Ludwigsstadt

Ludwigsstadt will seinem eigenen Slogan gerecht werden

Veronika Schadeck Dank großzügiger Unterstützung seitens der Bayerischen Staatsregierung konnten in Ludwigsstadt eine Menge von Projekten in Angriff genomme...
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Timo Ehrhardt
Timo Ehrhardt
Veronika Schadeck

Dank großzügiger Unterstützung seitens der Bayerischen Staatsregierung konnten in Ludwigsstadt eine Menge von Projekten in Angriff genommen werden. Von den insgesamt zwölf Millionen Euro umfassenden Investitionen betrug der Eigenanteil der Stadt rund drei Millionen. Ludwigsstadt unterliegt der Haushaltskonsolidierung. Man kann daher nicht nur Schlüsselzuweisungen verbuchen, sondern sich teilweise auch über Höchstfördersätze freuen. Das wurde bei der Bürgerversammlung im BRK-Seniorenhaus deutlich.
Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) bedankte sich bei der Staatsregierung. Sein Dank galt aber auch den Bürgern, die bei dem Ausbau von Gemeindestraßen im Zuge der geltenden Straßenausbaubeitragssatzung Beiträge entrichten müssen. Er wies darauf hin, dass die Stadt aufgrund ihrer Haushaltslage gezwungen sei, diese Satzung umzulegen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass im kommenden Jahr über eine andere Handhabung dieser "ungerechten Beitragssatzung" diskutiert werden soll.
Weiterhin galt sein Dank den Investoren, die die Revitalisierung der KEZ-Brache und der Jahns-Bräu-Brache in Zusammenarbeit mit der Stadt in Angriff genommen haben. Bezüglich der Revitalisierung der KEZ-Brache müssen nun acht der insgesamt 16 Eigentumswohnungen verkauft werden. Erst danach will der Investor mit dem Bau starten. Das alte KEZ-Gebäude, auf dem die zukunftsorientierte Wohnanlage mit den zwei Gewerbeeinheiten entstehen soll, wurde bereits abgerissen.
Bei der Jahns-Bräu-Brache wurde der städtebauliche Wettbewerb abgeschlossen. Der Planungsentwurf wird nun in Abstimmung mit der Stadt und der Investorengemeinschaft JAB weiter konkretisiert.
"Ludwigsstadt - ein Leben lang", heißt der Slogan der Stadt. Und diesem Anspruch will man gerecht werden. Die Einwohnerzahlen sind seit drei Jahren mit etwa 3441 Einwohnern konstant. Die Zahl der Erwerbstätigen ist mit 1351 identisch mit der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Die Nahversorgung ist sichergestellt. Vorhanden sind zudem Gesundheitseinrichtungen wie zwei Allgemeinärzte, Psychotherapeuten, Apotheke und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Senioren.


Geografisch nicht begünstigt

Das 56 Quadratkilometer große Ludwigsstadt mit seinen 43 Brücken und 52 Kilometern vorhandener Gemeindestraßen ist aufgrund seiner geografischen Lage nicht gerade begünstigt. Straßen müssen saniert werden und die Brücken sind in die Jahre gekommen. Allein im nächsten Jahr sollen vier Brücken in Ebersdorf in Angriff genommen werden.
Der Bürgermeister ging auch auf das "familienfreundliche Ludwigsstadt" ein. Er verwies auf die bedarfsgerechten Broschüren, die die vielfältigen Angebote aller Altersgruppen zusammenfassen. Zudem appellierte er an seine Bürger, Anregungen, Wünsche oder Hinweise auf dem Webdienst der Stadt beziehungsweise per Telefon, Brief oder E-Mail zu melden.
Weiterhin sprach er die Bedarfszuschaltung der Straßenbeleuchtung an. In Ludwigsstadt ist wegen Sparmaßnahmen die Straßenbeleuchtung zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr abgeschaltet. Wenn Bürger oder Rettungsdienste dennoch während dieser Zeit Licht haben möchten, können sie eine SMS unter der Telefon-Nummer 0172/ 2718153 mit der Kurzbezeichnung des Ortsteiles an die Schaltzentrale senden. Nach maximal 30 Sekunden wird die Beleuchtung zugeschaltet.
Der Veranstaltungsort BRK-Seniorenhaus war ein Novum. Der Heimleiter, Peter Schulz, betonte am Anfang der Versammlung, dass es ihm ein Anliegen sei, dass seine Heimbewohner in das Gemeindeleben integriert werden. Außerdem sagte er: "Ihr seid alle irgendwann unsere potenzielle Kundschaft!"
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