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Masern: Auch im Landkreis bestehen Impflücken

Die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP...
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Ein Frau lässt sich gegen Grippe impfen.  Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Ein Frau lässt sich gegen Grippe impfen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) in der Woche vom 18. bis 24. April die 4. Bayerische Impfwoche. Die Europäische Impfwoche (24. bis 30. April) findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und steht unter dem Motto "Impflücken schließen". Der Fokus beider Impfwochen liegt auf der Masern-Impfung für Jugendliche und junge Erwachsene.
Hier bestehen in Bayern nach wie vor deutliche Impflücken. Für eine erfolgreiche Masernelimination in Deutschland sollten diese Lücken rasch geschlossen werden. Die aktuell laufende Kinospot-Medienkampagne "Masern - keine harmlose Kinderkrankheit" des Staatsministeriums fokussiert sich ebenfalls auf die Masern-Impfung für die Erwachsenen und findet ihren Abschluss in der 4. Impfwoche. Der Kinospot ist unter www.schutz-impfung-jetzt.de zu sehen. In Deutschland spricht die ständige Impfkommission (Stiko) Empfehlungen darüber aus, wer sich gegen welche Erkrankungen impfen lassen sollte.
Es herrscht keine Impfpflicht, sondern es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich und seine Kinder impfen zu lassen. Aus medizinischer Sicht gelten Impfungen als die wirksamste Art der Prävention.
Durch ihren Einsatz sind viele in der Vergangenheit gefürchtete Infektionskrankheiten wie Kinderlähmung oder Diphterie zurückgedrängt worden. Auch weitere komplikationsreiche Erkrankungen wie Keuchhusten bei Säuglingen oder Virusgrippe (Influenza) bei Senioren konnten durch ein Zusammenspiel von individuellem Impfschutz und hohen Impfraten in der Bevölkerung vermieden werden. Trotz dieser großen Erfolge bestehen aktuell noch Defizite bei der Akzeptanz von einzelnen empfohlenen Impfungen.
Als Beispiel sei die Masern-Impfung genannt: Die oft als harmlose Kinderkrankheit verkannte Erkrankung kann schwere bis tödliche Verläufe nehmen und verursacht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit immer noch zahlreiche Todesfälle bei Kindern.
Die Abteilung Gesundheit des Landratsamtes Lichtenfels nimmt dies zum Anlass, insbesondere die Zielgruppen der älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Eltern zum Thema zu informieren: mit einer Pausenaktion (Verteilung von Infomaterial) am Montag, 18. April, von 10.15 bis 10.35 Uhr in der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels und mit einem Infostand im Rahmen des 1. Lichtenfelser Infotages rund um Schwangerschaft, Baby und Kleinkind am 23. April von 14 bis 17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Michelau. red
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