Trebgast
Geburtstag 

Mann der leisen Töne

Werner Diersch wird morgen 60. Als Trebgaster Bürgermeister hat er viel erreicht, obwohl er ein "Reingschmeckter" ist. Seit 30 Jahren ist er kommunalpolitisch aktiv.
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Wird morgen 60: der Trebgaster Bürgermeister Werner Diersch  Foto: Dieter Hübner
Wird morgen 60: der Trebgaster Bürgermeister Werner Diersch Foto: Dieter Hübner
Bürgermeister Werner Diersch feiert morgen seinen 60. Geburtstag. Normalerweise dauert es 20 Jahre, bis die Franken einen "Reingschmeckten" an neuer Wirkungsstätte als einen der ihren anerkennen. Nicht so bei Werner Diersch. Aufgewachsen in Buchau bei Pegnitz, kam er 1980 als 24-Jähriger - der Liebe wegen - nach Trebgast und fand hier seine neue Heimat. Schon ein Jahr später organisierte er eine Bürgerinitiative, die den Ausbau der Lindauer Straße mit nur einem Gehsteig erfolgreich durchsetzte.
1984 trat Diersch in die SPD ein und schaffte bereits 1990 den Sprung in den Gemeinderat. Von da an war sein kommunalpolitischer Aufstieg nicht mehr aufzuhalten: 1996 bis 2002 Verwaltungsrat der VG Trebgast, ab 2002 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und Zweiter Bürgermeister.


Vorbild Helmut Schmidt

Sein Ziel hatte er 2008 erreicht, als er zum Ersten Bürgermeister gewählt wurde. 2014 folgte die Bestätigung in diesem Amt und gleichzeitig die Wahl in den Kulmbacher Kreistag, in dem er auch im Bau- und Umweltausschuss tätig ist. Gleichzeitig ist er stellvertretender Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Kulmbach. Sein Vorbild auf politischer Ebene war und ist Ex-Kanzler Helmut Schmidt.
Im kommunalpolitischen Bereich ist Werner Diersch immer offen für die Zusammenarbeit der besten Kräfte. "Dadurch lassen sich über die Parteigrenzen hinweg engagierte Menschen gewinnen, sich im Gemeinderat einzubringen - das Erfolgsrezept der SPD-Wählergemeinschaft Trebgast", ist er überzeugt. Als Bankkaufmann liegt ihm eine solide Haushaltsführung sehr am Herzen. In seiner Amtszeit konnten die Verschuldung nahezu halbiert, die Belastungen daraus erheblich gesenkt und Rücklagen angehäuft werden.
"Das wurde nicht nur durch Sparen geschafft, sondern auch durch geschicktes Investieren und mit sehr viel Know-how aus dem Gemeinderat. Dadurch bleiben wir handlungsfähig", ist der Bürgermeister schon ein wenig stolz.


Träger der Bürgermedaille

Als Bürgermeister begleitete Werner Diersch mit hohem persönlichen Einsatz viele Projekte, die die Gemeinde vorwärtsgebracht haben: Ausbau der unteren Kulmbacher Straße mit einer neuen Brücke über die Trebgast; Erneuerung der Bahnübergänge Weiherweg, Bayreuther und Berliner Straße, jeweils mit neuen Fußgängerüberwegen; Neubau eines barrierefreien Mittelbahnsteiges; Kauf und Umbau des Bauhofs; schnelles Internet in allen Ortsteilen; Anschluss von Michelsreuth an die gemeindliche Abwasseranlage; Ersteigerung des Bahnhofsgebäudes und Brücken, Brücken, Brücken. Für seine bisherigen Verdienste auf kommunaler Ebene wurde ihm 2014 die Trebgaster Bürgermedaille verliehen.
Immer waren es auch die Familien und Kinder, für die sich Diersch eingesetzt hat. Als Elternbeiratsvorsitzender von 1983 bis 1991 war er maßgeblich am Bau des Kindergartens beteiligt, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Hort, Sanierung des Kindergartens und Neubau der Kinderkrippe folgten. Diersch steht für die Gestaltung von unmittelbaren Lebensbedingungen und die Sicherung aller Zukunftschancen für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde.


Belastbar und kompromissbereit

Werner Diersch kann zuhören, auf Menschen zugehen, mit ihnen umgehen. Er ist belastbar, kompromissbereit, geduldig, kein Mensch der lauten Töne. Der Bankkaufmann bei der VR-Bank Bayreuth - er vertritt derzeit als freigestellter Betriebsratsvorsitzender die Interessen der Belegschaft - ist ein Familienmensch. Die Familie, allen voran seine Frau Christine, ist für ihn Rückzug, gibt ihm Halt. Dadurch wird ihm die Ausübung des Bürgermeisteramts in dieser Art und Weise erst möglich. Geprägt von der Liebe zur Natur, zu seiner Heimat, führten ihn die Urlaubsreisen mit seinen drei Kindern vom Allgäu bis zur Nordsee in alle Regionen Deutschlands, meistens auf einen Bauernhof.
Wandern, Lesen, Holzmachen in seinem Wald helfen ihm zu Hause dabei, den Kopf frei zu bekommen. Seinen Tagesrhythmus hat er seiner Meinung nach gerecht aufgeteilt: sechs Stunden Bank, sechs Stunden Bürgermeister, sechs Stunden Familie (stimmt nach Aussage seiner Familie nicht immer), sechs Stunden Schlaf.
Durch seine vielfältigen Interessen und Neigungen ist er Mitglied in über 20 Vereinen in der Gemeinde. So hat er auch jederzeit einen umfassenden Überblick über deren tolle ehrenamtliche Arbeit. Dabei hat er in allen möglichen Positionen, sei es Vorsitzender, Kassierer oder Schriftführer, schon Verantwortung übernommen.
Wer Werner Diersch gratulieren will, hat dazu morgen von 10 bis 13 Uhr in der Trebgaster Turnhalle, Weiherweg 6, Gelegenheit.

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