Schorkendorf

Martin Mittag: "Den zehnten CSU-Bürgermeister wird es in Coburg geben"

Bei der Kreisvertreterversammlung der CSU Coburg-Land im Radlerheim wurde Martin Mittag mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt als Vorsitzender des Kreisverb...
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Martin Mittag
Martin Mittag
Bei der Kreisvertreterversammlung der CSU Coburg-Land im Radlerheim wurde Martin Mittag mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt als Vorsitzender des Kreisverbandes bestätigt. Die Versammlung hatte Mittag unter das Motto "Ein starkes Team" gestellt.
Zwei Jahre habe er als Kreisvorsitzender für die CSU mit seinem Team "große Schritte in die richtige Richtung getan". In den Gemeinden und Städten, in denen die CSU die Bürgermeister stellt, habe sich Einiges bewegt und werde sich auch noch Einiges bewegen, versicherte Mittag. Im Jahr 2020 werde es im Landkreis statt heute sechs CSU-Bürgermeister neun geben, ist sich Mittag sicher. Und der Kreisvorsitzende setzte noch eins obendrauf: Den zehnten Bürgermeister werde es in der Stadt Coburg geben. Auch bei der Bundestagswahl am 24. September, zeigte er sich sicher, ein starkes Ergebnis einfahren zu können. Und auch vor den Wahlkämpfen für den Bezirks- und Landtag habe er keine Angst.
Im Herbst werde die CSU eine große Aktion in Sachen "Biber" starten. "Da wird Einiges passieren", kündigte Mittag an.
Neue Stromtrassen im Coburger Land lehnte die Kreisvertreterversammlung einstimmig ab. Derzeit seien zwei neue Trassen im Gespräch, und der Protest der Bevölkerung werde am 8. August mit einem großen Sternmarsch und einem Traktorkorso deutlich zum Ausdruck kommen, erhofft sich Martin Mittag.
Bei der Wahl des Kreisvorsitzenden gab es, auch wenn es einige CSUler vermutet hatten, keinen Gegenkandidaten zu Martin Mittag. Mit 60 von 66 möglichen Stimmen wurde der Bürgermeister der Stadt Seßlach auch für die nächsten zwei Jahre zum Kreisvorsitzenden gewählt.
Hier das Ergebnis der Vorstandswahl: Kreisvorsitzender Martin Mittag (60 Stimmen), stellvertretende Vorsitzende Sebastian Straubel (66), Frank Altrichter (60), Günter Benning (63) und Nina Klett (56), Schatzmeister Joachim Zwosta sowie Schriftführer Sabrina Pforte und Bastian Büttner. Kassenprüfer sind Gerhard Korn und Rainer Marr. Weitere Vorstandsmitglieder sind Andras von Imhoff (Ahorn), Thorsten Schmidt (Ebersdorf), Michael Möslein (Großheirath), Horst Theil (Meeder), Dominik Heike (Neustadt), Gerd Mücke (Rödental), Wolfgang Pfister (Seßlach), Friedrich Übelhack (Sonnefeld), Oliver Thamm (Untersiemau) und Barbara Hölzel (Lautertal).
Die Harmonie trübte eine Anfrage von Landtagsabgeordnetem Jürgen Heike an den Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach. Heike war von dessen Abstimmung zur "Ehe für alle" bitter enttäuscht: Eine Ehe bestehe nach seinen Vorstellungen aus Mann und Frau. Das Ergebnis müsse verfassungsrechtlich überprüft werden.
Hans Michelbach rechtfertigte sein Abstimmungsverhalten. Er habe für die Öffnung der Ehe und für die Chance auf Adoption gestimmt. Es habe auch in der Region Fälle gegeben, wo gleichgeschlechtliche Partnerschaften kein Kind adoptieren durften. Das Grundgesetz stelle die Ehe und Familie unter Schutz und spreche dabei nicht von Mann und Frau, und bei diesem Ergebnis werde keinem Hetero-Paar etwas weggenommen. Gleichgeschlechtliche Paare, so Michelbach, könnten nun die Verantwortung für ein Kind übernehmen. Michelbach: "Ich stehe zu meiner Abstimmung."
Unterstützung fand Michelbach auch durch Rainer Mattern. Das Menschenbild der 50-er Jahre sei heute nicht mehr Realität. des
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