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Herzogenaurach

Longhorns rennen erstem Viertel hinterher

Mit einer klaren Niederlage sind die 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach von der BG Leitershofen/Stadtbergen zurückgekehrt. In der Tabelle wu...
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Mit einer klaren Niederlage sind die 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach von der BG Leitershofen/Stadtbergen zurückgekehrt. In der Tabelle wurden die Longhorns nicht nur vom bisherigen Schlusslicht überholt, sondern übernehmen aufgrund des schlechteren Korbverhältnisses gegenüber Bayreuth sogar selbst die Rote Laterne.

BG Leitersh./Stadtb. -
TS Herzogenaurach 78:64
Die Gäste erwischten beim Stadteilklub aus Augsburg einen schwachen Wurftag, trafen lediglich 37 Prozent ihrer Versuche. Die Hausherren konnten überraschenderweise wieder auf ihren dominierenden Center Nedim Hadzovic zurückgreifen. Diese Kombination führte zu einer verdienten, aber ärgerlichen Niederlage. Die Longhorns verschliefen das erste Viertel komplett. Vielleicht war es die Anfahrt, vielleicht die ungewohnte Rolle, als leichter Favorit ins Spiel zu gehen.
Die Augsburger hingegen explodierten förmlich und spielten die TSH an die Wand. Insbesondere Joshua Hart, der mit 16 Punkten Topscorer war, legte los wie die Feuerwehr und hämmerte zwei Dunkings durch die Reuse. Angestachelt von diesen spektakulären Aktionen verteidigten die Leitershofener auf höchstem Niveau, gewannen dadurch etliche Bälle oder zwangen die Mittelfranken zu schlechten Würfen inklusive Fast-Breaks. Die Aurachstädter wussten gar nicht, wie ihnen geschah, und als die erste Sirene erklang, stand es 29:9.
Was auch immer in der Kabine passiert war - plötzlich waren die Longhorns da. Sie packten ihr Kämpferherz aus, ließen sich nichts mehr gefallen, verteidigten intensiv und im Angriff waren Mike Kaiser und Vedran Nakic Punktegaranten. Doch auch die Augsburger spielten weiterhin aggressiven Basketball und hielten die Führung konstant bei etwa 20 Punkten, da Hadzovic und Dominik Veney unter dem Korb Akzente setzten. So endete das zweite Viertel zwar 15:15, doch die Gastgeber lagen 44:24 vorne.
In der Pause verloren die Herzogenauracher wieder etwas an Spannung, so dass sich die BG weiter absetzte. Raphael Braun übernahm für die Augsburger in der Defensive, auch Veney angelte sich einige Bälle und brachte die Offensive der TSH mit seiner überragenden Athletik zum Straucheln: Indem er überall umherflog, blockte er zwar häufig die Würfe der Aurachstädter nicht, aber er jagte ihnen genügend Respekt ein, so dass diese ihr Ziel verfehlten.


Nur Tanor Ngom in Normalform

Der einzige TS-Lichtblick in diesem Durchgang war Tanor Ngom, der sich am Brett vermehrt durchsetzte. Aber auch er konnte nicht verhindern, dass sein Team mit einem 39:64-Rückstand in den Schlussabschnitt ging.
Dort rissen sich die Longhorns nochmal zusammen und kämpften sich zurück ins Spiel. Marcel Koulibaly traf zwei Dreier und Tobias Übbing vollstreckte unter dem Korb. Die TSHler versuchten alles, aber die Augsburger waren schlicht zu konstant, um ihren großen Vorsprung herzugeben. Zwar gewannen die Aurachstädter das letzte Viertel mit 25:14, doch das änderte nichts an der relativ deutlichen 64:78-Pleite.


Erstem Viertel hinterhergerannt

"Wir haben ein katastrophales erstes Viertel gespielt. Wir werden analysieren müssen, wieso wir geistig derart abwesend waren, denn ab dem zweiten Viertel waren wir nicht schlechter als die Augsburger und es wäre durchaus ein Sieg drin gewesen, hätten wir nicht durchgehend dem 20-Punkte-Rückstand hinterherlaufen müssen", sagte Longhorns-Trainer Benedikt Aumeier.
Positiv sei gewesen, dass die TSH im letzten Abschnitt nicht aufgegeben, sondern das Spiel zwischenzeitlich sogar dominiert und Moral gezeigt habe. "Das lässt einen zumindest etwas entspannter in die kommenden Woche gehen. Aber wir werden hart arbeiten müssen, um am Samstag zu Hause wieder anders auftreten zu können", erklärte Aumeier.
TSH: Koulibaly (8), Hüttel (3), Schlindwein (1), Gahlert (1), Person (2), Nakic (13), Kaiser (14), Handt (4), Ngom (14), Übbing (4)

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