Weidhausen bei Coburg

Mehr Damen beim Blaulicht

brandschutz  Bei der Feuerwehr Weidhausen sind Helga Ganß und Elke Fischer zu wichtigen Stützen geworden. Dennoch macht sich Kommandant Günter Schlund Gedanken, warum viele Menschen keinen ehrenamtlichen Dienst leisten wollen.
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Neu - und gleich ein Gesprächsthema im Ort: die Nachtbeleuchtung für das Weidhäuser Feuerwehrgerätehaus. Foto: Berthold Köhler
Neu - und gleich ein Gesprächsthema im Ort: die Nachtbeleuchtung für das Weidhäuser Feuerwehrgerätehaus. Foto: Berthold Köhler
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Weidhausen — Bei der Feuerwehr sind die Frauen in den Reihen der Aktiven auf dem Vormarsch. Das ist eine Tatsache, welche die Führungsriege und auch Bürgermeister Markus Mönch (parteilos) stolz macht. "Besonders erfreulich ist, dass Helga Ganß und Elke Fischer in Weidhausen arbeiten und somit auch tagsüber für Einsätze zur Verfügung stehen", sagte Kommandant Günter Schlund bei der Hauptversammlung.
Trotz dieser positiven Signale bedauerte der Kommandant, dass viele Gespräche mit Einwohnern über einen Eintritt in die Wehr ohne Gehör bleiben. "Auch im Kindergartenalter ist die Begeisterung groß, schwindet aber, wenn die Kinder älter werden", erklärte Schlund.
Die Einsatzbereitschaft der Dienstleistenden bezeichnete der Kommandant als reibungslos - gleiches gelte auch für die 13 Einsätze, die statistisch von 126 Aktiven abgeleistet wurden. Hinzu kamen 17 Übungen.
In Eigenregie wurden elektrische Türöffner und die Nachtbeleuchtung in Gerätehaus eingebaut. Eine Feuerwehranwärterin wechselte in den aktiven Dienst, zwei Anwärter konnten ebenfalls gewonnen werden. "Damit besteht die Jugendgruppe aus acht Mitgliedern", gab Jugendwart Heiko Jacob bekannt. Er berichtete von 46 abwechslungsreichen und unterschiedlichen Übungen.
Gerätewart Rainer Pohl kündigte an, dass für den Digitalfunk heuer die restlichen Einbauvorarbeiten vorgenommen werden. Die sieben Atemschutzgeräteträger werden heuer kräftigen Zuwachs erhalten. "Für die Ausbildung haben sich erfreulicherweise sechs Aktive zur Verfügung gestellt", berichtete Atemschutzgerätewart Matthias Knauer.
Der Vorsitzende, Thomas Bauer betonte, dass mit den Erlösen aus Festen oder Bewirtschaftungen die aktive Wehr oder die Jugend unterstützt wird. "Als Verein sind wir für die Wehr da und investieren gerne in die Jugend, denn die ist unsere Zukunft", sagte Bauer.
Durch Spenden wurden zwölf Parkas für die Jugendlichen und ein schwimmender Saugkorb angeschafft, führte Kassier Hubert Zapf aus. Vergnügungswart Ernst Ploß zeigte sich zufrieden mit den durchgeführten Veranstaltungen, bei denen die Wehr auch auf die Mithilfe der Frauen bauen konnte. Als nächsten Termine kündigte er das Schlachtfest am Samstag, 21. Februar an.
Von einer "sehr guten Zusammenarbeit, bei der vieles auf dem kurzen Dienstweg erledigt wird", sprach Markus Mönch. Potenzial für die Wehr ist nach Einschätzung des Bürgermeisters in der Einwohnerschaft vorhanden: "Über 1400 Personen im Gemeindegebiet könnten sich in den Dienst am Nächsten stellen." Um die Pflichtaufgaben als Kommune zu erfüllen, sei die Gemeinde wir auf die ehrenamtliche Arbeit der Dienstleistenden angewiesen - "sonst wäre das nicht zu schultern", sagte Mönch. Der Bürgermeister zeigte sich optimistisch, was den Antrag auf ein neues Fahrzeug betrifft.
Kreisbrandinspektor Stefan Zapf erklärte: "Trotz manch schwerem Einsatz ist es wichtig, dass der Dienst auch Spaß macht." Erfreut über die starke Jugendgruppe zeigte sich Kreisbrandmeister Jochen Mann.

Zapf: Respekt vor dieser Leistung

Ein besonders verdienter Aktiver der Weidhäuser Feuerwehr ist Horst Zapf: Er trat im Jahr 1949 in die Wehr ein und nahm bei der Versammlung die Ehrung für 65-jährige Treue in Empfang. Thomas Bauer sagte: "Horst Zapf war unter anderem auch 50 Jahre unser Kassierer. Vor dieser Leistung ziehe ich meinen Hut. Die Wehr ist dankbar für seinen Einsatz, der nachahmenswert ist." ake

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