Forchheim

Mayer-Franken-Stiftung schüttet ihre Zuwendungen an Studierende aus

Jedes Jahr am 15.März, dem Geburtstag des Stifters, werden aus der Professor-Georg-Mayer-Franken-Lebert-Stipendienstiftung Forchheim die Zuwendungen aus den...
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Die Stipendiaten (v. l.) Jan Mehlich, Linda und Tim Walz sowie Marius Hoffmann mit Kämmerer Detlef Winkler und den Müttern der Stipendiatinnen Verena Horter und Annkathrin Gebhardt Foto: Cornelia Schmitt
Die Stipendiaten (v. l.) Jan Mehlich, Linda und Tim Walz sowie Marius Hoffmann mit Kämmerer Detlef Winkler und den Müttern der Stipendiatinnen Verena Horter und Annkathrin Gebhardt Foto: Cornelia Schmitt
Jedes Jahr am 15.März, dem Geburtstag des Stifters, werden aus der Professor-Georg-Mayer-Franken-Lebert-Stipendienstiftung Forchheim die Zuwendungen aus den Stiftungserträgen an finanziell bedürftige Studenten vergeben. Stadtkämmerer Detlef Winkler, der die Stiftung verwaltet, und Monika Haskowic von der Stipendienstiftung hatten sechs aus Forchheim stammende Studierende dazu ins Gewölbe des Rathausrückgebäudes eingeladen.
Die Stipendiaten 2016 sind Verena Horter, die sich auf Übersetzung/Sprache spezialisert. Marius Hoffmann studiert Elektrotechnik und möchte Vertriebsingenieur werden für Infotechnik und Smart Home, Hoffmann jobbte bei der Firma Siemens, die ihm sogar ein Praktikum in Manchester ermöglichte.
Annkathrin Gebhardt, macht einen Bachelorstudiengang in der Fachrichtung Biologie.
Linda Walz studiert Betriebswirtschaft und möchte in diesem Fach auch den Master ablegen; sie spezialisiert sich auf Marketing. Lindas Bruder Tim Walz studiert Rechtswissenschaft. Die Geschwister Walz erhielten letztes Jahr schon einmal ein Stipendium.
Jan Mehlich studiert Maschinenbau undstrebt eine Tätigkeit im Triebwerkbau an, ein Praktikum bei FEAG hat er schon absolviert. Seit seiner Kindheit interessieren Jan Astronomie, Raketen und Raumfahrttechnik.
Zunächst erzählt Winkler bei der Stipendienvergabe aus dem Leben des Stifters: 1885 verließ dieser seine Heimatstadt Forchheim, um an einer Münchner Kunstgewerbeschule zu studieren. Stipendien ermöglichten es ihm, 1891 drei Monate Venedig und 1896 in Rom zu verbringen.
"1000 Mark sind zu wenig", monierte er aus Italien. Aus eigenen Mitteln hätte er sich den Studienaufenthalt nicht leisten können, nur dank der Johann-Martin-von-Wagner-Stiftung in Würzburg war das möglich. 35-Jährig erhielt der freischaffende Künstler Georg Mayer Lebert eine Professur an der Malschule in München. Fleiß und die Liebe zu seiner Heimat zeichneten ihn aus. Letzteres veranlasste ihn zum Namenszusatz Franken.
Als Mayer-Franken später zu künstlerischem Ruhm und gutem Einkommen gelangt war, legte er Geldmittel in einer Stiftung an für bedürftige Studenten seiner Heimatstadt Forchheim.
Die finanzielle Stabilisierung der Stiftung, ja den Zugewinn, verdankt man der Ehefrau Mayer-Frankens: Ernestine Lebert. Der 1926 verstorbene Maler hatte in München ein Haus in der Schleißheimer Straße erworben. Es wurde im Zweiten Weltkrieg von Bomben getroffen. Die Stadt Forchheim half der Witwe finanziell beim Wiederaufbau. Dafür vererbte sie das Anwesen der Stadt. Es wurde verkauft und der Erlös dem Stiftungskapital zugeschlagen.
Allerdings: Ab 2017 werden die Stipendien magerer ausfallen, mutmaßt Haskowic. Schuld sei die derzeitige Zins-Landschaft und dass sich diese Stiftung auf Kapital beschränken muss und nicht wie andere Einrichtungen über Immobilien verfügt.
Mit der Georg-Mayer-Franken-Lebert-Stiftung werden aus Forchheim stammende Studierende gefördert. Das Stipendium steht Studierenden aller Fachrichtungen offen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung muss sich der Antragsteller mindestens im dritten Semester des Studienzweigs befinden sowie der Studierende selbst oder seine Eltern in Forchheim drei Jahre vor Beginn des Studiums ihren ununterbrochenen Hauptwohnsitz haben und diesen Wohnsitz während des Studiums beibehalten.



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