Burgkunstadt

Mainrother wollen endlich Antworten

Mainroth — Im CSU-Ortsverband Mainroth herrscht große Einigkeit. Das wurde bei den Neuwahlen in der Hauptversammlung deutlich. Allerdings werden die Probleme und Ängste der Bürger ...
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Mainroth — Im CSU-Ortsverband Mainroth herrscht große Einigkeit. Das wurde bei den Neuwahlen in der Hauptversammlung deutlich. Allerdings werden die Probleme und Ängste der Bürger im Burgkunstadter Ortsteil nicht gerade kleiner. Was passiert mit den Schulgebäuden? Wann kommt endlich eine Umgehung? Nur zwei der Fragen, auf die die Mainrother endlich Antworten wollen.
Der 1970 gegründete CSU-Ortsverband Mainroth hat 26 Mitglieder. Vorsitzender Günter Knorr lobte Schatzmeisterin Brigitte Kutschki, die immer bemüht sei, dass politisch interessierte Menschen den Weg in die CSU finden werden.
In seinem Jahresbericht führte Knorr aus, dass die Europawahl im vergangenen Jahr unter der schlechten Wahlbeteiligung litt. Die Wichtigkeit dieser Wahl konnte den Bürgern nicht ausreichend vermittelt werden. Eine sehr positive Veranstaltung war das Kartoffelfest in der Gemeinschaftshalle. Er lobte dabei das Engagement seiner Stellvertreterin Ulla Dünkel. Sie und Brigitte Kutschki seien "die Seele des Ortsverbands".
"Der politische ,Ascherdonnerstag' mit Bürgermeisterin Christine Frieß und MdB Emmi Zeulner hatte einen sagenhaften Besucherandrang", freute sich der Vorsitzende. Die Probleme im kommunalen Bereich seien nicht geringer geworden. Das Lehrschwimmbecken, der Kinderhort, die gesplittete Abwassergebühr, die Mittelschule und fehlenden Haushaltsmittel seien die Haupthemen im Stadtrat gewesen. Aber auch die zentralen Mainrother Probleme stünden immer wieder zur Debatte.
Schatzmeisterin Brigitte Kutschki stellte zufriedenstellende Zahlen vor. Das Protokoll verlas Schriftführer Michael Foltes.
CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Christian Meißner meinte, es sei sicherlich nicht zufriedenstellend, dass es mit der Mainrother Orstumgehung auch nach 30-jähriger Diskussion nur schleppend vorangeht. Bei über 12 000 Fahrzeugen an manchen Tagen seien die Grenzen des Zumutbaren erreicht. Bei der Erstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans müsse Mainroth am Ball bleiben.

"Alles auf der Goldwaage"

Ein Ausbau der B 173 wird Meißner zufolge in Brüssel geprüft, "und man muss sich im Klaren sein, dass dort alles auf die Goldwaage gelegt wird". Es gebe für die Südtrasse einen Planfeststellungsbeschluss, man werde sehen, ob es dagegen Einsprüche gibt.
Erfreut zeigte sich Meißner über die Fortschritte beim Bau des neuen Krankenhauses in Lichtenfels. Zum Thema Asyl erklärte der Kreisvorsitzende, dass Menschen aus dem Kosovo und aus Syrien unterschiedlich gesehen werden müssten. "Es wird doch noch erlaubt sein zu hinterfragen, ob Kosovo-Albaner aus einem sicheren Herkunftsland kommen. Bei den Syrern ist dies anders." Trotzdem müsse eine vernünftige Unterbringung von Flüchtlingen gewährleistet sein.
Zum Thema Lehrschwimmbecken meinte Meißner, man müsse aufpassen, dass das Projekt im Zeitrahmen bleibt, um die bestmögliche finanzielle Förderung zu erhalten. "Wenn alle Kommunen das Bad wollen, wird der Landkreis alles in seinen Möglichkeiten stehende tun, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen. "
Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann, zugleich Vorsitzender des CSU-Stadtverbands Burgkunstadt, zeigte sich erfreut, was bei der Kommunalwahl erreicht worden sei. Die Bürgermeisterin werde in der Frage der Nutzung der ehemaligen Grundschule am Ball bleiben, versprach er.
Einen Vertrauensbeweis für den Vorstand brachten die Neuwahlen. Vorsitzender bleibt Günter Knorr, als seine Stellvertreter fungieren Ulla Dünkel und Marco Hennemann. Die Schatzmeisterin heißt Brigitte Kutschki, der Schriftführer Michael Foltes. Beiräte sind Hans Herrmann, Cornelia Götz, Heidi Hofmann, Benjamin Kraus und Markus Tröbs.
Zu Kreisdelegierte wurden Günter Knorr, Marco Hennemann und Marlene Ultsch gewählt, zu Kassenrevisoren Hans Herrmann und Benjamin Kraus. Roland Dietz

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