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Coburg

Maschinen-Gigant aus Coburg

Projekt  Waldrich Coburg hat an der Adria in Italien seine bisher größte Maschine eingeweiht. Sie wiegt so viel wie sieben ausgewachsene Blauwale. Der Gigant fräst für ein Forschungsprojekt.
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Die 18 Meter hohe Portalfräsmaschine von Waldrich Coburg wird bei einem internationalen Forschungsprojekt eingesetzt.  Fotos: Thomas Nagel
Die 18 Meter hohe Portalfräsmaschine von Waldrich Coburg wird bei einem internationalen Forschungsprojekt eingesetzt. Fotos: Thomas Nagel
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Coburg/Ortona — Mit einer großen Feier wurde eine neue gigantische Fräsmaschine, die größte, die der deutsche Hersteller Waldrich Coburg je gebaut hat, bei Walter Tosto feierlich eingeweiht. Der Maschinengigant ist nach Angaben des Unternehmens mehr als 50 Meter lang, fast 18 Meter hoch, 22 Meter breit und wiegt 1300 Tonnen, so viel wie sieben ausgewachsene Blauwale. Mit einer Durchgangshöhe und einer Durchgangsbreite von jeweils über zehn Metern kann diese Powertec ein Einfamilienhaus mit einer Länge von 35 Metern überfahren.
"Damit ist die Waldrich Coburg Fräsmaschine ein Unikat: die größte Portalfräsmaschine der Welt mit dieser hohen Genauigkeit", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Auslöser für den Bau der Waldrich-Coburg-Maschine war das Iter-Projekt. Dahinter steht ein seit 2007 im Bau befindlicher Kernfusionsreaktor und ein internationales Forschungsprojekt mit dem Fernziel der Stromerzeugung aus Fusionsenergie. Iter wird als gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner Europäische Atomgemeinschaft, Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien und USA entwickelt, gebaut und betrieben.
"Wenn dein Ziel ist, modern und innovativ zu sein, musst du die besten auf dem Markt verfügbaren Technologien einsetzen. Wir haben mit Waldrich Coburg einen strategischen Partner gefunden, der führend im Bau solch großer Anlagen in Bezug auf Genauigkeiten und Stabilität ist", sagte Geschäftsführer Luca Tosto während seiner Rede.
Der Coburger Geschäftsführer Hubert Becker war geehrt, dass Waldrich Coburg diese Spezialfräsmaschine nach den Anforderungen von Walter Tosto entwickeln durfte und dieses Projekt gemeinsam in fünf Jahren realisieren konnte. "Wir hoffen, dass dieses neue Werk und die Powertec zur weiteren Entwicklung und zum Erfolg von Walter Tosto beitragen werden." Unter den Gästen waren auch Vertreter von Famet in Polen, Sacmi in Italien und Montavar in Serbien, die auf Waldrich-Coburg-Maschinen produzieren.
Im Anschluss an ihre Reden durchschnitten die Verantwortlichen auf der Bühne feierlich das Band. Die offizielle Einweihungsfeier fand im Werk in Ortona an der adriatischen Küste statt. Nationale und internationale Besucher aus der Politik, der Wirtschaft und der Finanzwelt waren anwesend.
Nach dem feierlichen Akt wurden die Gäste mit Musik, Lichtshows und der Show atemberaubender Akrobaten unterhalten. red
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