mehr Geflecht

Lichtenfels möchte mehr als Korbstadt erkennbar sein. Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm sollen dazu eingesetzt werden.
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Wie werden die Bushaltestellen in Lichtenfels künftig aussehen? Bei dieser Frage hat auch die Regierung von Oberfranken ein Wort mitzureden, denn von ihr wurden Fördermittel zur Gestaltung beantragt. Foto: R. Popp
Wie werden die Bushaltestellen in Lichtenfels künftig aussehen? Bei dieser Frage hat auch die Regierung von Oberfranken ein Wort mitzureden, denn von ihr wurden Fördermittel zur Gestaltung beantragt. Foto: R. Popp
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Ob Abfalleimer, Aschenbecher oder Bushaltestellen: Wo Geflecht zur Gestaltung dienen kann, da möchte die Stadt es einsetzen, um optisch besser als "Deutsche Korbstadt" wahrgenommen zu werden. Im November genehmigte der Stadtrat eine Bedarfsliste für das Städtebauförderungsprogramm 2016. Die Aufstellung beinhaltet unter anderem Gestaltungselemente und Möblierung für die Altstadt. Hierfür erhofft man sich einen Zuschuss von 150 000 Euro. Konkrete Vorschläge wurden erarbeitet. An der Entwicklung waren auch das Innovationszentrum Lichtenfels mit Professor Stübbe beteiligt. "Der Antrag liegt der Regierung vor", bestätigte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD). Nun warte man auf deren Entscheidung.
Ein wichtiges Augenmerk bei der Innenstadtmöblierung gilt den Radfahrern. Immerhin liegt Lichtenfels an einem der wichtigsten Radwanderwege Deutschlands. "Wir möchten, dass Besucher, die mit dem Fahrrad kommen, nicht nur durchfahren, sondern sich bei uns aufhalten", sagt der Bürgermeister. Als Fahrradständer sind eher schlichte Metallbügel angedacht. Im Bereich des Gebäudes Marktplatz 10 soll eine Schließfachanlage entstehen.


Verkehrsleitsystem

Die Radfahrer betrifft noch ein weiteres Vorhaben, für das ebenfalls Fördermittel (50 000 Euro) beantragt werden: Ein Verkehrsleitsystem beziehungsweise Verkehrsentwicklungsplan. "Der Radverkehr in Lichtenfels, das ist ein ganz wunder Punkt", sagt Matthias Rühl, der als Stadtplaner eingesetzt wird. Für den Verkehrsentwicklungsplan laufe bereits die Ausschreibung. Von ihnen werden Erhebungen und Vorschläge für den fließenden und ruhenden Verkehr gefordert. Berechnungen zu verschiedenen Verkehrsmodellen für den Marktplatz gehören dazu. Darauf werden künftige Entscheidungen basieren. Zusammenfassend betont Rühl: "Es sind keine einsamen Entscheidungen, die jemand trifft. Da steckt viel gedankliche Arbeit dahinter."

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