Burgkunstadt

Maroder Kanal unter dem Mainrother Kirchplatz

Im Zuge der Planungen zum Ausbau des Kirchplatzes in Mainroth wurden mit einer Kamerabefahrung erhebliche Schäden am dortigen Mischwasserkanal festgestellt....
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Im Zuge der Planungen zum Ausbau des Kirchplatzes in Mainroth wurden mit einer Kamerabefahrung erhebliche Schäden am dortigen Mischwasserkanal festgestellt. Außerdem wurde es vom Ingenieurbüro Reuther aus Bad Staffelstein für sinnvoll erachtet, mit der Maßnahme Glasfaseranschlüsse in den Kirchplatz zu verlegen. Einstimmig billigte der Stadtrat die Erneuerung des Mischwasserkanals (Kosten inklusive Ingenieurkosten rund 35 000 Euro) sowie die Verlegung von Glasfaseranschlüssen (rund 5000 Euro).


Urnenanlage: Kritik an Kosten

Michael Doppel (FWG) kritisierte die grobe Kostenschätzung zur geplanten Baumurnenanlage am Mainrother Friedhof durch die Firma Weiher. Nach drei Informationsveranstaltungen und Ortsbegehung im Vorfeld entschied sich der Pfarrgemeinderat dort für die Gestaltung mit einem Baum in der Mitte der Anlage. Die Kosten für eine Anlage mit 30 Urnenröhren, die auf der Wiesenfläche rechts des Hochkreuzes entstehen soll, belaufen sich demnach auf rund 46 000 Euro. "Ich bin für eine saubere Parkanlage, aber die Konkurrenzfirma macht das billiger", verwies Michael Doppel auf ein entsprechendes Angebot. "Qualitativ ist es aber nicht vergleichbar", erklärte Marco Hennemann (CSU). Ingrid Kohles (FWG) sah nicht nur die Kostenschätzung zu hoch dimensioniert, sondern auch die Anzahl der Urnengräber. "In einem katholischen Pfarrdorf wie Mainroth gibt es jährlich höchstens zwei Urnenbestattungen", mutmaßte sie. Der Stadtrat beschloss einstimmig, auf dem Friedhof eine Baumurnenanlage für rund 10 Urnenröhren zu errichten, die erweiterbar ist. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, bei sachkundigen Firmen eine konkrete Planung sowie Kostenschätzung einzuholen.
Wolfgang Sievert und Ulrike Koch (SPD) kritisierten mangelnden Informationsfluss aus der Verwaltung zum Stadtrat. "Es findet ein Ortstermin zur Barrierefreiheit am Marktplatz statt, und die Mehrheit weiß nicht, was da besprochen werden soll, weil das Gremium im Vorfeld nicht informiert wurde", beschwerten sie sich. Es gehe nicht um eine bloße Anliegerstraße, der Marktplatz sei Aushängeschild der Stadt. "Die Bürgerbeteiligung ist Vorgabe der Regierung bei der Städtebauförderung", erklärte Sven Dietel.


Einladung zum Ortstermin

"Nach der Ortsbegehung werden die Planungen in der Dezembersitzung besprochen", ergänzte die Bürgermeisterin. "Das Gremium sollte vorher über geplante Maßnahmen informiert werden", meinten beide. "Alle Stadträte sind zum Ortstermin willkommen", sagte Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU). Treffpunkt ist am morgigen Samstag, 14 Uhr, am Rathaus.
Michael Doppel kritisierte die Aktivität der Verkehrsüberwachung beim Flohmarkt am vergangen Sonntag in der Unteren Stadt gegenüber des Raiffeisen-Parkplatz. "Leute parken wie und wo sie wollen, auch auf dem Gehweg, und keiner schreibt sie auf", monierte er. "Wenn sich das nicht bessert, stelle ich einen Antrag auf Abschaffung der Verkehrsüberwachung."
Günter Knorr merkte an, das Landratsamt Lichtenfels darauf hinzuweisen, dass die aufgrund der Schwertransporte zum Windpark auf dem Spitzberg in Mitleidenschaft gezogene Kreisstraße Gärtenrother Straße in Mainroth wieder in Ordnung gebracht werden müssen. "Wie steht es mit der Petition zum Brauhaus in Mainroth?", wollte Edith Berg (Bürgerverein) wissen. "Die Petition ist abgelehnt, wir wissen aber noch nicht warum", informierte Günter Knorr. Mit der Petition sollten Dorferneuerungsmittel, die bis 2005 genehmigt, aber nicht ausgeschöpft wurden, zurückgeholt werden, um sie jetzt zu verwenden.
"Das ist ein Schandfleck für Burgkunstadt", monierte Franziska Ramming (FWG) und verwies auf den "Autofriedhof" am Bahnhof beim alten Steinmetz. "Der ist sogar mit Google Earth zu sehen." Dagegen sei wenig zu machen, meinte Geschäftsleiter Sven Dietel. "Zum einen ist es ein Privatgrundstück. Zum anderen sieht das Landratsamt dort keine Umweltgefährdung."
Die Bürgermeisterin informierte über einen Antrag der CSU auf einen öffentlichen Wlan-Hotspot. Dies wurde von der Verwaltung geprüft. "Die Realisierung gestaltet sich nicht ganz einfach, vor allem in Hinblick auf die Kosten", erklärte Frieß. Um alle Fakten zu klären, soll nun eine Ortsbegehung mit Vertretern von Vodaphone stattfinden. Einstimmig beschloss der Stadtrat, dass am 7. Dezember Sportler nach der städtischen Ehrungssatzung ausgezeichnet werden sollen.

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