Höchstadt a. d. Aisch

Mehr Barben für die Aisch

Die Biotop- und Artenschutzgruppe des Höchstadter Fischereivereins hielt unlängst ihre Jahreshauptversammlung ab. In seiner Rückschau erinnerte der Gruppens...
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Die Biotop- und Artenschutzgruppe des Höchstadter Fischereivereins hielt unlängst ihre Jahreshauptversammlung ab. In seiner Rückschau erinnerte der Gruppensprecher Markus Schmitt daran, dass es im vergangenen Jahr nicht leicht war, von zertifizierten Fischbetrieben seltene Fische zu kaufen. Dennoch sei man fündig geworden, und Schmitt dankte Ilka und Fritz Ottlinger, die viele Kilometer gefahren sind, um diese Flossenträger zu besorgen.
In einer großen Aktion seien Moderlieschen in den gesamten Schwarzenbachgraben und neue Rotfedern und Rotaugen in die Aisch eingesetzt worden. "Ein voller Erfolg", lobte auch Vereinsvorsitzender Klaus Müller, der bemerkte, dass dies ohne Sponsoren nicht möglich wäre. Er glaubt und hofft, dass diese Geldgeber auch heuer wieder an Bord sind. Müller erläuterte weiter, dass man die Gewässer in den nächsten Jahren verstärkt mit Glasaalen besetzen werde, nachdem der Preis wieder gefallen ist. Außerdem dankte Müller Paul Neudörfer, der einen neuen Brotzeitspender für das Biotopfest gefunden hat.
Markus Schmitt machte verschiedene Vorschläge zu Besatzmaßnahmen, die nur für den Artenschutz gedacht sind. Nach längerer Diskussion kam man überein, dass man Teichmuscheln kaufen wird, damit neues Leben rund um die neue Aischbrücke entsteht. Dies sei ein idealer Platz, wie kürzlich Jungfischer wahrnehmen konnten. Beste Voraussetzungen, meinten auch die Biotopgruppenmitglieder, die Aisch sei sauberer geworden und der Erfolg stelle sich ein, da sich auch Fische dort befinden, die als Wirt für die Teichmuscheln dienen könnten.


Eine Chance für Krebse

Nachdem der Erfolg mit Barben sich in den vergangenen Jahren gezeigt habe, will man von den Spendengeldern eine besondere Aktion starten. Bisher hatte man kleine Barben gekauft, die oft Beute von Raubfischen wurden. Nun will man 40 Zentimeter große Barben kaufen, die sich mit den Barben in der Aisch paaren können.
Nach längerer Pause soll auch wieder ein Krebsbesatz getätigt werden, diese Schalentiere soll auch im Regenrückhaltebecken mal eine Chance bekommen, meinte Max Gulden. Der einzige Wermutstropfen sei in diesem langen Winter gewesen, dass der Kormoran wieder an der Aisch fischte, und so werden wohl auch viele artgeschützte Fische seine Beute geworden sein, wie Max Gulden vermutet. pn

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