Meeder

Meeder will das schnelle Internet

Technik  Die Gemeinde schließt sich mit der Stadt Coburg zusammen, um das Breitbandnetz ausbauen zu können. Die finanzielle Belastung hält sich in engen Grenzen, der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu.
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Die blau gekennzeichneten Gebiete zeigen das Erschließungsgebiet für den Ausbaus des Breitbandnetzes in der Gemeinde Meeder.  Foto: Gabi Arnold
Die blau gekennzeichneten Gebiete zeigen das Erschließungsgebiet für den Ausbaus des Breitbandnetzes in der Gemeinde Meeder. Foto: Gabi Arnold
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von unserer Mitarbeiterin Gabi Arnold

Meeder — Mit Hochgeschwindigkeiten im Netz zu surfen, dies soll nun in der Gemeinde Meeder realisiert werden. Der Ausbau des Breitbandnetzes soll voraussichtlich bis zum Herbst 2016 erfolgen. Geplant ist eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Coburg. Einstimmig gab der Gemeinderat am Montagabend "grünes Licht" für dieses Vorhaben.
Das Erschließungsgebiet für den Hochgeschwindigkeitsausbau ist festgelegt, es umfasst die Kerngemeinde mit den Gemeindeteilen. Siegbert Reuther von der Reuther NetConsulting informierte über das Förderprogramm, das es seit dem Jahr 2012 vom Freistaat Bayern gibt und das im Juli 2014 neu aufgelegt wurde. Das Fördervolumen beträgt 1,5 Milliarden Euro, die Gemeinde Meeder kann laut Reuther mit einer maximalen Förderung von 860 000 Euro rechnen, hinzu kommt ein Betrag von 50 000 Euro, mit dem die kommunale Zusammenarbeit, in diesem Fall mit der Stadt Coburg, gefördert wird. Dies entspricht einem Fördersatz von 90 Prozent. Der anfallende Eigenteil kann durch die LFA-Förderbank finanziert werden. Jeder Anschluss im fördertechnischen Erschließungsgebiet muss laut Reuther nach dem Ausbau mindestens 30MBit/s Downstream erreichen, mindestens ein Anschluss muss nach dem Ausbau 50 MBit/s erreichen.
Die Gemeinde Meeder will nun von dem Förderprogramm profitieren mit dem Ziel, eine nahezu flächendeckende Versorgung mit 30 MBit/s im Gemeindegebiet zu erreichen. Dazu sollen Glasfaseranschlüsse in die Häuser verlegt werden. Glasfaser ermögliche unendlich viel Bandbreite, erklärte Reuther.
Jetzt geht es in einem nächsten Schritt in das Auswahlverfahren, in der Juli-Sitzung sollen die Auswahlgewinner feststehen. Diese Zeit werden die Provider, zum Beispiel die Telekom oder die SÜC, für die Planungen benötigen. "Mit dem Zuwendungsbescheid wird im September dieses Jahres gerechnet, der Ausbau erfolgt dann innerhalb der nächsten zwölf Monate bis zum Herbst 2016", sagte Reuther.
Der Gemeinderat hat der Erschließung des Elsaer Weges in Großwalbur zugestimmt. Die Details erläuterte Stadtplaner und Architekt Horst-Dieter Göhring. Mit dem Bau der Straße, die das Baugebiet West in Großwalbur erschließt, soll im Juni dieses Jahres begonnen werden. Die Straße wird auf 4,50 Meter Breite ausgebaut und ist durch einen Wendehammer begrenzt. Zum Ablauf des Regenwassers soll ein Betonrohr verlegt werden. Schmutzwasser soll durch ein Kunststoffrohr fließen. Im April/Mai soll die Vergabe der Bauleistung erfolgen.

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