Fölschnitz

Matschzone, Baumhaus und ein Tunnel-Versteck für den Fölschnitzer Kindergarten

von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus Fölschnitz — Drei große Wünsche haben die Mädchen und Jungen des Fölschnitzer Kindergartens: Eine Matschzone, ein Baumhaus und ein Tunnel-Ve...
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Ein 18 000-Euro-Projekt hat Kindergartenleiterin Brigitte Sintenis-Herr mit den Eltern, der Gemeinde Ködnitz und vielen Sponsoren förmlich aus dem Boden gestampft. Den offiziellen Spatenstich nahm 2. Bürgermeister Hermann Popp (rechts) vor. Der Kommunalberater des Bayernwerks, Christian Ziegler (hinten rechts) überreichte dabei an die Leiterin (links neben ihm) die Schlaugärtner-Box und die damit verbundene Spende von 1000 Euro. Foto: Werner Reißaus
Ein 18 000-Euro-Projekt hat Kindergartenleiterin Brigitte Sintenis-Herr mit den Eltern, der Gemeinde Ködnitz und vielen Sponsoren förmlich aus dem Boden gestampft. Den offiziellen Spatenstich nahm 2. Bürgermeister Hermann Popp (rechts) vor. Der Kommunalberater des Bayernwerks, Christian Ziegler (hinten rechts) überreichte dabei an die Leiterin (links neben ihm) die Schlaugärtner-Box und die damit verbundene Spende von 1000 Euro. Foto: Werner Reißaus
von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Fölschnitz — Drei große Wünsche haben die Mädchen und Jungen des Fölschnitzer Kindergartens: Eine Matschzone, ein Baumhaus und ein Tunnel-Versteck. Diese Attraktionen sollen jetzt mit Hilfe der Eltern und zahlreichen Sponsoren verwirklicht werden.
Der Anfang wurde bereits in der vergangenen Woche gemacht, als die Eltern sogar mit einem Minibagger anrückten und die ersten Arbeiten im Außenbereich vornahmen. Dabei waren auch Vertreter der Gemeinde Ködnitz mit Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) und seinen beiden Stellvertretern Hermann Popp (FW) und Heinz Mösch (CSU). Der Bürgermeister spendete den vielen Helfern eine Brotzeit.
Christian Ziegler vom Bayernwerk überreichte jetzt nicht nur die "Schlaugärtner-Box" an die Kinder, sondern hatte auch einen Scheck über 1000 Euro dabei. Die Freude bei der Leiterin der Tagesstätte,Brigitte Sintenis-Herr, und ihrem Team war natürlich groß. Das Bayernwerk belohnte damit die erfolgreiche Teilnahme an einem Wettbewerb, der seit mehreren Jahren an Schulen und Kindergärten durchgeführt wird. "Beteiligen kann sich, wer eine Neugestaltung des Schulgartens, Schulhofs oder Spielplatzes plant", erläuterte Ziegler.
Die Einrichtungen konnten sich beim Bayernwerk um eine finanzielle Unterstützung ihres Projekts bewerben, und der evangelische Kindergarten Fölschnitz war mit seinen Plänen und pfiffigen Ideen heuer erfolgreich. "Mit den Schlaugärtnern wollen wir dazu beitragen, dass sich junge Menschen mit den ökologischen Aspekten der Gestaltung ihrer Umgebung befassen und ihre Ideen einbringen", so Christian Ziegler.

"Viele Naturmaterialien"

Das Konzept des Fölschnitzer Kindergartens hat die Jury überzeugt. So sollen im Außenbereich nach den Wünschen der Kinder eine Sand-Matschzone mit Wasserpumpe, ein Baumhaus und ein Tunnel zum Kriechen und Verstecken, eine in den Hang integrierte Rutsche und Baumstämme zum Balancieren entstehen. Brigitte Sintenis-Herr: "Wir möchten mit vielen Naturmaterialien unsere Gartenträume ökologisch umsetzen und dazu auch auf heimische Hölzer zurückgreifen. Dabei werden Eltern wie Kinder tatkräftig mithelfen."
Die "Schlaugärtner-Box" enthält auch einen Satz T-Shirts, die sich die Kinder gleich überstreiften. Die Kindergartenleiterin würdigte auch die Idee einer Mutter im Elternbeirat, die auf der Internetseite des Bayernwerks auf den Wettbewerb aufmerksame geworden war. "Wir freuen uns total, weil wir dabei auch etwas gewonnen haben."
Bei der Bewerbung wurde alles dokumentiert, von der Idee bis hin zur Entscheidung über das mögliche Projekt. Brigitte Sintenis-Herr: "Unsere Kinder hatten ganz viele tolle Ideen, von der Sauna im Garten bis hin zu einem Fußballfeld und einem Golfplatz. Aber ohne die Mithilfe der Gemeinde - sie hat immer ein offenes Ohr für unseren Kindergarten - und unseren Eltern wäre das nicht möglich."
Stellvertretender Bürgermeister Hermann Popp freute sich über das Engagement des Kita-Teams, das ein solches Projekt mit den Kindern nicht nur geplant, sondern auch realisiert habe: "Das freut uns als Gemeinde natürlich doppelt, weil wir es zwar finanziell unterstützen können, aber mit dem Engagement des Kita-Teams und den Eigenleistungen der Eltern werden auch Kosten eingespart." Popp dankte auch dem Bayernwerk, das derartige Initiativen ergreift.
Wie Tagesstättenleiterin Brigitte Sintenis-Herr auf Anfrage mitteilte, ist das ehrgeizige Projekt mit Kosten von rund 18 000 Euro veranschlagt. Neben den Zuschüssen der Gemeinde Ködnitz mit 5000 Euro und des Bayernwerks mit 1000 Euro wurden schon im Vorfeld projektbezogene Gelder von über 7000 Euro eingesammelt. Es werden außerdem noch 2000 Euro der Sparda-Bank Nürnberg dazu kommen, denn auch hier landete man bei einer Ausschreibung von über 170 Projekten auf Platz 15. Brigitte Sintenis-Herr: "Wir waren unheimlich fleißig und haben nur noch eine kleine Finanzierungslücke."
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